Was einmal auf dem Teller liegt, wird auch gegessen, ganz gleich wie groß die Portion ist und der vorherige Appetit waren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Cornell Universität, USA. So entscheidet nicht das Sättigungsgefühl darüber, wann wir aufhören zu essen, sondern das Auge, das den leeren Teller sieht und damit „Ende der Nahrungsaufnahme“ signalisiert.
Im Zeitalter von „Mega-Portionen“ und „XXL-Menüs“ und der Zunahme des Übergewichts können weder das eigene Augenmaß noch die von der Lebensmittelindustrie vorgegebenen Portionsmengen als objektive Kriterien für die Portionsgrößen gelten. Auch exakte Mengenangaben in Gramm für Portionen haben sich im Alltag nicht bewährt.
Deshalb verwendet die Ernährungspyramide die eigene Hand als einfache Messhilfe. Das große Plus: Die Hand ist immer dabei, wenn es ums Essen geht. Sie ist individuell, wächst mit und berücksichtigt somit den je nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Bedarf eines Menschen. Kleine Kinder, die weniger Nahrung brauchen, haben kleinere Hände, größere Kinder die größeren Hände und den größeren Appetit. Ebenso haben Frauen kleinere Hände als Männer, sie essen auch die kleineren Portionen. Eine Portion entspricht dabei einer Hand voll (in einigen Ausnahmen auch zwei Händen voll). Außerdem sind alltägliche Mengenangaben wie ein Glas und eine Scheibe geeignet.
Portionsgröße - gemessen mit der eigenen Hand




