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Food-Blogs, Youtube-Kanäle & Co.

Soziale Netzwerke haben einen großen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Wie kann die Schule damit umgehen?

Blogger hält Gemüse in die Kamera
Elnur / Adobe Stock

(BZfE) – Soziale Netzwerke haben einen großen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Forscherinnen der Universität Witten/Herdecke haben untersucht, wie Influencer zu gesundheitsrelevanten Themen kommunizieren und Jugendliche in ihrem Verhalten beeinflussen. „Jugendliche kommunizieren mit Influencern über das Internet wie mit besten Freundinnen, sie klagen über ihre Figur, kommentieren umfangreich das Aussehen, die Kleidung, das Essen ihrer Idole, und sie suchen Rat, wie auch sie so perfekt werden können“, erklärt Katharina Pilgrim, die zu dieser Thematik ihre Doktorarbeit verfasst hat. „Dass die dargestellten Fotos aufwändig in Szene gesetzt und umfangreich bearbeitet sind, ist ihnen oft nicht bewusst.“

Es geht natürlich auch um Geld. „Aktuell sehen wir großes Interesse in der Medienwelt, wenn Influencer wegen Schleichwerbung abgemahnt werden. Aber viel wichtiger ist es, Lehrende, Erziehungsberechtigte sowie Entscheiderinnen und Entscheider zu befähigen, Minderjährige angemessen aufzuklären, zu beraten und zu schützen. Dazu gehört auch das Umdenken, die sozialen Medien als eigene Lebenswelt wahrzunehmen. Sie also nicht pauschal zu verdammen, sondern sie zu nutzen, um mit wirklicher Gesundheitsförderung die Jugendlichen zu erreichen“, mahnt Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Betreuerin der Arbeit.*

Kulturwissenschaftler Professor Gunther Hirschfelder erforscht diese Entwicklung ebenfalls. Auch er sieht darin nicht nur Risiken, sondern auch neue Möglichkeiten: „Angebote in Sachen Ernährungsbildung haben nachhaltigere Chancen, wenn pädagogische Fachkräfte verstehen, dass der neueste Food-Haul auf YouTube größeren Einfluss auf das Ernährungsverhalten hat als alle institutionellen Angebote." Pädagogischen Fachkräften empfiehlt er, sich in einem ersten Schritt mit den Kommunikationsplattformen vertraut zu machen, um dann herauszufinden, welche Online-Kanäle genutzt werden. Auf dieser Ebene können Fragestellungen zur Diskussion und Reflexion anregen, wie

  • Welche YouTuber, Instagramer finden die Schüler cool oder lustig und warum?
  • Welche Themen sind spannend?
  • Wie wichtig sind Fotos, Videos, Rezepte, Musik, Aussehen?


*Quelle: Universität Witten/Herdecke (UW/H) vom 07.10.2019

Silke Hoffmann, www.bzfe.de

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