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Hab ich genug Milch? Wird mein Baby an der Brust satt? Viele Mütter bewegt diese Sorge dazu, mit dem Stillen früher als gewollt aufzuhören. Die gute Nachricht: Die Milch reicht in der Regel.

Frau stillt Säugling im Bett
Tomsickova / Adobestock.com

Mutter und Baby sind beim Stillen ein Team, das sich immer besser aufeinander einspielt. In den ersten Tagen nach der Geburt läuft die Milchbildung erst einmal an. Auch mit der geringeren Menge an Milch wird das Baby gut und ausreichend versorgt. Richtiges Anlegen ist wichtig, damit das Kind an die verfügbare Milch kommt. Mit jedem Stillen wird die Milchbildung angeregt.

Stillen nach Bedarf des Kindes

Menge und Zusammensetzung der Muttermilch sind auf den Bedarf des Babys genau abgestimmt und passen sich während einer Stillmahlzeit und über die gesamte Stillzeit immer wieder an. Voraussetzung dafür ist, dass sensibel auf die Hungersignale des Babys reagiert und nach Bedarf gestillt wird. Das Kind kann etwa durch Unruhe, Strampeln oder Such- und Schmatzbewegungen zeigen, dass es gestillt werden möchte. Oder auch durch eine angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste oder Saugen am Finger. Schreien ist bereits ein spätes Hungersignal.

Wie oft und wie lange ein Baby trinkt, ist ganz verschieden. Verlangt ein Baby z. B sehr häufig die Brust oder trinkt es besonders kurz oder lange, lässt sich daraus kein „Milch-Mangel“ ableiten. Bei Wachstumsschüben braucht das Baby mehr Nahrung. Dann ist es besonders wichtig, das Kind häufiger anzulegen, damit die Milchbildung über die Stillhormone angepasst wird.

 

Maria Flothkötter

"Wenn ein Baby lebhaft und zufrieden ist, rund sechs bis acht nasse Windeln in 24 Stunden hat und damit generell gut wächst und gedeiht, dann bekommt es genug Muttermilch", erklärt Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben, einer Initiative des Nationalen Aktionsplans IN FORM im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Gesund ins Leben

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Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen  - Kurzversion der Handlungsempfehlungen 2016

BLE-Medienservice

Heft Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen - Kurzversion der Handlungsempfehlungen 2016

Das Heft gibt einen Überblick über die aktualisierten Handlungsempfehlungen für das erste Lebensjahr und ihre Grundlagen. Sie sind ergänzt durch Hinweise auf Veränderungen, die im Rahmen der Aktualisierung 2016 erfolgten. mehr...

Stillende
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Stillförderung geht alle an

Wie kann Deutschland stillfreundlich werden? Frauen und ihr soziales Umfeld müssen auf allen Ebenen der Gesellschaft stillfreundliche Bedingungen vorfinden. Den Weg dahin weisen neue Empfehlungen zur Stillförderung in Deutschland aus dem Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly. Sie wurden am 5. Juni 2019 auf der Fachkonferenz "Wie stillfreundlich ist Deutschland?" vorgestellt.

weitere Informationen

Icon Baby & Essen
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Digital + interaktiv

Eltern-App: Baby & Essen Die App fürs 1. Lebensjahr

Mit der kostenlosen App „Baby & Essen“ haben Eltern einen ausführlichen Essens-Fahrplan für das 1. Lebensjahr griffbereit. Für die stillende Mutter gibt es Ernährungstipps und Väter können sich im „Papa-Modus“ Männer-Fakten holen. Mit dem Update von 2018 gibt es jetzt zusätzlich eine Tagebuch-Funktion. Entwickelt hat die App das Netzwerk Gesund ins Leben. Sie ist wissenschaftlich fundiert, ohne Werbung und fit für den Familienalltag.

