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Expertenforum: Rund ums Gewicht    «zurück

Frage von hf1983 am 24.04.2013 12:24 Uhr

Abnehmen mit Energiedichteprinzip/ Tabelle

Guten Tag,

ich bin 1,60 m groß und wiege 66 Kg. Ich würde gerne 5 Kilo abnhemen. Kalorien (o.ä.) zählen kommt für mich nicht in Frage und ich habe auch keine Lust meine Lebensmittel ständig abzuwiegen! Ich bin jetzt durch ein Buch auf das Energiedichte Prinzip aufmerksam geworden, dabei werden die Lebensmittel nach Ampelfarben sortiert (Entsprechend nachgeringer und hoher Energiedichte, grün, gelb rot). Das Prinzip ist sehr einfach, aber dennoch bin ich nicht ganz sicher ob ich damit auch gesund abnehmen kann. Denn z. BSP hat dort Brot eine mittlere ED, das heißt man soll es nur in Maßen essen. Andererseits sind z. BSP Tiefkühlgemüsemischungen (auch wenn sie Fett enhalten) durchweg grün gekennzeichnet (also zum satt essen geeigent). Bedeutet gesunde Ernährung nicht eher mehr Kohlenhydrate und weniger Fettzu essen? Ist das Energiedichte Prinzip sinvoll zum abnehmen?

Freundliche Grüße,

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 25.04.2013 11:49 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


Sie können sich beim Abnehmen gerne am Prinzip der geringen Energiedichte orientieren. Sich aber ausschließlich von Lebensmitteln zu ernähren, die eine geringe Energiedichte haben, ist auch nicht sinnvoll, denn dann würden so wertvolle Lebensmittel wie Nüsse und Samen oder hochwertige Öle fehlen.


Sie schreiben, dass Sie abnehmen möchten. Da Ihr Body-Mass-Index aber nur leicht über 25 liegt, ist dies aus gesundheitlicher Sicht nicht notwendig.


Ich kann es gut nachvollziehen, dass Sie weder Kalorien zählen noch Ihre Lebensmittel ständig abwiegen wollen. Das ist zum Abnehmen auch nicht notwendig. Sie können auch ohne diese Maßnahmen erfolgreich abnehmen.


Beim Prinzip der niedrigen Energiedichte wird empfohlen, Lebensmittel zu bevorzugen, die pro Gewichtseinheit wenig Kalorien enthalten. Dies trifft für alle Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Wasser und Ballaststoffen zu, z. B. für Gemüse und Obst. Diese Lebensmittel machen gut satt, liefern aber wenig Energie. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung werden zwei Portionen Gemüse (inkl. Salate) und zwei Portionen Obst empfohlen. Das sind beim Gemüse zum Beispiel eine Tomate (etwa 80 g), eine Paprika (150 g) und ein bis zwei Möhren (rund 200 g). Beim Obst sind es z.B. ein Apfel und ein Schälchen Beerenobst. Wiegen Sie doch probehalber an einigen Tagen mal aus, wie viel Obst und Gemüse Sie essen. Falls Sie noch nicht auf die empfohlenen 650 g kommen, versuchen Sie, die Menge langsam zu steigern.


Auch Tiefkühlgemüse eignet sich zum satt essen. Es ist jedoch sinnvoll, das reine Gemüse zu bevorzugen und dieses mit einem hochwertigen Öl zuzubereiten. So stellen Sie gleichzeitig eine ausreichende Zufuhr der lebensnotwendigen Fettsäuren sicher.


Es ist richtig, dass Brot eine mittlere Energiedichte hat und deshalb beim Abnehmen eher in Maßen gegessen werden sollte. Dies vor allem auch deswegen, weil zum Brot in der Regel ja noch ein Belag hinzukommt, der die Energiedichte weiter erhöht. In der Ernährungspyramide werden bei den Kohlenhydratträgern vier Portionen empfohlen. Eine Portion entspricht z. B. einer Scheibe Brot, einem Schälchen Getreideflocken oder einer Portion Kartoffeln, Reis, Nudeln. Bei letzteren entspricht eine Portion der Menge, die in beide Hände passt, wenn sie zu einer Schale geformt werden.


Es ist im Prinzip richtig, dass eine gesunde Ernährung eher kohlenhydrat- als fettbetont ist. Allerdings spricht man heutzutage nicht mehr von einer fettarmen, sondern von einer fettbewussten Ernährung. Allgemein wird ein bewusster Umgang mit Fetten und Kohlenhydraten empfohlen. Als Orientierungshilfe eigenen sich die Empfehlungen der


aid Ernährungspyramide


Weitere Informationen zur richtigen Ernährung zum Abnehmen finden Sie auf unseren Seiten


Infos für Übergewichtige


und in unserem Beitrag


Worauf muss ich achten, wenn ich gesund abnehmen will?


sowie in der aid-Broschüre


Mein Weg zu Wohlfühlgewicht


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin


 

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