Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

was-wir-essen.de

Expertenforum: Obst- und Gemüsegarten    «zurück

Frage von Ella am 22.08.2014 12:21 Uhr

Pfirsichmehltau (Spaerotheca pannosa) und Pfirsichschorf

Sehr geehrtes Expertenteam,

in der Stielgrube und am Stiel von Obst (auch Äpfel, Pflaumen) finde ich immer wieder diese weißen Beläge. Kann das ein Pilzbefall von Pfirsichmehltau sein?
Können diese Früchte noch gegessen werden?
Und wie ist es bei Obst mit vereinzelt auftretendem nicht nur oberflächlichem korkigen braunen Schorf oder Pfirsichschorf?

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Expertenantwort von Joerg Planer am 25.08.2014 12:07 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


der Pfirsichmehltau (Sphaerotheca pannosa persicae) befällt ausschließlich Pfirsich- oder Mandelbäume. Es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Mehltau-Erkrankungen. Um welche Art Mehltau es sich handelt, ist von Frucht zu Frucht im Einzelnen zu prüfen.


In der Regel zählen die Echten Mehltaupilze nicht zu den Mykotoxinbildnern und produzieren demnach auch keine Pilzgifte. Dennoch würde ich aber nicht dazu raten, stark mit Mehltau befallenes Obst zu verzehren. Kleinere Stellen können herausgeschnitten werden.


Für detaillierte Informationen zu diesem Thema, bitte ich Sie, sich an den für Sie zuständigen Pflanzenschutzdienst zu wenden.


Zu den von Ihnen beschriebenen „schorfigen“ Stellen:


Schorfige, hell- bis dunkelbraune Flecken können verschiedene Ursachen haben. Solange das darunter liegende Fruchtfleisch keine Schädigungen aufweist, können Sie die Früchte ohne Bedenken verzehren. Stellen Sie jedoch fest, dass die Früchte unter der Schale weich oder matschig erscheinen und einen unüblichen Geruch aufweisen, ist Vorsicht geboten. Solche Früchte sollten in der Regel nicht mehr verzehrt werden.


Mit freundlichen Grüßen
Jörg Planer, Diplom-Agraringenieur

als hilfreich bewerten 0 Versenden