App Baby & Essen

Fortbildung

Fortbildung für Fachkräfte Ernährung von Säuglingen

Wer junge Familien begleitet, muss häufig Fragen zur Ernährung des Nachwuchses beantworten. Mit der eintägigen Fortbildung "Ernährung von Säuglingen" vom Netzwerk Gesund ins Leben können sich Fachkräfte auf den aktuellen Stand bringen. Einige Berufsgruppen aus dem Umfeld junger Familien können sich ihre Teilnahme bezuschussen lassen und Fortbildungspunkte erhalten.

Infos zur Fortbildung www.gesund-ins-leben.de

Logo Netzwerk Gesund ins Leben
BLE

Gut zu wissen

Netzwerk Gesund ins Leben

Von der Schwangerschaft bis zum Kleinkindalter
Das Netzwerk Gesund ins Leben vereint die führenden Institutionen, Fachgesellschaften und Verbände zur praxisnahen Unterstützung junger Familien. Im Mittelpunkt stehen einheitliche, verständliche und leicht umsetzbare Empfehlungen zur Ernährung, Bewegung und Allergievorbeugung. Neben Elterninfos gibt es Materialien und Fortbildungen für Multiplikatoren.

www.gesund-ins-leben.de

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Was Verbraucher zur Ernährung von Säuglingen wissen wollen

Säugling wird gefüttert
nuzza11 / Fotolia.com

Ist es möglich, einen Säugling von 7-11 Monate vegetarisch zu ernähren? Lässt sich durch Hafer, Hirse und Co. der Eisenbedarf decken oder muss ich Fleisch geben? Wie oft sollte das dann in der Woche sein?

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Diplom–Oecotrophologin

 

Frage von gs (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Eine vegetarische Ernährung ist für Kinder grundsätzlich möglich, wenn sie vielseitig und nährstoffreich ist. Besonders wichtig ist die Versorgung mit dem Mineralstoff Eisen. Alternativ zum Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei bekommt der Säugling dann einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei. Darin wird das fehlende Eisen aus dem Fleisch durch die Zugabe von eisenreichem Vollkorngetreide, am besten Haferflocken, in Kombination mit Vitamin-C-reichem Obst (Saft oder Obstmus) ersetzt. Der vegetarische Brei sollte auf keinen Fall Milch enthalten, da sie die Eisenverfügbarkeit vermindert. Für einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei können 30 Gramm Fleisch durch zehn Gramm Vollkornhaferflocken ersetzt werden. Zusätzlich benötigt der Brei noch etwa zwei bis drei Esslöffel Wasser, da die Konsistenz durch die Haferflocken sonst zu fest wird. Die restlichen Zutaten entsprechen denen des fleischhaltigen Breis: 100 Gramm geputztes Gemüse, 50 Gramm geschälte Kartoffeln, 3 ½ Esslöffel Saft oder Obstpüree und einen Esslöffel Rapsöl. Wenn Ihr Kind regelmäßig Hafer und Hirse in Form von Breien, später auch Müsli, Brot oder Getreidespeisen isst, bekommt es pflanzliches Eisen. Zudem sollten mehrmals in der Woche Hülsenfrüchte, Beerenobst und viel grünes Blattgemüse wie Spinat und ab dem ersten Lebensjahr auch Salate auf dem Speiseplan stehen.

Für Ihr Kind ist in der extremen Wachstumsphase im ersten Lebensjahr und auch danach eine ausreichende Versorgung mit biologisch hochwertigem Eiweiß besonders wichtig. Behalten Sie daher die Eiweißversorgung Ihres Kindes im Auge und lassen das allgemeine Gedeihen regelmäßig von Kinderarzt oder Kinderärztin begutachten. Tierisches Eiweiß hat die höchste biologische Wertigkeit, kann also besonders gut vom Körper in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden. Die geringere biologische Wertigkeit von pflanzlichem Eiweiß kann durch Kombination bestimmter pflanzlicher Lebensmittel miteinander oder pflanzlicher Lebensmittel mit Milch oder Ei verbessert werden. Beispiele, wenn das Kind mehr und mehr bei Familienmahlzeiten mit isst, sind hier Kartoffeln mit Ei, Getreide mit Ei (Vollkornpfannkuchen, Getreidebratlinge, Ei mit Mais), Getreide mit Milch bzw. Milchprodukten (z. B. Müsli mit Joghurt, Vollkornbrot mit Käse, Milchreis, Nudelauflauf mit Käse) oder die (rein pflanzlichen) Mischungen aus Getreide mit Hülsenfrüchten (Bohnen-Mais-Eintopf, Linsengemüse mit Reis oder Linsensuppe mit Vollkornbrot). Auch Kartoffeln mit Quark, Kartoffelauflauf, Kartoffeln mit Spiegelei, Reibekuchen, Kartoffeln mit Erbsengemüse sind günstig.

