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Expertenforum: Säuglings- und Kinderernährung (0 - 10 Jahre)    «zurück

Frage von Bernie am 06.10.2014 23:33 Uhr

Mehr Abendbrei oder zweites Frühstück?

Liebes Experten-Team

der Essensplan meines Sohnes (7,5 Monate) sah bisher folgendermaßen aus:

- 8-9 Uhr: Muttermilch
- 12 Uhr: 200-220g Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
- 15.30 Uhr: Obst-Getreide-Brei aus 100g Obst, 20g Getreideflocken und 4g Rapsöl
- 19.30 Uhr: Milch-Getreide-Brei aus 200ml Milch, 20g Getreideflocken und 20g Obst

Anschließend schlief er von ca. 20.30 Uhr bis zum "Frühstück" zwischen 8 und 9 Uhr
durch.

Seit ca. einer Woche wacht er nun bereits gegen 6 Uhr auf und möchte gestillt werden
(Kuscheln in Mamas Bett hilft gegen die schlechte Laune nicht). Danach schläft er sofort
wieder ein und wacht erst - wie bisher auch - um 8 oder 9 Uhr auf.

Da mir die Zeit bis zum Mittagessen jedoch relativ lang erscheint, frage ich mich, ob ich
meinem Sohn zusätzlich ein zweites Frühstück bzw. einen Vormittagssnack geben soll.
Oder ist es sinnvoller, bei den empfohlenen vier Mahlzeiten zu bleiben und ihm eine
größere Menge Abendbrei zu machen, damit er seine 11-12 Stunden ohne Essenspause
durchschlafen kann?

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er vor zwei Wochen zu krabbeln begonnen hat,
seit letzter Woche zwei Zähnchen bekommt und vor ein paar Tagen seine ersten
Sitzversuche unternommen hat. Kann das etwas mit dem veränderten Ess- und
Schlafverhalten zu tun haben?

Viele Grüße und im Voraus herzlichen Dank für die Antwort!

Expertenantwort von Maren Krueger am 07.10.2014 11:32 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihren Beitrag. Für Kinder  im Alter Ihres  Sohnes werden vier Mahlzeiten am Tag empfohlen, morgens eine Milchmahlzeit (Muttermilch oder eine industrielle Säuglingsmilch), mittags den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, nachmittags den Getreide-Obst-Brei und abends den Vollmilch-Getreidebrei. Sie machen also alles genau richtig. Bieten Sie ihm zu und zwischen den Mahlzeiten immer wieder etwas zu trinken an. Ideale Durstlöscher sind Wasser oder ungesüßter Tee. Dass die Dauer der Schlaf- und Aufwachphasen variiert, ist ganz normal. Gerade in intensiveren Wachstums-/Entwicklungsphasen ist der Schlaf manchmal kürzer bzw. wird häufiger unterbrochen. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, wenn Ihr Kleiner vorübergehend nicht 10 bis 12 Stunden durchschläft. Sie könnten ihn abends nach dem Brei, kurz vor dem Schlafengehen noch einmal stillen. Möglicherweise verlängert das seine Durchschlafphase nachts.


Ein Vormittagssnack bzw. fünf Mahlzeiten am Tag werden erst mit Gewöhnung an die Familienkost, ab dem 10. Lebensmonat empfohlen.
Ausführliche Empfehlungen rund um eine gesunde Säuglingsernährung finden Sie in dieser aid-Broschüre


Ernährung von Säuglingen.


Mit freundlichen Grüßen


Maren Krüger
Ernährungswissenschaftlerin

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