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Gefüllt das Blatt, erfüllt der Abend

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Die in Salzlake konservierten Weinblätter erweisen sich pur als immer noch appetitlich und gefüllt als ausgesprochen köstlich.

Hallo zusammen, ich lebe noch :-) ! Die eingelegten Weinblätter überzeugten glücklicherweise sowohl in Sachen Geschmack als auch in puncto Lebensmittelgesundheit.

Gläser mit in Salzlake eingelegten Weinblättern
Löwenzähnchen

Ich finde es ja sowieso eine tolle Sache, dass sich die Geschmackspalette mit dem Lebensalter immer noch zu erweitern scheint. (Eigentlich nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass mir als Kind sogar Esspapier und Fruchtzwerge geschmeckt haben, brrr...) Aber neben der generellen Erkenntnis, dass Weinblätter wenn überhaupt, dann nur hauchzart und im angenehmen Bereich bitter schmecken, hatte ich auch noch ein wirklich leckeres vegetarisches Rezept zur Hand.

Hier kommen nun beide Rezepte, einmal zum Einlegen und dann zum Einwickeln:

Weinblätter in Salzlake einlegen

  • Nachdem die Angaben im Netz bezüglich der Salzkonzentration der Lake ziemlich auseinandergingen, habe ich einfach mal die Variante drei Esslöffel Salz je Liter Wasser ausprobiert – hat offensichtlich funktioniert :-) . Ich habe auch kein Meersalz verwendet, sondern ein ganz normales Speisesalz.
  • Also: Weinblätter bereits adrett gestapelt in den Topf mit der Salzlake legen. Stapelweise herausnehmen, wenn die Blätter erkennbar die Farbe ändern und weicher werden. Etwas abkühlen lassen, im Stapel zusammenrollen und ab ins sauber ausgespülte Twist-Off-Glas. Mit heißer Lake randvoll füllen und die Blattränder mit einem Löffelstiel so ineinander stopfen, dass kein Zipfelchen unbedeckt bleibt.
  • Man könnte die Blätter auch frisch ins Glas geben, mit der Salzlake übergießen und dann richtig einkochen, aber das habe ich noch nie gemacht und war mir für elf Uhr nachts auch zu umständlich ;-).

Gefüllte Weinblätter mit Bulgurfüllung

  • 100 g Bulgur mit
  • 250 ml kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Dabei mehrmals umrühren, damit er schön locker wird. Derweil
  • 1 EL Butter in einer Pfanne zerlassen, darin
  • 1 kleine fein gewürfelte Zwiebel und
  • je 2 EL Rosinen, gehackte getrocknete Aprikosen und Sonnenblumenkerne andünsten.
  • 1 TL Kreuzkümmel (Cumin) und
  • 1 TL Baharat, Fünfgewürzpulver oder eine ähnliche Gewürzmischung (definitiv gut passen Zimt, Nelke und Pfeffer) darüber streuen und kurz mitdünsten.
  • Alles mit dem Bulgur vermischen und mit Salz abschmecken.

    In einem Topf
  • 400 g kleingehackte frische Tomaten oder Pizzatomaten mit
  • 150 ml Gemüsebrühe aufkochen, 10 Minuten köcheln lassen und mit
  • Oregano
  • Salz und Pfeffer würzen. In der Zwischenzeit
  • Die abgetropften Weinblätter jeweils mit etwas Bulgurmischung füllen und zu Röllchen wickeln.
  • 20-30 Minuten in der Tomatensauce köcheln lassen und servieren.

Die Röllchen waren riesig lecker, sie hatten nur einen Fehler: es waren zu wenige. 25 Stück sind wirklich nix, da in die kleinen Blättchen relativ wenig Masse passt und man entsprechend viele verdrücken kann.

Zwei Dinge habe ich mir daher für die Zukunft vorgenommen: 1. Mehr Weinblätter-Rezepte ausprobieren. 2. Testen, ob der Genuss sehr leidet, wenn ich das ganze als eine Art Lasagne zelebriere. Das ginge deutlich schneller als das etwas fuzzelige Gerolle - viel Masse pro Zeit ist einfach alltagstauglicher ;-).

Ach ja, ich war sehr gespannt gewesen, was den Unterschied zwischen relativ frisch getriebenen Blättchen und größeren älteren Blättern betrifft. Mein Fazit: Kein nennenswerter Unterschied, auch die größten Exemplare waren es absolut wert, verspachtelt zu werden.

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