Vitamin B12 kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor und wird nur von Bakterien, Pilzen und einigen Algen gebildet. Neben Fleisch und Fleischwaren stellen Milch und Milchprodukte eine gute Quelle für Vitamin B12 dar. Wenn Ihr Kind regelmäßig Milch und Ei bekommt, brauchen Sie sich über einen Vitamin B12-Mangel keine Gedanken zu machen.

Viele Tipps und praktische Informationen zur Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der Broschüre

Ernährung von Säuglingen

sowie beim Netzwerk Gesund ins Leben. Als praktischer Begleiter fürs erste Lebensjahr gibt es die kostenlose App Baby & Essen.

Mein Sohn ist jetzt bald 10 Monate. Wenn wir morgens am Frühstückstisch sitzen, greift er immer wieder nach den Brötchen im Korb. Darf er schon Brot essen?

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

 

 

Frage von SM (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Mit zehn Monaten können Sie Ihren Sohn allmählich an die normale Familienkost gewöhnen. Die meisten Kinder haben ihre ersten Zähne, die etwas zum Kauen haben wollen. Ihr Sohn kann daher ohne Bedenken morgens und abends eine Brotmahlzeit essen. Bestreichen Sie Brot oder Brötchen, möglichst oft aus Vollkorn, dünn mit Butter, Margarine oder Frischkäse und schneiden Sie es in mundgerechte Stücke, sodass Ihr Kind es ganz allein essen kann. Oder geben Sie ihm ein nicht zu weiches Brötchen, das er mit den Fingern zerreißen, abbeißen oder lutschen kann. Auch Knäckebrot lieben fast alle Kinder! Bieten Sie zum Brot Gurkenstücke oder Obst an. Dazu trinken kann Ihr Sohn morgens und abends einen Becher Milch (150 ml).

Die übrigen Mahlzeiten brauchen Sie jetzt nicht mehr zu pürieren. Die Kinder vertragen durchaus schon Stückiges. Kleine gegarte Fleischbällchen, Kartoffel- oder Möhrenstückchen, Kohlrabistifte, Brokkoli- oder Blumenkohlröschen, grüne Bohnen, feine grüne Erbsen, weiches, zerkleinertes Obst ohne Schale kann Ihr Kind zum Teil auch schon selbständig mit den Fingern oder vom Löffel essen.

Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der Broschüre

Ernährung von Säuglingen

sowie beim Netzwerk Gesund ins Leben. Beachten Sie auch die App Baby & Essen des Netzwerks Gesund ins Leben.

Meine Tochter Nora (6 Monate) weigert sich nach ein paar Löffeln Mittagsbrei mehr zu essen, weint und dreht den Kopf weg. Oft muss ich sie mit Spielzeug und Geschichten erzählen ablenken, damit sie überhaupt was isst.

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Diplom–Oecotrophologin

 

 

Frage von Mama183 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Diese Situation ist sicher nicht einfach für Sie und Nora. Aber ich kann Sie beruhigen, das ist nichts Ungewöhnliches. Gerade bei der Umstellung auf Breimahlzeiten oder feste Kost treten diese Situationen häufig auf. Man nennt dies auch eine leichte Fütterstörung. Sie gehen in der Regel von selbst wieder weg.

