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Expertenforum: Allergien vorbeugen    «zurück

Frage von mivida12 am 08.07.2013 15:30 Uhr

HA Nahrung

Liebes Experten Team

Ich habe meinen Sohn 4 Monate voll gestillt und möchte nun gerne anfangen langsam abzustillen. Nachdem bei meinem Jungen vor einigen Wochen via Bioresonanz eine Kuhmilch und Eiunverträglichkeit festgestellt wurde, habe ich den Konsum dieser vollständig eingestellt. Die Syptome wie trockene, schuppige Haut und Blähungen haben sich seitdem erheblich gebessert und sind mittlerweile auch ganz verschwunden. Nun stehe ich vor der Frage, ob ich ihm aufgrund dessen HA Milch statt "normaler" Milch geben sollte... Oder benötigen wir sogar eine "Spezial - Säuglingsmilch" die völlig ohne Kuhmilch ist. Sowohl mein Mann als auch ich sind Allergiker. Herzlichen Dank!!!

Expertenantwort von Claudia Thienel am 11.07.2013 14:03 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Es war genau richtig das Sie die 4 Monate voll gestillt haben.


Ein Bioresonanztest ist keine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Diagnosestellung einer Allergie oder Unverträglichkeit. Sie sollten sich auf jeden Fall dringend eine zweite Meinung von einem Allergologen einholen. Worauf Sie bei der Diagnose einer Lebensmittelallergie achten sollten, lesen Sie bitte unter diesem Beitrag zur Diagnose einer Lebensmittelallergie.


Eine HA-Milch ist für Ihr Kind sinnvoll, denn wenn beide Eltern Allergiker sind, ist Ihr Kind allergiegefährdet. HA-Milch wird bis maximal zum Ende des sechsten Monats empfohlen. Der Milch-Getreide-Brei, der dann eingeführt wird, sollte nicht mit HA-Milch, sondern mit Kuhmilch angerührt werden. Die Gabe von HA-Nahrung macht ab diesem Zeitpunkt sicher keinen Sinn mehr und spätestens ab da kann dann normale Säuglingsmilch (sofern keine Muttermilch mehr gegeben werden möchte bzw. kann) für die Flasche verwendet werden.


Eine spezielle Säuglingsmilchnahrung mit sehr stark hydrolysiertem Milchprotein ist nicht notwendig, so lange Ihr Kind keine vom Allergologen nachgewiesene Kuhmilcheiweißallergie hat. Bei einer nachgewiesenen Kuhmilcheiweißallergie wäre eine HA-Milch allerdings dann auch nicht mehr ausreichend. Hier wäre nur eine kuhmilcheiweißfreie Säuglingsmilch von Nöten mit der Sie dann auch die Breie herstellen müssten. Besprechen Sie dies auch mit dem Kinderarzt oder Allergologen.


Weitere Informationen zu Lebensmittelallergien finden Sie in den aid-Broschüren


Allergierisiko? So können Eltern vorbeugen


Allergisch auf Essen? – Ratgeber bei Lebensmittelunverträglichkeiten


Sowie in unserer Rubrik „Ernährungstipps bei Krankheiten“ unter Allergie.


Bei weiteren Fragen nutzen Sie bitte auch unsere Suchefunktion.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

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