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Allergenkennzeichnung

Kekse
Viele Lebensmittel enthalten Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Das kann man nicht immer sehen.
Ruta / stock.adobe.com
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Manche Menschen bekommen eine allergische Reaktion, wenn sie bestimmte Lebensmittel essen. Darum muss immer deutlich sein, welche Stoffe in einem Lebensmittel sind. Dafür gibt es die Allergen-Kennzeichnung für verpackte und unverpackte Waren.

In diesem Artikel lesen Sie, welche 14 Allergene immer angezeigt werden. Wir zeigen, wie ein Lebensmittel-Etikett mit Informationen über Allergene aussieht. Und Sie erfahren, wie man Allergene bei unverpackten Lebensmitteln erkennt.

Allergene

Ein Allergen ist ein Stoff, der bei manchen Menschen eine Allergie auslösen kann. Dazu gehören zum Beispiel Erdnüsse, Fisch oder Eier.

Die meisten Menschen sind nicht empfindlich für Allergene. Menschen mit einer Lebensmittel-Allergie müssen aber gut aufpassen, was sie essen oder trinken. Wer zum Beispiel eine Erdnuss-Allergie hat, sollte keine Erdnüsse essen. Und auch keine Lebensmittel, in denen Erdnüsse verarbeitet sind, wie Soßen oder Kekse. Darum steht auf jedem Lebensmittel, welche Allergene darin stecken.

Welche Allergene werden immer gemeldet?

Die meisten Lebensmittel-Allergien werden durch 14 Allergene ausgelöst. Wenn ein Lebensmittel eins dieser Allergene enthält, muss der Hersteller das deutlich auf der Verpackung zeigen.

Die 14 wichtigsten Allergene

  1. Getreide mit Gluten
    zum Beispiel Weizen, Roggen und Hafer

  2. Krebstiere
    zum Beispiel Garnelen, Krabben und Hummer

  3. Eier

  4. Fisch

  5. Erdnüsse

  6. Soja

  7. Milch, einschließlich Laktose

  8. Nüsse (Schalenfrüchte)
    zum Beispiel Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse

  9. Sellerie

  10. Senf

  11. Sesamsamen

  12. Schwefeldioxid und Sulfite

  13. Süßlupinen (eine Hülsenfrucht)

  14. Weichtiere
    zum Beispiel Schnecken, Muscheln und Tintenfisch

Wie erkennt man Allergene bei verpackten Lebensmitteln?

Wenn ein verpacktes Lebensmittel diese Allergene enthält, steht das auf dem Etikett. Meistens stehen die Allergene in der Liste mit Zutaten. Die Allergene müssen deutlich sichtbar sein, darum werden sie oft groß geschrieben, fett gedruckt oder unterstrichen.

Müsli
Die Zutatenliste auf einer Müslipackung. Die Allergene sind fett geschrieben. So kann man sie leicht erkennen.

 

Manche verpackten Lebensmittel haben keine Zutatenliste. Dann werden die Allergene einzeln auf dem Etikett genannt. Zum Beispiel bei einer Flasche Wein: Auf dem Etikett steht ‚enthält Schwefel’.

Viele Lebensmittel enthalten Zutaten, die schon vorher verarbeitet wurden. In den Bestandteilen dieser Zutaten können Allergene sein. Auch das muss auf dem Etikett stehen. Zum Beispiel bei Chips: Sie enthalten oft Pflanzenöl aus Erdnüssen. Oder bei einer Gewürzmischung mit Sellerie. Oder bei Schokolade mit Lecithin. Dieser Stoff kann aus Ei oder aus Soja gemacht sein.

Manche Zutaten enthalten zwar Allergene, doch die sind durch die Verarbeitung ungefährlich geworden. Zum Beispiel, wenn sie stark gereinigt wurden. Wenn ein Lebensmittel keine Allergie auslösen kann, müssen die Allergene in den Zutaten auch nicht auf der Verpackung stehen.

Wie erkennt man Allergene bei unverpackten Lebensmitteln?

Unverpackte Lebensmittel findet man an vielen Stellen. Zum Beispiel im Restaurant, beim Bäcker oder Metzger, in der Betriebskantine oder im Krankenhaus. Und natürlich auf dem Wochenmarkt. Auch bei unverpackten Lebensmitteln muss sofort klar sein, ob sie Allergene enthalten.

Informationen über Allergene findet man zum Beispiel:

  • auf einem Schild in der Nähe des Lebensmittels

  • auf der Speisekarte oder Getränkekarte (manchmal in kleinen Buchstaben unten auf der Seite)

  • auf einem Aushang an der Kasse

  • an einer anderen Stelle, die man leicht finden kann (zum Beispiel an der Waage im Supermarkt oder auf der Webseite des Verkäufers)

Bäckerin
Eine Bäckerin informiert ihre Kunden, welche Produkte Allergene enthalten.

 

Manchmal werden Kunden auch mündlich über Allergene informiert. Das ist aber nur erlaubt, wenn

  • die Mitarbeiter gut über Allergene informiert sind. Sie müssen alles über die Zutaten in Lebensmitteln wissen,

  • die Informationen über Allergene auch schriftlich vorliegen,

  • man die schriftlichen Informationen über Allergene einfach bekommen kann,

  • ein Schild oder ein anderer Hinweis deutlich zeigt, dass die Mitarbeiter Auskunft über Allergene geben können. 

Wie ist die Auskunft über Allergene im Gesetz festgelegt?

In der ganzen Europäischen Union (EU) müssen die Hersteller von Lebensmitteln melden, ob ihre Produkte Allergene enthalten. Das ist in einer Verordnung festgelegt, der sogenannten europäischen Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV).

Bei verpackten Lebensmitteln müssen die Allergen-Informationen auf dem Etikett stehen. Das gilt für die ganze EU.

Bei unverpackten Lebensmitteln darf jedes Land selbst entscheiden, wie Allergen-Informationen gezeigt werden. In Deutschland stehen die Regeln dafür in einer Verordnung. Hier steht auch, welche Strafe ein Hersteller bekommt, der nicht über Allergene informiert.

Mehr wissen?

Wie kann man Allergien vorbeugen?Hier geht’s zum Check für werdende Eltern

Erdnüsse als Allergene in LebensmittelnHier geht’s zum PDF mit Informationen über Erdnuss-Allergie

 

Autorin: Barbara Mounier, Klar & Deutlich – Agentur für Einfache Sprache

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