Wichtig ist nun, dass Sie Ruhe bewahren. Hier einige Tipps dazu:

  • Falls Sie in der Nacht stillen oder die Flasche geben, reduzieren Sie die Milchmahlzeiten in der Nacht.
  • Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern, sondern versuchen Sie ein Gefühl dafür zu bekommen, wann der richtige Zeitpunkt für das Baby ist neue Konsistenzen und Geschmäcker kennen zu lernen.
  • Es gibt zwar Mengenvorschläge auf Verpackungen und Gläschen, doch diese sind keine Vorgaben. Orientieren Sie sich besser daran, was Ihre Tochter essen kann und will. Lernen Sie Signale zu verstehen, zum Beispiel erst Füttern, wenn das Kind den Mund öffnet und sie anschaut.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Tochter hungrig und nicht zu müde ist, wenn Sie den Brei geben.
  • Generell sollten Sie zu Beginn des Zufütterns nur kleinere Mengen insgesamt und auch nur kleine Mengen auf dem Löffel anbieten.
  • Vielleicht hilft es Ihrer Tochter, wenn Sie selbst aktiv beim Essen sein kann. Geben Sie also Ihrem Kind schon mal den Löffel in die Hand, damit es die Lebensmittel durch riechen, probieren, anfassen und matschen erleben kann.
  • Beenden Sie die Mahlzeit freundlich und schnell, wenn Ihr Kind nicht mehr essen will.
  • Haben Sie möglichst viel Spaß zusammen mit Ihrem Kind am Essenstisch.
  • Trennen Sie klar Spiel- und Esszeiten. Spielzeug sollte nicht im Essbereich liegen.

Viele Tipps und praktische Informationen zur Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der Broschüre

Ernährung von Säuglingensowie beim Netzwerk Gesund ins Leben, z. B. hier über Hunger- und Sättigung bei Babys. Als praktischen Begleiter fürs erste Lebensjahr gibt es zudem die kostenlose App Baby & Essen.

Muss bei der selbst hergestellten Säuglingskost zwingend auf Demeter-Bio-Produkte zurückgegriffen werden oder können auch Lebensmittel mit EU-Biosiegel oder frische Zutaten ohne Siegel für die selbst hergestellte bedenkenlos genutzt werden?

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

 

 

Frage von Suse (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Wenn Sie den Babybrei selbst herstellen, muss das nicht zwingend mit Bio-Lebensmitteln sein und auch nicht mit Demeter-Bio-Produkten sein. Sowohl herkömmlich erzeugte als auch biologisch angebaute Produkte sind für die Zubereitung von Säuglingsbrei geeignet. Alle Produkte müssen den bei uns geltenden lebensmittelrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Biologische Lebensmittel müssen speziell nach den Vorschriften der EG-Öko-Verordnung produziert worden sein. Verbände, wie Demeter oder Bioland, orientieren sich bei einigen Aspekten an noch strengeren Auflagen.

Hinsichtlich des Nährstoffgehaltes gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen ökologischen und konventionell erzeugten Lebensmitteln. Dennoch haben Bioprodukte einige Vorteile:

  • Sie sind unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien (z. B. Energieeinsatz, Ausstoß von Treibgasen, Erosionsneigung der Böden, Artenvielfalt) umweltverträglicher.

  • Sie sind deutlich weniger mit Rückständen belastet, weil chemisch-synthetische Pestizide gar nicht und Düngemittel sowie Tierarzneimittel in geringerem Umfang angewendet werden.

  • Sie enthalten oft mehr gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe.

  • Teilweise geschmackliche Vorteile: Bio-Möhren haben vielfach ein breiteres Aroma als konventionelle.

  • Häufig wird eine größere Sortenvielfalt angeboten.

Darüber hinaus betonen viele Anhänger der Biolebensmittel den leckeren Geschmack der Produkte.

Ernährungsberatung

Wo finde ich einen Ernährungsberater?

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zum Artikel "Ernährungsberatung vor Ort"