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Kinderessen im Urlaub

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Im Urlaub ticken die Uhren anders. Man hat mehr Zeit, kann alles langsamer angehen und vieles gelassener sehen. So zumindest die Theorie. Es gibt aber Themen, die ich als Mama und Ernährungs

Im Urlaub ticken die Uhren anders. Man hat mehr Zeit, kann alles langsamer angehen und vieles gelassener sehen. So zumindest die Theorie. Es gibt aber Themen, die ich als Mama und Ernährungswissenschaftlerin auch mit in den Urlaub nehme. Zum Beispiel die Gedanken über die gesunde Ernährung meiner Kinder. Im Schwimmbach locken die Pommes, in der historischen Altstadt quengeln die Kinder mit einem Eis in der Hand weniger und abends im Restaurant gibt‘s sowieso Schnitzel mit Pommes. Das hat meine Kollegin Judith schon in ihrem Artikel Kinderteller: Warum gibt‘s da nix Gesundes? beschrieben.

Burger mit Süßkartoffel-Pommes und Mayonnaise
Julia Icking, Bonn

Ich schwanke zwischen „Ach, alles halb so wild, es ist ja nicht ständig Urlaub“ und „Wann essen die Kinder mal wieder was Gesundes?“. Die lässige Hälfte kann entspannt auf der Terrasse des Restaurants schlemmen und den Kindern beim Verdrücken ihrer täglichen Pizza-Ration zuschauen. Die andere Hälfte hat so ihre eigenen Strategien.

Obst und Gemüse wann immer es passt

Damit meine Kinder den Geschmack von Obst und Gemüse im Urlaub nicht völlig vergessen, biete ich es so oft wie möglich an. Beim Frühstück steht neben dem Glas mit der Schokocreme eine Schale Erdbeeren, Mirabellen oder Melonenstücke. Für den Strand, das Schwimmbad oder das Wandern packe ich Gurken, Möhren und Äpfel ein. Die überstehen das Schütteln und Rütteln und die Wärme in der Tasche ohne Probleme und wir bringen selten wieder etwas mit nach Hause. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass auch ich im Urlaub die gesunden Sachen nicht vergesse. Wenn es dann am Urlaubsort andere Obst- oder Gemüsesorten gibt, als zu Hause, finde ich das doppelt gut.

Wenn ich selber koche, gibt es schnelle Sachen wie Nudeln mit Sauce oder auch mal Milchreis. Dazu gibt es dann Salat oder Gemüsesticks. Nicht besonders spannend, aber wenig Arbeit und einigermaßen gesund. So kann ich die Pizza-Pommes-Eis-Überdosis an den anderes Urlaubstagen gelassen sehen.

Am Buffet

Wer all-inklusive Urlaub macht, kann ähnlich vorgehen. Wahrscheinlich holen sich die meisten Kinder am Frühstücksbuffet Brötchen und Schokocreme und beim Mittagessen Würstchen und Pommes. Da hilft auch kein Diskutieren. Wenn wir Erwachsenen dann aber frisches Obst, Gemüse oder Salat mit an den Tisch bringen, greifen die Kinder hier vielleicht auch zu. Und wenn das alles nichts hilft, kann man sich immer noch auf die „Ach, alles halb so wild“-Hälfte berufen. Die nehme ich grundsätzlich mit in Kurzurlaube: Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Kinder neulich drei Tage lang Burger gegessen haben.

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