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Expertenforum: Rund ums Gewicht    «zurück

Frage von L.Schmidt am 04.07.2013 06:10 Uhr

Schlank im Schlaf Diät und Gewichtszunahme

Liebes aid Team!

Ich möchte ein wenig abnehmen und mache zurzeit eine Ernährungsumstellung nach
der bekannten Schlank im Schlaf Methode von Dr. Pape.

1.) Abends sollen ja möglichst wenig KH gegessen werden, daher ja kein Obst und
keine Stärkebeilagen (Brot, Kartoffeln, Nudeln, etc.).
Da ich abends nicht warm koche, esse ich nun als letzte Mahlzeit viel Gemüse in
Form von Rohkost und Salaten. Als Eiweißkomponente gibt es dazu häufig
Kräuterquark oder auch einen Naturjoghurt. Sind Joghurt, Quark, etc. laut dieser Diät
abends erlaubt? Diese enthalten ja auch KH.
Und wenn ja, warum? Wirken KH aus Gemüse und Milchprodukten anders als KH aus
Obst und Stärkebeilagen?

2.) Seit ich diese Ernährungsumstellung betreibe, mache ich auch mehr Sport. Zu
meinem Entsetzen steigt mein Gewicht trotz geringerer Zufuhr an Kalorien stetig
wöchentlich leicht an, anstatt dass es sinkt !!! (vor der Diät blieb mein Gewicht über
Monate konstant). Wie kann das sein? Haben Sie solche Erfahrungen am Anfang einer
Ernährungsumstellung auch beobachtet? Was kann man dagegen tun?

Expertenantwort von Maren Krueger am 05.07.2013 12:25 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Gern beantworte ich Ihnen Ihre Fragen.


Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion ist, dass die Energiezufuhr geringer ist als der Energieverbrauch. Nur dann geht der Körper an die Reserven und die Pfunde "schmelzen".  Außerdem ist es sinnvoll, durch eine geschickte Auswahl der Lebensmittel dafür zu sorgen,  dass nach den Mahlzeiten der Insulinspiegel nicht so hoch ansteigt. Insulin ist ein anaboles Hormon, das den Fettaufbau fördert und den Fettabbau hemmt. Nur kohlenhydratreiche Lebensmittel lassen den Blutzucker- und damit auch den Insulinspiegel ansteigen. Deshalb macht es Sinn, kohlenhydratreiche Lebensmittel zu meiden, bzw. die Menge zu reduzieren. Aber nicht nur die Menge der Kohlenhydrate spielt eine Rolle, sondern auch die Kohlenhydratqualität. Entscheidend ist ein niedriger glykämischer Index eines Lebensmittels. Der glykämische Index beschreibt den Anstieg des Blutzucker-/Insulinspiegels eines Lebensmittels nach einer Mahlzeit. Je niedriger er ist, desto besser ist das Lebensmittel zum Abnehmen. Zu den Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index gehören, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, manche Obstsorten und auch Milch/Milchprodukte. Wissenswertes rund um den glykämischen Index lesen Sie in unserem Menü „Gesund essen“. Zudem ist es günstig, wenn die Kohlenhydratträger mit Protein und Fett kombiniert werden. Dadurch wird die Aufnahme der Kohlenhydrate und die Insulinausschüttung verzögert.


Eiweißreiche Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Käse, Fleisch, Fisch sowie auch Hülsenfrüchte haben den Vorteil, dass sie gut und anhaltend sättigen. Das ist beim Abnehmen ja erwünscht. Deshalb gehören sie unbedingt zu jeder Mahlzeit.


Woher Ihre Gewichtszunahme kommt, ist für mich auf diesem Wege schwer zu beurteilen. Dazu wären weitere Informationen nötig. Möglicherweise spielt Ihr „Sportprogramm“ eine Rolle. Durch Sport baut der Körper neue Muskulatur auf. Und Muskeln wiegen mehr als Fett. Dennoch sind Bewegung und Sport beim Abnehmen erwünscht und für den Erfolg notwendig. Muskeln sind die eigentlichen Fettverbrennungsöfen im Körper, die auch im Ruhezustand Energie verbrauchen. Je mehr Muskeln Sie haben, desto leichter gelingt das Abnehmen.


Bei einer genaueren Analyse könnte Ihnen eine Ernährungsfachkraft in einer persönlichen Beratung helfen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf Ihre individuelle Situation einzugehen. Adressen von qualifizierten Ernährungsberatern in Ihre Nähe finden Sie auf unserer Serviceseite Ernährungsexperten in Ihrer Nähe


Ausführliche Informationen rund um ein gesundes Körpergewicht und zum Abnehmen finden Sie in dieser aid-Broschüre


Mein Weg zu Wohlfühlgewicht


Mit freundlichen Grüßen und weiterhin viel Erfolg beim Abnehmen!


Maren Krüger
Ernährungswissenschaftlerin

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