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Expertenforum: Lebensmittel-Unverträglichkeiten    «zurück

Frage von Zimmer

Was muss ich bezüglich der Ernährung bei einer Pollenalergie beachten?

Liebes aid-Team,


ich habe eine Pollealergie mit starkem Husten. Was muss ich bei der Ernährung beachten? Kann ich vorbeugend etwas tun?


 

Expertenantwort von S. Laemmel am 23.03.2013 12:50 Uhr


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


In erster Linie sind bei Ihnen, wie Sie ja schreiben, die Pollen relevant und ich würde Ihnen raten sich über die Behandlung einer Pollenallergie ausführlich beraten zu lassen. Diese Beratung können Sie beim Deutschen Allergie-und Asthmabund in Anspruch nehmen.


Mehr als 50 % der Pollenallergiker reagieren auch auf Lebensmittel allergisch. Was dahinter steckt, ist keine neue Allergie, sondern die Folge auf eine bereits vorhandene (Pollen-) Allergie. Der Hintergrund, warum der Körper auf einmal auf komplett unterschiedliche Auslöser allergisch reagiert, sind gleiche oder ähnliche Proteinbausteine der Auslöser. Der Körper reagiert in dem Moment der Kreuzallergie zum Beispiel auf das Allergen der Birkenpolle und des Apfels.


Die typischen Symptome, die dabei entstehen können sind Kribbeln und Juckreiz im Mundbereich und das Anschwellen der Schleimhäute im Mund und Rachenraum.


Zusätzlich, allerdings viel seltener, können auch Magen-Darm-Probleme, Juckreiz an der Haut oder asthmatische Beschwerden auftreten. Dieses Phänomen tritt oft erst nach ein paar Jahren auf, speziell wenn die Pollenallergie auch Heuschnupfen genannt, nicht behandelt wird.


Es ist nicht notwendig im Voraus oder präventiv spezielle Lebensmittel weg zu lassen.


Bei einem begründeten Verdacht (positiver Allergietest und Symptome nach dem Verzehr) muss über eine so genannte Suchkost, in Zusammenarbeit mit einer Ernährungsfachkraft herausgefunden werden, welche Kreuzallergien relevant sind.


Grundsätzlich sind gekochte Obst- und Gemüsesorten besser verträglich als rohe Sorten. Allergenarm sind zum Beispiel Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Salate, Beerenfrüchte, Melone, Zitrusfrüchte.


Ihr individuelles Verträglichkeitsspektrum müssen Sie im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung herausfinden.

Folgende Kreuzreaktionen sind zum Beispiel bei Baumpollenallergien (Birke/Erle/Hasel) möglich:

Obstsorten: Apfel (roh) , Kirsche (roh), Kiwi, Pflaume (roh), Zwetschge (roh),
Nüsse: Haselnuss
Gemüsesorten: Knollensellerie (roh), Karotte (roh), rohe Kartoffel (beim schälen), Tomate


Für die individuelle Beratung bietet sich eine Ernährungsfachkraft an, die mit Ihrem Arzt zusammenarbeitet. Diese Beratung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Adressen von kompetenten Beratern erhalten Sie beim Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie, beim DAAB oder auf unserer Seite "Ernährungberatung vor Ort".

Ausführliche Informationen finden Sie auch auf den Ernährungsseiten zum Thema Allergien.

Alles Gute für Sie.


Sonja Lämmel, Ernährungswissenschaftlerin

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