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Was haben Radieschen mit Nachhaltigkeit zu tun?

Experimente bieten ideale Lernerfahrungen.

Ein Kind riecht an Radieschen
BLE

(BZfE) – Wie wächst ein Radieschen? Was brauchen Samen zum Wachsen? Diese oder ähnliche Fragen bearbeiten fast alle Grundschulkinder im Sachunterricht und machen dazu Experimente. Sie gehören auch zu den 31 Modulen des Unterrichtsmaterials mit dem Titel „Für Gemüseforscher und Obstdetektive“, die das Bundeszentrum für Ernährung herausgibt. Der Mehrwert dieser Modulsammlung: Sie bietet die gesundheitliche und naturwissenschaftliche Perspektive und verbindet beide mit Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz. Dies geschieht explizit in den acht Modulen mit dem Schwerpunkt „Umweltbewusst und nachhaltig handeln“. In den übrigen Modulen verbirgt sich die Umweltbildung im praktischen Tun. Die Kinder entdecken und kosten verschiedenes Gemüse und Obst mit allen Sinnen, gehen wertschätzend damit um und vermeiden unnötige Abfälle.

Experimente bieten per se ideale Lernbedingungen: Sie machen neugierig, wecken den Forscherdrang der Kinder und fordern zum Nachdenken und Fragenstellen auf. Wie wächst aus einem kleinen, unscheinbaren Samen ein rundes Radieschen oder ein kräftiges Pflänzchen? Die Kinder beobachten genau, wie lange es dauert, überprüfen ihre Vermutungen, stellen Zusammenhänge her und entdecken den entscheidenden Einfluss von Temperatur, Licht, Luft und Wasser auf das Wachstum. 

Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich im Unterricht gezielt nutzen, um mit den Kindern Verbindungen zwischen Lebensmitteln, Natur, Umwelt und dem eigenen Essverhalten herzustellen. So kann das Samen-Experiment „Was brauchen Samen zum Wachsen?“ (Modul 26) zu Fragen überleiten, wie: Warum sieht man im Frühjahr häufig Folien auf den Feldern? Was bedeutet der Anbau von Gemüse und Obst in beheizten Gewächshäusern für Mensch und Natur? Der Radieschen-Versuch (Modul 27) lässt sich mit dem Saisonkalender (Modul 27) verknüpfen oder mit einer Erkundung im Supermarkt (Modul 13) oder einem Besuch eines Erzeugerbetriebes in der Nähe (Modul 14). Dabei können die Kinder mehr über die saisonale und regionale Vielfalt erfahren und über Lebensmittelverluste. Den Erzeuger können sie fragen, welche Folgen Sturm, Hagel und Trockenheit infolge des Klimawandels auf seine Ernte haben. Spannend ist auch der Detektivauftrag zu den Transportkilometern durch importiertes Gemüse und Obst (Modul 19).

Jedes Modul kann zu einer gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Ernährung beitragen. Denn der „Speiseplan der Zukunft“ setzt auf viel Gemüse und Obst, damit trotz wachsender Bevölkerung alle Menschen gesund essen können und unser Planet gesund bleibt. Die 31 Module sind flexibel einsetzbar und enthalten fertig ausgearbeitete, differenzierbare Arbeitsblätter. Die Themen passen zum EU-Schulprogramm, in die Lernfelder des Sachunterrichts und können auch den Ganztag bereichern.

Dr. Ingrid Brüggemann, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Unterrichtsmaterial „Für Gemüseforscher und Obstdetektive – Module zur Ernährungsbildung in der Grundschule“,
31 Module mit Hinweisen für Lehrende, 33 veränderbare Kopiervorlagen,
Bestell-Nr. 3388, Preis: 10,00 Euro, www.ble-medienservice.de

www.ble-medienservice.de/3388/fuer-gemueseforscher-und-obstdetektive-module-zur-ernaehrungsbildung-in-der-grundschule?number=3388

Zum Weiterlesen:

www.bzfe.de/inhalt/ernaehrungsempfehlungen-fuer-mensch-und-erde-34728.html

www.bzfe.de/inhalt/was-sich-aendern-muss-auf-tellern-aeckern-und-in-muelltonnen-34729.html

 

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