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Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammen denken

Das Unterrichtsmaterial „Für Gemüseforscher und Obstdetektive“ zeigt, wie eng die Gesundheit des Menschen mit der Umwelt verbunden ist. Zur Begleitung des EU-Schulprogramms geeignet. 

die Weltkugel liegt auf einem Teller
alexlmx / stock.adobe.com

(BZfE) – „Wie viel Gemüse und Obst esse ich?“ „Woher „kommt unser Gemüse und Obst?“ So heißen zwei Module aus dem Unterrichtsmaterial für die Grundschule „Für Gemüseforscher und Obstdetektive“. Die beiden Fragen verdeutlichen, wie eng die Gesundheit des Menschen mit der Umwelt verbunden ist. Genau darin liegt das Potenzial der 31 Unterrichtsmodule. Sie bieten die Möglichkeit, Themen zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung aus dem Lernbereich „Natur und Leben“ mit Fragen zum umweltgerechten Essen zu verbinden.

Mehr Gemüse und Obst essen – das ist heute wichtiger denn je, um die Gesundheit des Menschen und der Erde gleichermaßen zu schützen. Gemüse und Obst sind die Hauptbestandteile des „Speiseplans der Zukunft“, einem Konzept, das die EAT-Lancet-Kommission 2019 vorgestellt hat. Danach müssten unsere Teller zur Hälfte mit Gemüse und Obst gefüllt sein, damit die Klimabelastung verträglich ist, unser Planet Erde gesund bleibt, und es für alle genug zu essen gibt. 

Von der gewünschten Gemüse- und Obstmenge sind unsere Schulkinder weit entfernt. Daher hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Rahmenbedingungen für die Umsetzung des EU-Schulprogramms für Gemüse, Obst und Milch geschaffen. Fast alle Bundesländer nehmen daran teil. Ergänzend zur Umsetzung des EU-Schulprogramms hat das Bundeszentrum für Ernährung spannende handlungsorientierte Ideen für kleine Gemüseforscher und Obstdetektive entwickelt. Das Unterrichtsmaterial gliedert sich in drei Blöcke: Die ersten 12 Module fokussieren die gesundheitlichen Aspekte und die bunte Vielfalt. Es folgen neun Module, in denen die Kinder Gemüse und Obst aus der Perspektive von Umwelt-, Klimaschutz und Nachhaltigkeit schätzen lernen. Weitere acht Module wecken über naturwissenschaftliche Experimente die Neugier der Kinder auf Gemüse und Obst. Dazu gibt es noch zwei Einheiten zu Rezepten und zur Selbsteinschätzung.

Gemäß des Kultusminister-Konferenz (KMK)-Beschlusses von 2015 ist es Aufgabe des Sachunterrichts, die verschiedenen Perspektiven zu vernetzen. So lässt sich beispielsweise das Gemüse- und Obsttagebuch (Modul 10) mit dem Saisonkalender (Module 14, 17) verbinden oder einer Erkundung des aktuellen regionalen Angebots (Module 13, 14). Ferner helfen die Erkenntnisse aus den Wachstumsexperimenten (Module 25 bis 27) den Treibhauseffekt besser zu verstehen. Selbst die Fahrradprüfung im vierten Schuljahr bietet Gelegenheit, über klimafreundliches Einkaufen per Rad oder zu Fuß zu sprechen.

Das Ziel des vielperspektivisch angelegten Unterrichtsmaterials ist es, dass Kinder mehr Gemüse und Obst essen, auch Unperfektes schätzen und keine Lebensmittel verschwenden. Jedes Modul ist fertig ausgearbeitet und flexibel im Unterricht oder im Ganztag einsetzbar. Durch geschickte Verknüpfung werden die Kinder die komplexen Zusammenhänge zwischen ihrem Essen und dem Klima besser verstehen.

Dr. Ingrid Brüggemann, www.bzfe.de

Unterrichtsmaterial „Für Gemüseforscher und Obstdetektive – Module zur Ernährungsbildung in der Grundschule“, 31 Module mit Hinweisen für Lehrende, 33 veränderbare Kopiervorlagen, Bestell-Nr. 3388, Preis: 10,00 Euro
www.ble-medienservice.de

Zum Weiterlesen:      

bzfe.de/ernaehrungsempfehlungen-fuer-mensch-und-erde

bzfe.de/was-sich-aendern-muss-auf-tellern-aeckern-und-in-muelltonnen

bzfe.de/planetary-health-diet

bzfe.de/eu-schulobst-und-gemueseprogramm

 

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