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Auf und ab in der Fastenzeit

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Vielleicht lag es daran, dass die Fastenzeit schon längst angefangen hatte. Vielleicht auch daran, dass ich morgens um fünf noch nicht bereit bin für Mutter-Kind-Turnereien. Oder vielleicht...

Vielleicht lag es daran, dass die Fastenzeit schon längst angefangen hatte. Vielleicht auch daran, dass ich morgens um fünf noch nicht bereit bin für Mutter-Kind-Turnereien. Oder vielleicht auch daran, dass der Tag immer so schnell rum ist. Jedenfalls habe ich es nicht geschafft: Dieses Jahr habe ich mein Fasten-(Aktiv-)Vorhaben nicht durchgezogen...

Blick in einen Taschenkalender, in dem einige Tage mit lachenden grünen Smileys, aber auch andere mit traurigen roten markiert sind. Daneben zwei grüne Strichmännchen, die Yoga machen.
Judith Pulg | Fotografie

Dabei hat es mir so gut getan – jedes Mal, wenn ich mich tatsächlich aufgerafft habe. Dann sind aus den zehn Minuten Yoga, die ich mir vorgenommen hatte, schnell mehr geworden. Oder ich habe noch eine Einheit mit der Faszienrolle nachgeschoben. Und die Dehnung des Körpers genossen... Aber selbst, wenn es wirklich nur ein paar Sonnengrüße waren: Mein Körper war in Bewegung, mein Kopf freute sich über die Entspannung und ich ging mit gutem Gefühl in den Tag oder ins Bett.

Leider fällt es mir irgendwie schwer, diesen Momenten einen festen Platz in meinem Alltag einzuräumen. Immer ist irgendwas: Die Kleine hat Hunger, der Große muss vom Kindergarten abgeholt werden, es türmen sich Wäscheberge vor der Waschmaschine oder Teller in der Küche... Und wenn es doch mal ein ruhiges Minütchen gibt, eile ich an den Rechner, um auch im Job nicht den Faden zu verlieren. Meistens nachts, wenn sich der Trubel gelegt hat...

Wenn ich mir selbst etwas Gutes tun möchte, muss ich das schon sehr bewusst tun. Mich dazu zwingen, mal Fünfe gerade sein zu lassen und einfach mal ein Buch zur Hand zu nehmen. Oder eben die Yoga-Matte herauszuholen. Stichwort Achtsamkeit. Dieses Bewusstsein sollte der Fastenvorsatz eigentlich mit sich bringen. Doch so richtig zur Ruhe gekommen bin ich dieses Jahr nicht.

Dennoch: Auch wenn ich mein Soll nicht jeden Tag erfüllt habe, so habe ich es zumindest hin und wieder getan. Öfter als sonst. Und ich weiß: Je öfter ich mich dazu zwinge, desto leichter wird es mir auch fallen.

Deshalb werde ich meinen Vorsatz auch über Ostern hinaus mitnehmen. Vielleicht nicht so konkret. Es muss nicht immer Yoga sein. Ich freue mich auch aufs Klettern, aufs Wandern, aufs Radeln ­– Hauptsache Bewegung und Abschalten. Regelmäßig und nicht erst, wenn der große Berg der Pflichten vollständig abgearbeitet ist. Denn sonst wird es nie was.

Aber das soll es. Weil es gut tut. Nicht nur mir, sondern auch meinem Umfeld.

Wie geht es euch? Nehmt ihr euch Zeit für eure Bedürfnisse? Oder jagt ihr auch dem Leben hinterher? Schreibt mir in den Kommentaren!

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