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Kitas sind Orte der gelebten Ernährungsbildung

Julia Klöckner hat am Tag der Kitaverpflegung auf die Bedeutung einer ausgewogenen Verpflegung in Kindertageseinrichtungen aufmerksam gemacht.

Vier Kinder mit Gemüse
Rawpixel.com / Adobe Stock

(BZfE) – Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, hat am Tag der Kitaverpflegung am 21. Mai 2019 in der kommunalen Kindertagesstätte Himmelfeld in Montabaur auf die Bedeutung einer ausgewogenen Verpflegung in Kindertageseinrichtungen aufmerksam gemacht. „Eine ausgewogene Ernährung gerade unserer Kleinsten ist der Schlüssel für ein gesundes Leben. Denn Übergewicht wird häufig ein Leben lang mit sich getragen, von Kindesbeinen an. Die aktuellen Zahlen geben daher Anlass zur Besorgnis: In Deutschland sind über 15 Prozent der drei bis 17-Jährigen übergewichtig – etwa ein Drittel davon sogar fettleibig. Das begünstigt Herz-Kreislauferkrankungen oder auch Diabetes." 

Umso wichtiger sei es, Ernährungskompetenz so früh wie möglich zu vermitteln. Ernährungsbildung bereits in der Kita und Grundschule sei entscheidend. Genauso, wie eine ausgewogene Verpflegung in diesen Einrichtungen. Denn immer mehr Kinder essen regelmäßig in diesen Einrichtungen. Klöckner setzt sich für eine flächendeckende Anwendung des Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein. Diesen Standard erklären und verbreiten die Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung. Sie unterstützen ganz praktisch dabei, ein gutes Essen für Kinder möglich und attraktiv zu machen. Die finanzielle Förderung der Vernetzungsstellen durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft für die Jahre 2019 und 2020 wird auf zwei Millionen Euro jährlich verdoppelt. 

Eine ausgewogene Kinderernährung ist zentrales Anliegen von Bundesministerin Klöckner. „Anders als Erwachsene können Kinder – vor allem kleine Kinder – noch nicht selbst einschätzen, was für sie gesund und ausgewogen ist. Sie sind daher besonders schutzbedürftig – dafür trägt auch der Staat Verantwortung", so die Ministerin. In der Pressemitteilung des BMEL heißt es weiter: Julia Klöckner wird deshalb den Zusatz von Zucker in Tee für Säuglinge und Kleinkinder verbieten. Auch bei Beikost wie Getreidebreien setzt sie sich auf EU-Ebene dafür ein, dass so wenig Zucker wie möglich zugesetzt werden darf. Außerdem hat die Ministerin im Februar dieses Jahres das Institut für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe eröffnet, das ein präventives Ernährungskonzept für Kinder und Jugendliche erarbeitet. Erstmals wird hier unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen erforscht, welche Ernährung Kinder wirklich brauchen und wie man sie dafür begeistert. Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt im Bereich der Forschung zu Kinderernährung – in Deutschland und Europa.

www.bzfe.de

Hintergrundinformation:

Mit dem bundesweiten Tag der Schulverpflegung am 21. Mai wurde erstmals bundesweit auf die Bedeutung der Verpflegung in Kindertageseinrichtungen aufmerksam gemacht und für eine weitere Verbreitung der DGE-Qualitätsstandards geworben. Das hat eine hohe Relevanz, denn im März 2019 wurden knapp 2,8 Millionen Kinder von null bis sechs Jahren deutschlandweit in Kindertageseinrichtungen betreut, die Tendenz ist weiter steigend. Ebenfalls ansteigend ist die Anzahl der Mahlzeiten, die von den Kindern in den Einrichtungen täglich eingenommen werden. Damit diese möglich gesund und ausgewogen ausfallen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den DGE-Qualitätsstandard entwickeln lassen, der nunmehr in zwölf Bundesländern von so genannten Vernetzungsstellen Schulverpflegung verbreitet wird.

Weitere Informationen:

www.nqz.de

http://www.bzfe.de/inhalt/kita-tagespflege-1332.html

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