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Die Corona-Pandemie hat das Einkaufs- und Essverhalten der Deutschen deutlich beeinflusst. Ein ökologisch verträglicher Ernährungsstil wird für viele Menschen immer wichtiger.

Frau vor Supermarktregal mit Gemüse
littlewolf1989 / stock.adobe.com

Seit dem Jahr 2002 untersucht das Öko-Barometer im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), wie sich die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen bei Bio-Lebensmitteln verändern. Ein Schwerpunkt der Befragung im vergangenen Jahr war die Corona-Pandemie. Wie sich zeigte, sind für viele Verbraucherinnen und Verbraucher Nachhaltigkeitsaspekte und ein ökologisch verträglicher Ernährungsstil wichtiger als früher. So möchten 21 Prozent in Zukunft bewusster und gezielter einkaufen, 20 Prozent auf mehr frische, regionale Lebensmittel achten und elf Prozent mehr Bio-Fleisch kaufen. Unter den wünschenswerten Veränderungen sind auch „bessere Einkaufsplanung“, „mehr selber kochen, backen und anbauen“, „mehr Wertschätzung, weniger Lebensmittelverschwendung“ sowie „gesündere Lebensmittel, auf gesunde Ernährung achten.“ Vor allem die 30- bis 39-Jährigen hoffen, dass diese Veränderungen dauerhaft Bestand haben.

Bei den Einkaufshäufigkeiten von Bio-Lebensmitteln zeigt das aktuelle Öko-Barometer einen leichten Knick im Vergleich zum Vorjahr: 2019 lag die Anzahl derjenigen, die häufig oder ausschließlich zu Bio-Produkten greifen, bei 49 Prozent, 2020 bei 37 Prozent. Einen Grund für das außergewöhnlich hohe Niveau im Jahr 2019 vermuten die Marktforscher in der zunehmenden Popularität von Umweltbewegungen wie „Fridays for Future“ und einem höheren allgemeinen Umweltbewusstsein. Möglicherweise sind diese Aspekte in der Corona-Pandemie wieder leicht in den Hintergrund getreten. Im Vergleich zu Zahlen aus früheren Befragungen ist jedoch langfristig eine Nachfragesteigerung nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln zu beobachten: Im Jahr 2018 lag der Anteil der Intensivkäufer bei 28 Prozent, 2017 bei 22 Prozent.

Melanie Kirk-Mechtel, Fachautorin, Bonn

Weitere Informationen: Öko-Barometer 2020 (BMEL)

Den Originalartikel finden Sie in Ernährung im Fokus 01 2021

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