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Kinderlebensmittel

Spezielle Lebensmittel für die Kleinsten tragen meist nicht zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

Ein Mädchen und ein Junge liegen im Herbslaub und halten sich je zwei Äpfel vor die Augen
Sunny studio / Fotolia.com

(BZfE) – Rosa Senf, Zuckerwatte im Mini-Eimer und bunte Kinderdesserts aus dem Kühlregal – spezielle Lebensmittel für die Kleinsten tragen meist nicht zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Häufig Fall sind sie teuer und überflüssig, haben aktuelle Untersuchungen von der Verbraucherzentrale Brandenburg und Stiftung Warentest bestätigt.

Im Supermarkt gibt es viele Produkte, die durch ihre Aufmachung in erster Linie Kinder ansprechen. Häufig ist die Verpackung mit bunten Bildern und Figuren geschmückt. Allerdings zeigt der Blick auf das Etikett, dass Inhaltsstoffe und Nährwerte meist nicht kindgerecht sind.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat verschiedene Lebensmittel für Kinder unter die Lupe genommen. Darunter war auch ein rosa eingefärbter Kindersenf, der den Zusatzstoff Azorubin (E 122) enthält. Dieser Farbstoff kann Allergien auslösen und die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinflussen. Der Warnhinweis auf der Verpackung wird leicht übersehen, befürchten die Verbraucherschützer. Manche Geschäfte haben auch „Kindermilch“ auf der Basis von Magermilch und pflanzlichen Ölen im Sortiment. Das Produkt ist mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Da ist normale Kuhmilch als wertvolles Lebensmittel auch für Kleinkinder die bessere Wahl.

In einer Untersuchung von Stiftung Warentest standen 25 Kinderdesserts aus dem Kühlregal auf dem Prüfstand – darunter Frischkäsezubereitungen, Joghurts und Puddings. Vor allem Produkte mit einem Topping wie Schokolinsen oder Kekse enthalten häufig viel Zucker, Fett und Kalorien. Aber Kinderdesserts sind nicht in jedem Fall Dickmacher. Manche Hersteller verwenden inzwischen etwas gesündere Rezepturen als noch vor zwanzig Jahren, erklären die Lebensmitteltester. Häufig werden die Fertigdesserts jedoch geschmacklich mit natürlichen oder künstlichen Aromen aufgepeppt.

„Kinder brauchen keine besonderen Lebensmittel“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler am Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). „Auch wenn die Werbung anderes verspricht, sind mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Produkte nicht notwendig.“ Eine ausgewogene Familienkost versorgt die Kleinen mit allen Nährstoffen, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. „Ganz verbieten müssen Eltern ihren Kindern die bunten Naschereien aber natürlich nicht. Hin und wieder darf es auch ein Joghurt mit der geliebten Zeichentrickfigur sein, wenn alles in Maßen und als Süßigkeit genascht wird“, ergänzt Seitz.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/inhalt/wenn-kinder-kein-gemuese-moegen-30462.html

www.bzfe.de/inhalt/suesser-geschmack-von-lebensmitteln-36218.html

Heft „Das beste Essen für Kinder – Empfehlungen für die Ernährung von Kindern“
www.ble-medienservice.de/1447/das-beste-essen-fuer-kinder-empfehlungen-fuer-die-ernaehrung-von-kindern?number=1447

Unterrichtsmaterial „So macht Essen Spaß - Entdeckerheft für Grundschulkinder“
www.ble-medienservice.de/1318/so-macht-essen-spass-entdeckerheft-fuer-grundschulkinder?number=1318

 

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