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Expertenforum: Allergien vorbeugen    «zurück

Frage von kikila am 01.05.2014 13:21 Uhr

Beikoststart mit Abendbrei

Liebes Expertenteam,
wegen sehr hartnäckigem Durchfall hat man bei meinem Sohn empfohlen (bereits
2Wochen vor dem vollendetem 4. Monat) abends ein paar Löffel Reisflocken mit HA
Milch zu füttern, damit die Reisflocken das Wasser im Darm binden. Das hat nach
ein paar Tagen auch tatsächlich funktioniert. Nun findet er den Brei abends so toll,
dass wir ihn weitergegeben haben (mittlerweile ca. 100g-keine Milch hinterher). Er
wird in 2 Tagen 4 Monate. Deshalb behalten wir den Abendbrei jetzt bei. Nun die
Frage: Ab wann bereite ich diesen Brei mit Kuhvollmilch zu? Und ab wann darf er zb
geriebenen Apfel hinterher naschen zur besseren Eisenaufnahme? Und zu guter
letzt, ab wann dürfen wir auch zb Dinkelflocken benutzen?
Ich habe 14 Wochen gestillt und mit HA zugefüttert. Jetzt trinkt er nur noch HA, da
mein Mann starken Heuschnupfen hat. Meine Eltern haben im Alter leichten
Heuschnupfen bekommen und ich habe bisher keinerlei Allergien.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Viele Grüße.

Expertenantwort von S. Laemmel am 05.05.2014 09:44 Uhr

Liebe Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Schön, dass es Ihrem Sohn besser geht. Sie haben den wichtigsten Punkt zur Allergieprävention erfüllt und die ersten Monate voll gestillt. Sie können den Brei circa ab dem 5.-6. Monat mit Kuhmilch zubereiten. Hier gibt es keine Empfehlung zu einem festen Zeitpunkt. Die HA Nahrung kann dann gegen normale Säuglingsmilch ersetzt werden.


Auch bei Allergie gefährdeten Säuglingen kann die Beikost nach den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung aufgebaut werden. Es gibt sogar nun wissenschaftliche abgesicherte Hinweise, dass eine frühe Gabe bestimmter Lebensmittel im ersten Lebensjahr eher eine positive Auswirkung auf die so genannte Toleranzentwicklung Ihres Kindes hat und dass das Meiden potentieller Allergene sogar eher kontraproduktiv ist. Der Körper soll dabei lernen bestimmte potentielle Allergene zu tolerieren und eben nicht mit einer allergischen Reaktion darauf zu reagieren. Dazu gehören glutenhaltige Produkte (Weizen, Dinkel) genauso wie Kuhmilchprodukte und auch Fisch.


Den geriebenen Apfel können Sie ebenfalls mit einbauen, auch Birne wäre eine Möglichkeit. Weizen und Dinkel können theoretisch ebenfalls in den nächsten Wochen dazu kommen. Allerdings würde ich Ihnen raten erst den Mittagsbrei aufzu bauen. 


Sie können sich beruhigt nach den allgemeinen Empfehlungen des Forschungsinstitutes für Kinderernährung richten. Zusammengefasst finden Sie die aktuellen Empfehlungen zur Allergieprävention unter den Ernährungsseiten von was-wir-essen.de.


Sie können sich gerne von einer Ernährungsfachkraft individuell beraten lassen. Adressen von allergologisch geschulten Ernährungsfachkräften erhalten Sie beim


Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie


beim


Deutschen Allergie- und Asthmabund


und beim


Verband der Ökotrophologen.


Weitere Informationen zur Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der aid-Broschüre Allergierisiko? So können Eltern vorbeugen


Sonja Lämmel, Ernährungswissenschaftlerin




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