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Expertenforum: Rund ums Gewicht    «zurück

Frage von incognito am 18.03.2012 13:51 Uhr

Stress (Leistungsdruck) Gewicht und Ernährung

Hallo.
1) Wirkt sich Stress (wie z.B. innerhalb einer Abschlussphase Studium) auf das Gewicht aus, auch wenn sich die Ernährung nicht geändert hat? Stichpunkt Stress cortisol? Was kann man tun?
2) Wenn man jeden Tag zwischen 5-10km Rad fährt (ca. 15km/h mit schwerer Tasche) und ansonsten keinen Sport betreibt, baut man dann dennoch (Bein-)Muskulatur auf? Und kann es sein, dass sich dieser Muskelaufbau in einer Gewichtszunahme bemerkbar macht?
3) Ist es möglich, dass man trotz eher wenigem Essen (ca. 1400-1600kcal am Tag) und bei o.g. Bewegung dennoch an Gewicht zunimmt?
4) Was kann man gegen die Gewichtsschwankungen bei der Einnahme der Pille tun? Und woran liegen diese schwankungen? Wie kann man diese schwannkungen in den griff kriegen?

Vielen Dank für die einzelne Beantwortung der Fragen.

Expertenantwort von Christof Meinhold am 21.03.2012 16:30 Uhr

Sehr geehrte/r Fragensteller/in!

zu Frage 1:
Stress und eine erhöhte Ausschüttung von Cortisol kann sich in einer Gewichtszunahme bemerkbar machen. Gerade in sehr stressigen Phasen ist es wichtig auf einen Ausgleich zu achten. Planen Sie regelmäßige Pausen und Entspannungsphasen ein. Bewegen Sie sich möglichst viel an der frischen Luft. Auch wenn es schwer fällt, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst achten. Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Essen. Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt ein. Das wirkt sich auch positiv auf Ihre Lernleistung aus.

Wie Sie sich ausgewogen ernähren können, zeigt Ihnen auch die aid-Ernährungspyramide. Informationen zur Pyramide finden Sie bei
www.aid.de in der Rubrik Ernährung - Richtig Essen - Die aid-Ernährungspyramide.

zu Frage 2:
Prinzipiell kann jede regelmäßige Bewegung zum Aufbau von Muskeln führen. Da die Belastung durch das Fahrrad fahren nicht sehr hoch ist, ist ein Muskelaufbau sehr wahrscheinlich nur in eingeschränktem Maße möglich. Ein Muskelaufbau würde sich in einer Gewichtszunahme auf der Waage bemerkbar machen.

zu Frage 3:
Prinzipiell ist auch bei einer relativ geringen Kalorienaufnahme eine Gewichtszunahme möglich. Entscheidend ist, wie viel Kalorien Sie verbrauchen und wie Ihr Stoffwechsel arbeitet. Wenn Sie den Körper zum Beispiel nicht ausreichend mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen (z. B. Eiweiß, essentielle Fettsäuren, Vitaminen) versorgen, arbeitet der Stoffwechsel auf Sparflamme. Auch wenn Sie sich neben dem Fahrrad fahren nur sehr wenig bewegen, kann dies zu einem niedrigen Energieverbrauch führen. Manchmal führt auch eine Stoffwechselerkrankung (z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion) zu einer Gewichtszunahme, obwohl nur sehr wenig gegessen wird.

zu Frage 4:
Am besten lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten, welche Pille am besten für Sie ist und ob ein Wechsel sinnvoll ist. Prinzipiell sind Gewichtsschwankungen von 1-2 kg normal. Gerade vor Beginn der Monatsblutung wird vermehrt Wasser im Körper eingelagert und das Gewicht steigt etwas an. Dagegen kann man nichts tun.

Wenn Sie Ihrer Gewichtszunahme genau auf den Grund gehen möchten, können Sie auch eine anerkannte und produktunabhängige Ernährungsberatungsfachkraft zu Rate ziehen. Zusammen mit dieser können Sie die Ursachen erforschen und eine Strategie zur Vermeidung einer weiteren Gewichtszunahme entwickeln. Adressen von qualifizierten Ernährungsberatern finden Sie in unserem Servicebereich unter
Ernährungsexperten in Ihrer Nähe. Die meisten Krankenkassen bezuschussen eine solche Beratung.



Mit freundlichen Grüßen
Christof Meinhold
Diplom-Oecotrophologe / Ernährungsberater VDOE


 

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