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Expertenforum: Säuglings- und Kinderernährung (0 - 10 Jahre)    «zurück

Frage von Pheebs am 18.09.2014 15:02 Uhr

Lebensmittel Kind 11 Monate

Liebes Expertenteam!

Mein 11 Monate altes Kind verweigert mehr und mehr den Brei, weshalb ich nun langsam
auf normale Kost umsteige. Hierfür habe ich mir auch Kochbücher für Kleinkinder besorgt.
Zu bestimmten Lebensmitteln, die in einigen Rezepten vorkommen, hätte ich nun Fragen:

1. Ab wann können Kinder Mandel- und Sesammus (Tahin) bekommen?

2. Wie sieht es mit Honig aus? Kann man Honig am Ende des 1.Lebensjahres geben?
Meist wird Honig in den Rezepten als Zucker-Alternative z.B. in Kuchen verwendet. Ist das
dann ok, wenn Honig noch erhitzt wird?

3. Ab wann können getrocknete Tomaten aus dem Glas und Oliven gegeben werden
(wegen Salzgehalt)?

4. In sehr vielen Rezepten steckt Ei, z.B. in Pfannkuchen, Tortilla etc.. Wie oft pro Woche
kann ich solche Gerichte geben?

5. Können in diesem Alter schon Nüsse gegeben werden? Natürlich vorausgesetzt, dass
diese zerkleinert und untergemischt werden, z.B. für Brotaufstriche.

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Expertenantwort von Maren Krueger am 18.09.2014 18:11 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Gern beantworte ich Ihnen Ihre Fragen. Zum Ende des ersten Lebensjahres können die Kinder langsam an die ganz normale Familienkost gewöhnt werden. Viele Kinder sind jetzt breimüde und freuen sich, wenn sie an den Familienmahlzeiten teilnehmen können. Sie lieben es mit den Fingern zu essen, z. B. kleine Stücke von Brot, Gemüse, Fleisch oder Kartoffeln und die ersten Versuche mit einem eigenen Löffel zu machen. Wie die Großen brauchen Sie jetzt fünf Mahlzeiten am Tag, drei Haupt- und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten.


Zu Frage 1


Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, aber auch nichts dafür. Mandel- oder anderes Getreidemus wird oft als Fettkomponente empfohlen. Es liefert jedoch nicht so wertvolle Fettsäuren wie z.B. Rapsöl. Geben Sie es Ihrem Kind deshalb nicht regelmäßig.


Zu Frage 2


Honig, so lautet die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung, sollten Kinder während des ersten Lebensjahres vorsichtshalber noch nicht bekommen. Honig kann Erreger des Säuglingsbotulismus enthalten.

Am besten gewöhnen Sie Ihr Kind so spät wie möglich an den süßen Geschmack von Kuchen und anderen Naschereien. Wie Zucker ist Honig ein Süßungsmittel. Auch nach dem ersten Geburtstag lautet deshalb die Empfehlung: Kleine Portionen und nicht jeden Tag. 


Zu Frage 3


Sobald Ihr Kind Interesse an den Lebensmitteln und Speisen zeigt, die die anderen Familienmitglieder essen, lassen Sie es möglichst oft probieren. Sie fördern damit die Entwicklung eines gesunden Essverhaltens. Mit Salz und Gewürzen heißt es allerdings noch etwas Zurückhaltung. Wenn Ihr Kind getrocknete Tomaten oder auch Oliven probieren möchte, geben Sie ihm nur eine kleine Portion. Davon wird es keinen Schaden nehmen.


Zu Frage 4


Gern kann Ihr Kind auch schon mal von eihaltigen Speisen wie Eierpfannkuchen probieren, z. B. einmal pro Woche als Ersatz für eine Fleisch- oder fischhaltige Hauptspeise.


Zu Frage 5


Es spricht nichts gegen die gelegentliche Gabe von gemahlenen Nüssen im ersten Lebensjahr.


Ausführliche Empfehlungen rund um eine gesunde Kinderernährung finden Sie in diesen Broschüren


Ernährung von Säuglingen


Das beste Essen für Kleinkinder


 


Mit freundlichen Grüßen


Maren Krüger
Ernährungswissenschaftlerin

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