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Expertenforum: Allergien vorbeugen    «zurück

Frage von mucamaca am 15.06.2012 08:08 Uhr

Weitere Allergiene vermeiden

Guten Tag,
Ich habe ein 18 Monate junges Mädchen, das über die Muttermilch im Alter von 3 bis 4 Monaten Allergien gegen Kuhmilch, Ei, Nüsse, Sesam und Weizen entwickelt hat (Grad 3-4). Die Allergien bestehen immer noch. Die Kleine wurde die ersten 6 Monate auschließlich gestillt; bis heute wird es weiterhin gestillt.

Das Kind hatte sehr schwere Ekzeme am ganzen Körper gehabt, schaumigen oder grünen und schleimigen Stuhl, auch das Gedeihen war gestört. Nach dem strikten Meiden der Allergene aus meiner und ihrer Ernährung (bis heute, weil die Allergie noch besteht) sind die Ekzeme verschwunden und das Kind gedeiht nun gut.

Die Frage ist jetzt, wann der beste Zeitpunkt wäre, um die potentiellen allergischen Lebensmittel, auf welche das Kind beim Prick-Test negativ reagiert hat (z.B. Fisch und Soja) bei dem Kind einzuführen, damit es nicht noch auf diese Lebensmittel eine Allergie entwickelt: so schnell wie möglich oder lieber nach dem vollendeten 2. Lebensjahr oder noch später?

Was würden sie mir empfehlen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Expertenantwort von Claudia Thienel am 18.06.2012 14:19 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihren Beitrag. In der Regel reagiert man nicht auf sehr viele unterschiedliche Lebensmittel allergisch. Im Zuge der Toleranzentwicklung wäre es ratsam, die neuen Lebensmittel jetzt nach und nach einzuführen .z.B. Fisch. Besprechen Sie das am besten mit Ihrem behandelnden Allergologen. Je nachdem, wie stark die allergischen Reaktionen bei Ihrer Tochter ausfallen können, sollten Sie ein Notfallset dabei haben oder aber das Ausprobieren der Lebensmittel unter klinischer Aufsicht durchführen. Ihr gilt: Mur so viel Diät wie nötig. Unklare Lebensmittel sollten ausgetestet werden um den Speiseplan so vielfältig wie möglich gestalten zu können.


Für die individuelle Beratung bietet sich eine Ernährungsberatung an, die mit Ihrem Arzt zusammenarbeitet. Diese Beratung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Adressen von kompetenten Beratern erhalten Sie beim Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie oder beim DAAB.

Ausführliche Informationen bieten Ihnen die aid-Broschüren


Allergisch auf Essen? - Ratgeber bei Lebensmittelunverträglichkeiten (auch als download)


Lebensmittelallergie, Neurodermitis – Was darf mein Kind essen?


sowie unsere Rubrik „Ernährungstipps bei Krankheiten“ Allergie.


 


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

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