Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

was-wir-essen.de

Expertenforum: Säuglings- und Kinderernährung (0 - 10 Jahre)    «zurück

Frage von Sobi am 17.01.2014 08:49 Uhr

Arsen in Reisdrink

Guten Tag,

ich bin etwas irritiert. Ich und meine Kinder trinken regelmäßig Reisdrink.
Nun habe ich einen Reisdrink von einem anderen Hersteller gekauft und darauf stand, dass der Reisdrink für Kinder unter 4,5 Jahren nicht geeignet wäre. Auf Nachfrage fiel das Stichwort Arsen.
Auf der Verpackung des bisher verwendeten Reisdrinks stand dieser Hinweis nicht.
Meine Kinder sind 2 und 3,5 Jahre alt.
Welche Gesundheitsrisiken gehen denn von Reisdrink aus? Sollte ich den Reisdrink für die Kinder nicht mehr verwenden?
Vielen Dank für Ihre Einschätzung

Expertenantwort von Claudia Thienel am 21.01.2014 13:55 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihren Beitrag.


Arsen kommt natürlicherweise in der Natur vor und ist auch in Lebensmitteln weit verbreitet. Im Reis ist die Menge in Abhängigkeit von den Anbaubedingungen recht unterschiedlich. Arsen kann genotoxisch wirken und wird in Verbindung mit  Krebserkrankungen gebracht. Dies ist allerdings bei einer sehr hohen Zufuhr an mit Arsen belastetem Reis der Fall, vor allem in den Ländern, deren Hauptnahrungsmittel Reis ist.


Der Hersteller des neuen Reisdrinks sichert sich mit dem Hinweis, dass der Drink nicht für Kinder unter 4,5 Jahren geeignet sei, rechtlich ab. Dies ist als Vorsichtsmaßnahme zu werten.


Sollten Ihre Kinder zusätzlich zur wöchentlichen Reisbeilage (zwei Portionen Reis pro Woche) regelmäßig mehrmals pro Woche bzw. in größerer Menge weitere Reisprodukte verzehren, z. B. Reiswaffeln, Reisdrinks, sollten Sie diese gegebenenfalls sicherheitshalber reduzieren.


Auch wenn Sie und Ihre Kinder in der Vergangenheit regelmäßig Reisdrinks getrunken haben, bedeutet das keineswegs, dass Sie damit Ihren Kindern geschadet haben.


Risiken aus der Ernährung lassen sich am besten minimieren, indem man sich abwechslungsreich ernährt. Es ist beim besten Willen nicht möglich, sich vollkommen schadstofffrei zu ernähren. Schadstoffe in der Nahrung spielen aber eine viel geringere Rolle als viele denken. Die Zusammensetzung der Nahrung - also wie viel Gemüse, Obst, Milchprodukte etc. man isst - hat eine viel größere Bedeutung für die Erhaltung der Gesundheit als das Vorkommen von Schadstoffen in einzelnen Lebensmitteln. Risiken durch Schadstoffe lassen sich am besten vermeiden, indem man sich abwechslungsreich ernährt und auf einen hohen Anteil an Gemüse und Obst achtet; denn diese enthalten Stoffe, die die Entgiftungsfunktionen des Körpers anregen können.


Als Abwechslung zu Reisdrink kommt Sojadrink, Haferdrink oder andere Getreidemilchen in frage.


Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes bietet Ihnen die folgende aid-Broschüre


Das beste Essen für Kinder,


unsere Rubrik „Spezielle Ernährungsinfos“ unter dem Stichwort 3- bis 6-Jährige,


sowie das Netzwerk Junge Familie.


Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere Suchefunktion.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

als hilfreich bewerten 0 Versenden