Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

was-wir-essen.de

Expertenforum: Allergien vorbeugen    «zurück

Frage von hasismausi am 21.01.2013 18:16 Uhr

Baby-Ernährung - Milchbrei für allergiegefährdeten Säugling

Hallo,
ich möchte für meinen 4 Monate alten Sohn den Milch-Getreide Abendbrei gern sekber kochen. Da mein Mann Heuschnupfen hat, ist der kleine ja auch gewissermaßen allergiegefährdet. Daher nun meine Frage, was ich am Besten für Milch verwenden sollte.? Oder ist es auch möglich anderen Abendbrei zu geben? Und wenn ja, was würden Sie empfehlen?

Vielen Dank im VOrraus

Expertenantwort von S. Laemmel am 22.01.2013 15:26 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage. Schön, dass Sie sich zum selber kochen entschieden haben. Als Milch können Sie normale Kuhmilch verwenden.


In Bezug auf die Allergievorbeugung gibt es  neue Empfehlungen.  Zur Allergieprävention wird nach der neuen Leitlinie empfohlen vier Monate ausschließlich zu stillen. Danach sollte langsam mit der Beikost begonnen werden.  Je nach individueller Lage kann sich der Beginn natürlich etwas verschieben, da nicht jeder Säugling direkt davon begeistert ist vom Löffel zu essen. Geben Sie Ihrem Kind Zeit sich an die neue Situation zu gewöhnen. Spätestens bis Anfang des sechsten Monat sollten Sie allerdings mit der Beikost begonnen haben.


Die bisherigen Empfehlungen allergene Lebensmittel, wie Kuhmilch, Weizen, Hühnerei, Fisch oder Nüsse zu meiden, sind nach heutiger Studienlage nicht mehr haltbar. Aktuelle Studien geben Hinweise darauf, dass eine frühere Einführung von potenziell allergenen Lebensmittels sogar eher Vorteile hat, als Nachteile.  Gerade in Bezug auf den Fischverzehr während der Schwangerschaft, Stillzeit und im Rahmen der Beikost konnte ein vorbeugender Effekt nachgewiesen werden, so darf der Mittagsbrei auch mal Fisch enthalten. Die Beikost eines allergiegefährdeten Säuglings kann genauso zusammengesetzt sein, wie die eines nicht allergiegefährdeten. Es macht keinen Sinn den Getreidebrei ohne Milch herzustellen. Verwenden Sie normale Kuhmilch.


Sie können sich beruhigt nach den allgemeinen Empfehlungen des Forschungsinstitutes für Kinderernährung richten. Zusammengefasst finden Sie die aktuellen Empfehlungen zur Allergieprävention unter den Ernährungsseiten von was-wir-essen.de.


Sie können sich gerne von einer Ernährungsfachkraft individuell beraten lassen. Adressen von allergologisch geschulten Ernährungsfachkräften erhalten Sie beim


Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie


beim


Deutschen Allergie- und Asthmabund


und beim


Verband der Ökotrophologen.


Weitere Informationen zur Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der aid-Broschüre Allergierisiko? So können Eltern vorbeugen


Sonja Lämmel, Ernährungswissenschaftlerin

als hilfreich bewerten 0 Versenden