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Skrei – Das Gold der Lofoten

Der arktische Winterkabeljau Skrei ist nur für kurze Zeit erhältlich und in Norwegen besonders geschätzt. 

landschaftsbild lofoten
pixabay

(BZfE) – Wer jetzt in der Fischauslage oder in Werbeanzeigen auf Skrei aufmerksam wird, muss nicht an seinen Fisch-Kenntnissen zweifeln. Es ist keine neue Fischart, sondern eigentlich ein alter Bekannter – Kabeljau (Gadus morhua). Allerdings ein besonderer Kabeljau: Es handelt sich um eine arktische Population. Bereits ab Dezember tritt der geschlechtsreife Kabeljau, im Alter von fünf bis sieben Jahren, seine lange Reise von der eisigen Barentssee gen Süden an. Die etwas wärmeren Regionen vor der nordnorwegischen Küste – insbesondere den Lofoten – sind seine Laichplätze. Im Januar beginnt die Fangsaison, Februar bis April gilt für „das Gold der Lofoten“ als Spitzensaison. Nach dem Laichen, das hauptsächlich im März stattfindet, tritt der Skrei im April wieder seine Rückreise in Richtung Barentssee an. Damit endet auch am 30. April die Skrei-Saison.

Skrei (von norwegisch skrida = wandern) ist eine geschützte Marke und nur zertifizierte Betriebe in Norwegen dürfen Skrei verarbeiten und mit dem Qualitätssiegel versehen. Alle Beteiligte an der Lieferkette müssen sich an strenge Richtlinien halten. Die Fangmengen und Fangmethoden sind reglementiert und werden stetig kontrolliert. Die Bestände gelten als nachhaltig bewirtschaftet.

Begründet durch seine lange Reise, ist der arktische Winterkabeljau sehr mager und hat ein festes Muskelfleisch, das besonders gut schmeckt. Er kann nach allen gängigen Rezepten zubereitet werden. In Nordnorwegen liebt man besonders das traditionelle Eintopfgericht Mølje. Hierbei wird alles vom Skrei verwertet, nichts kommt weg. Auch das unterstreicht die Wertschätzung für diesen „Wanderer“.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Heft „Fisch und Fischerzeugnisse“
Bestell-Nr. 1001, 4,00 Euro
www.ble-medienservice.de

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