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Expertenforum: Rund ums Gewicht    «zurück

Frage von Red am 24.10.2012 18:00 Uhr

Ich nehme nicht ab - Sind eventuell Hormone schuld daran?

Hallo, da ich keinen Ausweg mehr weiß, habe ich versucht mich durch das www zu googlen und hoffe, dass ich auf diesem Weg Hilfe bekommen kann.
Zuerst darf ich Ihnen/Euch eine kleine Zusammenfassung geben.
Ich bin 36 Jahre jung und Vegetarierin und Mutter eines gesunden Sohnes.
Mit ca. 29 Jahren versuchte ich schwanger zu werden und setzte die damals eingenommene Pille ab. Nachdem gut ein Jahr verging, stellte sich heraus, dass mir angeblich ein "Gelbkörperhormon" fehlen würde (laut Gynäkologen), was einer erfolgreichen Schwangerschaft im Wege stehen würde. Als ich nicht mehr damit rechnete, ich war ca. 31 Jahre wurde ich dann schwanger. In der Schwangerschaft nahm ich (für mich ungewöhnlich) ca. 36 kg zu und hatte ziemlich mit Wassereinlagerungen zu kämpfen.
Nach der Geburt unseres Sohnes versuchte ich, mit einer zehnwöchigen Almased-Kur mein Gewicht wieder zu finden. Was mir dann mit 62 kg (ich bin ca. 169cm groß) gelang, so dass ich mich wieder richtig wohl fühlte. Doch dieser Erfolg hielt nicht lange an...
Ich wiege derzeit ca. 80 kg und habe mich vor einem halben Jahr im Fitnessstudio angemeldet und mache ca. 2-3 Mal die Woche Sport. Statt abzunehmen, habe ich trotz vegetarischer und ausgewogener Ernährung (viel Wasser/Tee/Obst/ballaststoffreicher Ernährung) und Sport (Kardiobereich und Geräte) etc. weitere 4 kg zugenommen. Jetzt stell ich mir die Frage, was falsch läuft. Vor ca. einem Jahr wurde mir nach einer Eileiterschwangerschaft ein Eierstock entnommen. Ein weiteres Indiz, was mich auf die Frage/Spur der Hormone bringt ist die Tatsache, dass ich in der jüngeren Zeit (also nach meiner erfolgreichen Schwangerschaft) Migräneanfälle mit Aura habe, wenn ich die Pille als Verhütungsmittel einsetze. Trotz mehrfacher Umstellung (ich glaub drei verschiedene Pillen waren es jetzt) leide ich eben unter starker Migräne. Kann es sein, dass es ein Hormonmangel (Östrogenmangel) ist, der ein Normalgewicht, bzw. das Abnehmen verhindert? Ich bitte um Eure Hilfe. Lg, Sandra

Expertenantwort von Maren Krueger am 26.10.2012 11:57 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich kann gut verstehen, dass Sie mit Ihrem Gewicht unzufrieden sind, das trotz Ihrer Bemühungen um einen gesunden Lebensstil (Sport und richtige Ernährung) sich eher nach oben als nach unten entwickelt. Die neueren Antibabypillen enthalten im Gegensatz zu den älteren Präparaten in der Regel nur sehr geringe Mengen an Hormonen, sodass sie nicht mehr die Ursache für eine Gewichtszunahme sein können. Dennoch möchte ich Ihnen empfehlen, sich dazu ausführlich von einem Gynäkologen oder einem Endokrinologen informieren zu lassen. Nur ein Facharzt kann klären, welche Präparate für Ihre individuelle Situation geeignet bzw. notwendig sind. Dazu kann ich Sie als Ernährungswissenschaftlerin nicht beraten.


Gesunde Menschen nehmen immer dann ab, wenn die Kalorienzufuhr geringer ist als der Bedarf. Dann geht der Körper an die Reserven und baut Fettpolster ab. Unsere ausführlichen Empfehlungen für einen Speiseplan zum Abnehmen finden Sie in den Beiträgen


Worauf muss ich achten, wenn ich gesund abnehmen möchte?


Ergänzend möchte ich Ihnen empfehlen, Ihren Speiseplan von einer Ernährungsfachkraft überprüfen zu lassen. Am besten führen Sie über einige Tage ein Ernährungsprotokoll, in dem Sie alles festhalten, was Sie täglich essen und trinken. Mithilfe Ihrer Aufzeichnungen lässt sich leicht feststellen, ob etwas falsch läuft, ob es Verbesserungs-/Veränderungsmöglichkeiten gibt, die das Abnehmen leichter machen. Adressen von Ernährungsfachkräften in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Serviceseite.
Viel Bewegung und regelmäßig Sport ist beim Abnehmen ideal. Damit kurbeln Sie den Energieverbrauch an. Unsere Empfehlungen dazu finden Sie in dem Beitrag
Welcher Sport ist zum Abnehmen geeignet?

Am besten lassen Sie sich zu Ihrem wöchentlichen Sportprogramm noch einmal ausführlich von einem Profi in Ihrem Fitnessstudio beraten. Manchmal ist eine Änderung der Bewegung bzw. der Sportart hilfreich.


Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen


Maren Krüger
Ernährungswissenschaftlerin

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