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Von früh bis spät

Je nach Kartoffelsorte variieren die Erntezeitpunkte. Unterschieden wird zwischen sehr frühen, frühen, mittelfrühen und mittelspäten bis späten Sorten.

Zwei Hände, die Kartoffeln ernten.
mjaud / Fotolia.com

(BZfE/BLE) – Im Wirtschaftsjahr 2015/16 aßen die Deutschen laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) rund 57 Kilogramm Kartoffeln pro Person, davon rund 34 Kilogramm in verarbeiteter Form. Allerdings schlagen Nudeln die Kartoffeln mittlerweile in ihrer Beliebtheit: 38 Prozent der Deutschen nennen laut Ernährungsreport des Bundesernährungsministeriums Spaghetti, Nudeln und Pasta ihr Lieblingsessen.

Wer Kartoffeln im eigenen Garten anbaut, sollte einige Dinge beachten: Je nach Kartoffelsorte variieren die Erntezeitpunkte. Unterschieden wird zwischen sehr frühen, frühen, mittelfrühen und mittelspäten bis späten Sorten.

Die Ernte lagerfähiger Sorten beginnt im September, frühe Sorten sind nicht lagerfähig. Kartoffeln dürfen erst geerntet werden, wenn sie ganz ausgereift sind. Dieser Zeitpunkt ist zwei Wochen nach Absterben des Kartoffelkrauts erreicht. Solange das Kraut (Stängel und Blätter) grün ist, wachsen die Knollen noch und lagern Stärke ein.

Bevor die Kartoffeln geerntet werden, wird das Kraut entfernt. Wenn Stängel und Blätter mit Pflanzenkrankheiten befallen sind, ist es besser, das Kraut in der Biotonne zu entsorgen, da auf dem Kompost meist eher niedrige Temperaturen herrschen und die Krankheitserreger nicht ausreichend abgetötet werden.

Gelagert werden die Knollen am besten bei vier bis sechs Grad in einem gut belüfteten, trockenen Raum und vor Lichteinfall geschützt.

Kartoffeln sind kalorienarm

Kartoffeln haben ihr falsches Image als Dickmacher längst abgelegt. Im Gegenteil: Sie sind sogar kalorienarm, denn sie enthalten rund 80 Prozent Wasser. Kartoffeln liefern laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zudem hochwertiges Eiweiß und größere Mengen an Kalium. An Vitaminen sind vor allem B-Vitamine und Folsäure zu nennen.

Rötliche und blaue Kartoffelsorten enthalten zusätzlich als Farbstoffe auch Flavonoide und Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe können den Menschen beispielsweise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zellschädigungen schützen. Insgesamt ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Kartoffeln ausgewogen, sodass sie in der Speiseplanung ihren festen Platz haben sollten.

www.bzfe.de / www.ble.de

Weitere Informationen:

Statistiken zu Kartoffeln stellt das BZL unter www.bmel-statistik.de bereit. Informationen zu Kartoffeln in der Ernährung sind beim BZfE zu finden unter

https://www.bzfe.de/inhalt/kartoffeln-gesund-essen-5901.html

Heft „Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse“, Bestell-Nr. 1003, Preis: 2,50 Euro
www.ble-medienservice.de

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