Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Mulchen mit Heu

/

Eine Mulchschicht hat handfeste praktische Vorteile – und wenn sie aus Heu besteht, kann ich sie sogar unter ästhetischen Gesichtspunkten akzeptieren...

Die Vorteile des Mulchens sind mir ja bekannt: Es reduziert die Verdunstung und aufkeimendes Unkraut und die Erde spritzt und verschlämmt nicht, wenn es mal einen kräftigen Guss gibt – oder wenn jemand, zum Beispiel mein Göttergatte, beschließt, dass die Brause zu wenig hergibt und die Pflänzchen eine ordentliche Druckbetankung verdient haben...

Tatsächlich getestet hatte ich bislang lediglich Kraftpapier als Alternative zu Mulchfolie. Aus optischen Gründen kann ich mich zumindest im Sommer, wenn wir viel im Garten sind, aber nach wie vor nicht dazu durchringen, die Beete mit braunem Papier abzudecken.

Dafür habe ich nun eine andere Variante ausprobiert und meine Tomaten, Gurken und Paprika im Gewächshaus mit Heu gemulcht.

Eine mit Heu gemulchte Tomatenpflanze wird per Gießkanne mit Brauseaufsatz gegossen.
CrispyMedia / stock.adobe.com

Das hatte ich schon länger im Hinterkopf, konkret wurde es aber, als die Pflanzenlieferung einer meiner Lieblingsgärtnereien eintraf (einige besondere Staudensorten). Als Puffermaterial beim Transport verwendet die Gärtnerei genialerweise Heu, und das habe ich doch direkt mal weiterverwendet und in etwa vier Zentimeter dicken Lagen zwischen den Pflanzen verteilt. Alles aufkeimende Unkraut habe ich vorher entfernt.

Was soll ich sagen: Es funktioniert einfach super!!

  • Auch wenn die Temperaturen in die Höhe schießen, bleibt die Erde unter dem Heu wirklich auffällig lange feucht.
  • Von Unkraut ist wochenlang nichts zu sehen, und wenn doch die ersten Sämlinge durchspitzen, ist das Jäten im feuchten Boden ein Kinderspiel, da sich die Heuschicht gut anheben lässt.
  • Obendrein bricht das Heu die Kraft plötzlich hereinbrechender Wassermassen. Das ist empirisch belegt: Bei Hitze ist unser Plantschbecken im Dauereinsatz und wenn es alle zwei Tage ans Ausleeren geht, verteilen die Kinder das Wasser eimerweise zwischen den Pflanzen – mit viel Spaß und entsprechend viel Schwung.
  • Uuund, für mich eben nicht unwichtig, die Heuabdeckung sieht ansprechend aus.

Jetzt bin ich schon am Überlegen, wo ich günstig größere Mengen Heu herbekomme – vielleicht im Landhandel oder von einer Bekannten, die einen Reiterhof betreibt.

Alternativ will ich demnächst mal unseren eigenen Rasenschnitt antrocken lassen, und damit mulchen. Das wird vom Handling beim Jäten vermutlich etwas weniger gut funktionieren, weil die Halme einfach deutlich kürzer sind, aber einen Versuch ist es wert.

Zurück zum was-wir-essen-Blog

Den RSS-Feed zum was-wir-essen-Blog abonnieren

als hilfreich bewerten 0 Versenden VG Wort