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Wie schmeckt Wasser?

Wer ausreichend trinkt, kommt leichter fit und konzentriert durch den Tag. Wasser ist dabei die erste Wahl. Doch wie kann Schule den Kindern das Wassertrinken schmackhaft machen?

Mädchen schaut mit einem Wasserglas in die Kamera
cherryandbees / AdobeStock

Ein leicht zugängliches und kostenfreies Wasserangebot in der Mensa, im Klassenzimmer, in der Schule gekoppelt mit Geschmacksübungen im Unterricht sind erfolgversprechende Wege. Denn Wasser ist der beste Durstlöscher – auch in der Schule: Es ist fast überall in bester Qualität verfügbar, preiswert, obendrein klimafreundlich und alles andere als geschmacklos. Jedes Wasser schmeckt anders.

Der Wassertest

Mit dem SinnExperiment „Der Wassertest“ aus dem Material „Schmecken lernen – Der Feinschmeckerkurs für 4- bis 7-jährige“ lernen Vorschulkinder und Erstklässler das Lebensmittel Wasser schmecken, schätzen und als naheliegendes Getränk kennen. Ein Waschbecken mit Leitungswasser gibt es in fast jedem Klassenzimmer.

Alles was für die Übung benötigt wird, sind ein Krug mit Leitungswasser, eine Flasche Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, eine Flasche Mineralwasser mit viel Kohlensäure und eine entsprechende Anzahl Becher. Nun dürfen die Kinder probieren und zwar mithilfe dieser Fragen: Wie sieht das Wasser aus? Wie fühlt es sich an? Welche Geräusche macht es beim Trinken und wenn ich den Becher an mein Ohr halte? Wie schmeckt es mir? Die Kinder werden überrascht sein, wie unterschiedlich Wasser schmecken kann. Das Beschreiben der Sinneseindrücke auf einem Laufzettel oder im anschließenden Stuhlkreis ist dabei nicht immer einfach, aber wichtig. Denn nur so wird uns bewusst: Wir alle haben einen eigenen Geschmack. Daher dürfen die Schülerinnen und Schüler die Frage „Wie schmeckt es mir?“ auch ganz individuell beantworten. Als Unterstützung helfen Beschreibungskarten mit passenden Adjektiven, die auf dem Probiertisch oder im anschließenden Gespräch ausgelegt werden können.

Perfekt ist die Begeisterung dann, wenn die Kinder ihr persönliches Lieblingswasser zum Abschluss mit einer vorbereiteten Zitronenscheibe oder etwas Fruchtsaft „verzaubern“ dürfen.

Clevere Durstlöscher

Was macht eigentlich einen cleveren Durstlöscher aus? Warum sind es nicht die Limonaden und beliebten süßen Erfrischungsgetränke? In der Unterrichtseinheit „Clevere Durstlöscher“ beobachten die Kinder ihre Trinkgewohnheiten, spüren dem Durstgefühl nach und erkennen, warum Trinken für ihren Körper so wichtig ist. Dann probieren sie verschiedene Wässer mit allen Sinnen oder mischen ihre Lieblingsschorle aus wenig Saft und viel Wasser. Danach reflektieren sie, wie sie in ihrer Schule und auch im Unterricht das Wassertrinken einfacher machen können.

Damit setzen die Kinder um, was die Wissenschaft im Rahmen ihrer verhältnispräventiven Maßnahmen zur Reduktion des Konsums und der gesundheitlichen Folgen von Süßgetränken fordert. Mittlerweile ist Leitungswasser in vielen Schulen zum Schulgetränk avanciert, das Kinder und Lehrende gern und reichlich trinken. So kann Schule dazu beitragen, dass Kinder weniger Zucker über Süßgetränke konsumieren – entsprechend den Zielen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker Fette und Salz in Fertigprodukten.

Das Unterrichtsmaterial vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gibt es zum kostenfreien Download mit fünf veränderbaren Arbeitsblättern. Damit können Lehrende unkompliziert und einfach ein bis zwei handlungsorientierte Unterrichtsstunden gestalten. Diese passen auch ideal als Ergänzung zum Unterrichtskonzept „Der Ernährungsführerschein“. Denn jede Praxisstunde endet mit dem gemeinsamen Essen, zu dem selbstverständlich ein cleverer Durstlöscher gehört.

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Didaktik und Methodik

Die Methode "SinnExperimente"

Neugier wecken – genießen lernen

Mädchen riecht an roter Paprika
Arnout van Son, BLE

Gesundheitsförderlich, klimafreundlich und vielseitig essen! Das gelingt am besten, wenn wir die Lebensmittelvielfalt kennen und schätzen. Voraussetzung dafür ist ein feiner Geschmackssinn.

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