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Ich esse. Du isst. WIR essen

Mit dem Schulstart kommen viele Kinder neu zusammen. Einige sind vielleicht erst seit kurzem in Deutschland. Gemeinsam über Essen sprechen ist ein guter Startpunkt, um sich kennenzulernen.

ABC-Kekse
Africa Studio / Fotolia.com

(BZfE) – Mit dem Schulstart kommen viele Kinder neu zusammen. Einige sind vielleicht erst seit kurzem in Deutschland, andere schon länger. Eines haben alle gemeinsam: sie essen! Gemeinsam über Essen sprechen ist ein guter Startpunkt, um sich über kulinarische Vorlieben und Erfahrungen kennenzulernen. Gleichzeitig eignen sich Themen rund ums Essen und Trinken gut, um die Sprache zu fördern: Fast alle Kinder frühstücken, haben Lust, sich in der Küche selbst etwas zuzubereiten und interessieren sich dafür, wo unsere Lebensmittel herkommen. Das schafft beim Klassenfrühstück oder im Unterricht vielfältige Anlässe zum Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben.

Wie wäre es zum Beispiel mit dem Merkspiel „Ich packe meinen Picknickkorb und nehme mit∩“? Es ist eine Übertragung des Kofferpack-Spiels in die Ernährungsbildung. Jedes Kind packt ein Teil ein und wiederholt alle bisher genannten Teile. Das gibt jede Menge Gelegenheit zum Hören und Sprechen. Die Sprachen der Kinder können Sie einbeziehen, indem Sie das jeweilige Lebensmittel in der Erstsprache benennen lassen oder mit mehrsprachig beschriftetem Bildmaterial arbeiten. Damit aktivieren Sie das Vorwissen mehrsprachiger Kinder und helfen ihnen, den neuen Wortschatz daran anzuknüpfen. Und die ganze Klasse lernt Essen in anderen Sprachen kennen.

Weitere Praxisbeispiele aus der Ernährungsbildung gibt es in „Ich esse. Du isst. WIR essen“, dem Leitfaden zur inklusiven Sprachförderung in der Grundschule. Er zeigt wie es im Schulalltag gelingt, den Spracherwerb zu unterstützen und gleichzeitig die Mehrsprachigkeit wertzuschätzen. Dazu liefert das Heft Impulse, wie mit Materialien des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) für Grundschulen ein inklusiver und sprachbildender Unterricht gestaltet werden kann. Neben praktischen Tipps zur Kommunikation und Didaktik vermittelt der Leitfaden auch Grundkenntnisse der Migrationspädagogik. Assoziations- und Reflektionsübungen helfen, sich die eigene Haltung zu Migration bewusst zu machen.

Andrea Fenner, Edinburgh |

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