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Expertenforum: Obst- und Gemüsegarten    «zurück

Frage von Lichti am 18.02.2014 10:58 Uhr

weiße stellen an kartoffeln

nachdem man Kartoffeln geschält hat, entdeckt man manchmal weiße bis graue stellen an den Kartoffeln. was ist das? kann man das ohne bedenken mit essen, muss man das wegschneiden oder die ganze Kartoffel wegschmeißen? und wenn sich kleine Keime an der Kartoffel bilden, reicht es dann aus, die wegzuschälen?

Expertenantwort von Joerg Planer am 19.02.2014 10:02 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


bei Kartoffeln können an älteren Druckstellen schon mal weißlich-graue, pulvrige Massen auftreten. Dabei handelt es sich um zerfallenes Gewebe. Für die Färbung ist die in der Kartoffel enthaltene Stärke verantwortlich.


Diese Stellen entstehen meist infolge von Beschädigungen der Knolle bei der Ernte. Durch mechanische Belastung können die Zellen im Knolleninneren platzen, woraufhin 2-7 Tage später Verfärbungen im Knolleninneren auftreten können. Nach etwa 10 Tagen lösen sich diese Verfärbungen wieder auf, das geschädigte Gewebe trocknet aus und durch Lufteinschluss bleiben Nekrosen mit weißgrauer Stärke zurück.


Da es sich bei diesem Schadbild nicht um einen mikrobiellen Verderb handelt, können diese Kartoffeln nach Entfernen der weißen Stellen ohne Bedenken verzehrt werden. Geschmackliche Auswirkungen haben solche Schäden meist nicht.


Kleine Keime an Kartoffeln können Sie ohne Bedenken wegschälen.


Weitere Informationen zur Kartoffel finden Sie bei was-wir-essen.de in der


Lebensmittelkette Kartoffel


und in diesen aid-Medien:


Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse


Wir pflanzen und pflegen Kartoffeln


Küchengeheimnissen auf der Spur Experimente rund um die Kartoffel


Kartoffeln Foliensatz


Mit freundlichen Grüßen
Jörg Planer, Diplom-Agraringenieur

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