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Expertenforum: Allergien vorbeugen    «zurück

Frage von dianahh am 22.02.2012 14:16 Uhr

joghurt mit lebenden kulturen->senkung des allergierisikos?

hallo,
zunächst ein riesen lob an die seite und insbesondere doe foren, war für mich immer sehr hilfreich. doch auf folgende frage habe ich keine antwort erhalten:

mein FA sagte, ich solle ein Mal die woche eine joghurt mit lebendenden kulturen (z.b. activia oder auch vom discounter) essen, um das alergierisiko des babys zu minimieren.
ich habe pollen- sowie kreuzallergien und mein mann hat zu den beiden genannten allergien noch eine milben- und laktoseunverträglichkeit.
sollte der joghurt nicht helfen, gibt es sonstige lebensmittel (wir sind nichtraucher und tierlos).
vielen dank für ihre zeit.

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 23.02.2012 18:17 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


da Sie und Ihr Mann beide von Allergien betroffen sind, ist es prima, dass Sie sich frühzeitig Gedanken über die Allergieprävention bei Ihrem Kind machen.


Alle wichtigen Informationen zur Allergieprävention finden Sie in unserer Rubrik Ernährungstipps bei Krankheiten


Maßnahmen zur Allergieprävention


und bei der Initiative Gesund ins Leben


Aber nun zu Ihrer eigentlichen Frage: Es spricht nichts dagegen, in der Schwangerschaft Joghurt mit probiotischen Kulturen zu sich zu nehmen, wenn Sie diese gut vertragen. Eine Empfehlung zur Vorbeugung von Allergien bei Ihrem Kind können wir Ihnen aufgrund der jetzigen Datenlage jedoch nicht geben, denn es gibt hierzu widersprüchliche Studienergebnisse.


In einigen Studien wurde durch die regelmäßige Aufnahme bestimmter probiotischer Keime eine Schutzwirkung gegenüber der Entstehung von Neurodermitis bei Kindern festgestellt. Es gibt jedoch auch Studien, die diesen Effekt nicht zeigen. Es bleibt deshalb Ihrer Entscheidung überlassen, ob Sie dies ausprobieren wollen. Die Aufnahme der Probiotika hätte allenfalls eine präventive Wirkung in Bezug auf die Entstehung von Allergien, nicht aber auf die Laktoseunverträglichkeit, denn diese beruht auf einem Enzymmangel im Dünndarm und ist nicht allergisch bedingt.


Für eine mögliche Schutzwirkung wäre es jedoch notwendig, dass Sie täglich probiotische Bakterien zu sich nehmen würden. Eine wöchentliche Einnahme hätte keinen Effekt. Unabhängig von der möglichen allergiepräventiven Wirkung haben Probiotika auch positive Wirkungen auf die Darmgesundheit und auf die Darmfunktionen. Die Bakterien siedeln sich vorübergehend im Darm an und tragen zu einer gesunden Darmflora bei.


Einige Hersteller haben die Wirksamkeit der verwendeten Bakterienarten mit wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Gut untersucht sind die Wirkungen von Lactobacillus casei Shirota (Yakult), Lactobacillus johnsonii LC1 (Nestlé), Lactobacillus casei Actimel (Danone), Lactobacillus rhamnosus GG (Emmi) sowie von Bifdobacterium animalis (Danone Activia). Mit einer Portion am Tag – also z. b. einem Becher oder einem Fläschchen – nimmt man genügend probiotische Keime auf, um die Darmflora positiv zu beeinflussen.


Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserer Rubrik Lebensmittel von A-Z


Wie wirken Probiotika auf die Gesundheit?


Alle wichtigen Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ finden Sie in unserer Rubrik Ernährungsinfos für


Schwangere


Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere


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Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin


 

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