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Expertenforum: Säuglings- und Kinderernährung (0 - 10 Jahre)    «zurück

Frage von MoSaRo am 17.06.2015 09:06 Uhr

Fettschadstoffe in Pre HA-Milch

Ich bin nach dem Testergebnis der aktuellen Öko-Test-Studie (6/2015) nun völlig verunsichert, was die Fütterung von Pre-HA-Milch betrifft. In der Studie wurden in fast allen Anfangsmilchen erhöhte Fettschadstoffe gefunden. Wie kann das sein, wenn Säuglingsmilch angeblich doch so gut überwacht wird? Die Nahrung, die ich derzeit füttere (Beba HA Pre) wurde einerseits mit "Mangelhaft" bei Öko-Test bewertet, schnitt andererseits in der "GINI-Studie" sehr gut ab, was Allergieprävention betrifft. Nun frage ich mich, was und wem ich glauben darf und welche Milch ich meinem Kind bedenkenlos füttern kann.

Expertenantwort von S. Laemmel am 24.06.2015 14:54 Uhr

 


Sehr geehrte Fragestellerin,


ich kann Ihre Unsicherheit gut verstehen.


In einer Stellungnahme der Firma Nestlé zu der Bewertung der HA-Nahrungen aus dem Ökotest Magazin findet Sie folgende Info dazu: … Diese Abwertungen sind nach wissenschaftlichen Kriterien aus unserer Sicht nicht nachzuvollziehen. Unsere Produkte sind sicher und erfüllen die nationalen Vorgaben der Diätverordnung. Der von Öko-Test gemessene Chlorat- und Perchloratwert ist gesundheitlich unbedenklich. Der Chloratwert entspricht der EU-Richtlinie für Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung. Er liegt unter dem Grenzwert von 0,01 mg / kg verzehrfertiger Säuglingsnahrung. Auch der Perchloratwert entspricht den Anforderungen der EU. Die EU fordert einen Wert von 0,02 mg / kg für verzehrfähige Säuglingsnahrung. Auch für 3-MCPD-Fettsäure-Ester können wir das Ergebnis von Öko-Test für Beba HA Pre nicht nachvollziehen. Das Analyseergebnis eines externen, zertifizierten Labors für für das gleiche Produkt liegt deutlich unter dem Ergebnis von Öko-Test".


Bitte bedenken Sie, dass Sie die HA Nahrung als Nahrung zur Allergieprävention nutzen möchten. Hier zählt sicherlich die positive Bewertung in der GINI Studie, zumal wie oben schon beschrieben, die vorgegebenen Grenzwerte der EU in Bezug auf Chlorat- und Perchlorat nicht überschritten werden.


Alles Gute für Sie und Ihre Kind.


Sonja Lämmel, Ernährungswissenschaftlerin

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