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Expertenforum: Säuglings- und Kinderernährung (0 - 10 Jahre)    «zurück

Frage von MelodyLE am 15.09.2014 12:24 Uhr

Wieviel sollte Baby 8 Monate essen?

Hallo,

meine Tochter wird in den nächsten 2 Tagen 8 Monate alt.
Bisher habe ich bis auf die Mittagsmahlzeit voll gestillt.
Seit letzten Mittwoch habe ich den Milch Getreide Brei eingeführt.

Das Problem bei meinem Sonnenschein ist,dass sie ihr Sättigungsgefühl noch nicht
steuern kann. Sie merkt nicht,wenn es zu viel ist und dann kommt alles wieder raus.

Um das zu vermeiden,führe ich den Abendbrei langsam ein.
Ich mache Grießbrei,den ich vorerst mit Pre Milch anrühre und etwas Obstmus dazu.
Davon isst sie jetzt 120-130 g.

Ich habe wirklich Angst,dass sie wieder Erbrechen könnte.
Sie ist nun kein propperes Baby,sie wiegt nun bei 74cm, 8.000 g.
Ist dabei sehr aktiv und mobil.

Seit ca. nun 3 Wochen macht sie die Nacht zum Tag und möchte aller 2 Std an die Brust
und gestillt werden. Ich bin jetzt so langsam ziemlich fertig.
Auch weil ich mich frage, ist es Hunger,Gewohnheit,Zähne,Wachstum?

Unser Tagesplan sieht normalerweise so aus: gegen 6 Uhr stillen, zwischen 9 und 10 Uhr
Stilen, 12-12.30 Uhr Mittag (Gemüse/Fleisch/Kartoffel Brei), 15-15.30 Uhr stillen (da nur
eine Seite Brust) und abends nun gegen 18.30-19 Uhr Milch Getreide Brei.
Dann geht sie ins Bett und ich stille dann erst nochmal wenn sie wach wird.
Meist gegen 23 Uhr.

Und nach diesem 23 Uhr stillen zieht es sich die ganze Nacht im 2 Std Rhythmus wo sie
Brust haben möchte,ansonsten endet es im ewigen Geschrei.

Was können Sie mir raten? Bekommt mein Kind evtl zu wenig Kalorien,die sie sich nachts
wieder holt? Ich bin momentan sehr ratlos und freue mich auf Tips und Ratschläge.

Expertenantwort von Claudia Thienel am 19.09.2014 10:07 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Der Speiseplan Ihres Kindes ist vorbildlich. Für Kinder von 7-9 Monaten sind eine Milchmahlzeit (bzw. Stillen nach Bedarf), sowie drei Beikostmahlzeiten vorgesehen, wenn denn schon alle Beikostmahlzeiten eingeführt wurden. Die zahlreichen Milchmahlzeiten nachts sind kalorienmäßig sicher nicht nötig.


Wenn Ihr Kind nachts wach wird, muss das auch nicht unbedingt ein Grund für Hunger oder Durst sein. Vielleicht braucht Ihre Tochter einfach ein bisschen länger, um das Durchschlafen zu lernen, ist evtl. unruhig, bekommt Zähne oder einen Infekt. Versuchen Sie, Ihre Tochter mit anderen Mitteln zu beruhigen als mit der Milch, sprich Kuscheln, etwas Vorsingen etc. Versuchen Sie hier Rituale einzuführen. Oft brauchen Kinder auch einfach die Nähe der Mutter (oder des Vaters und die Mutter ist nicht da) um wieder einschlafen zu können.


Das häufige Stillen in der Nacht führt zudem zu einer Überbelastung des Verdauungstraktes und damit eher zu zusätzlichen Durchschlafproblemen. Zu den Schlafgewohnheiten Ihrer Tochter sollten Sie überprüfen, ob sie tagsüber zu lange schläft. Ich verweise an dieser Stelle auf die Schlaftipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).


Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes bietet Ihnen die folgende aid-Broschüre


Ernährung von Säuglingen


unsere Rubrik „Spezielle Ernährungsinfos“ unter dem Stichwort Säuglinge,


sowie das Netzwerk Junge Familie.


Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere Suchefunktion.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

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