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Expertenforum: Ernährung in der Schwangerschaft    «zurück

Frage von kätzchenn am 30.10.2013 01:06 Uhr

zu viel acrylamid aufgenommen

liebes expertenteam,

ich bin in der 14ssw und habe bis jetzt 1 Packung
waffel 250g und fast 1 packung butterkekse 100g
täglich gegessen. ich wußte das kekse acrylamid
enthalten aber leider waffeln nicht.erst heute erfahr
ich dass das waffel auch acrylamid enthält. was mache
ich nun. habe ich jetzt zu viel acrylamid
aufgenommem? wird dadurch mein kind geschadet? ich
habe auch 5 mal die woche bratkartoffeln gehabt. dann
aufbackbrötchen, die wiederum auch acrylamid
enthält.ich habe somit die täglichen
Durchschnittswerts sehr sehr viel überschritten. ich
mach mir jetzt große sorgen. bitte helfen sie mir
weiter?

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 30.10.2013 15:16 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


Ihre Sorgen sind unnötig, aber es wäre tatsächlich gut, wenn Sie in Zukunft vorsorglich darauf achten würden, weniger Acrylamid aufzunehmen.


In Bezug auf Ihr ungeborenes Baby brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. In einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung heißt es in diesem Zusammenhang: „Die vom Menschen über die Nahrung aufgenommenen Mengen an Acrylamid sind so niedrig, dass sie nach wissenschaftlicher Einschätzung weder die Entwicklung der Neugeborenen beeinträchtigen noch das Risiko für Fehlgeburten erhöhen.“


Dennoch wäre es sinnvoll, wenn Sie sich in Zukunft bewusster ernähren. Mit einer Packung Keksen und einer Packung Waffeln am Tag haben Sie nicht nur eine relativ hohe Aufnahme an Acrylamid, sondern auch an Zucker. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung gilt eine Portion Süßes am Tag als eine angemessene Menge. Eine Portion entspricht etwa einer Handvoll Kekse oder 1-2 Schokoriegeln.


Weiterhin wäre es sinnvoll, mehr Abwechslung auf Ihren Speiseplan zu bringen. Anstelle von 5 Mal Bratkartoffeln pro Woche können Sie Kartoffeln in anderer Form (z.B. Pellkartoffeln oder Kartoffelpüree) oder andere Beilagen wie Nudeln oder Reis essen. Je mehr Abwechslung Sie in Ihren Speiseplan bringen, umso besser beugen Sie einer einseitigen Schadstoffbelastung (z. B. durch Acrylamid) vor. Eine gute Orientierung für eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung bietet die


aid-Ernährungspyramide.


Weitere Informationen zu Acrylamid und wie Sie die Aufnahme verringern können, finden Sie in unserer Rubrik Verbraucherschutz


Wie entsteht Acrylamid und wie lässt sich die Aufnahme reduzieren?


sowie im Flyer


Acrylamid: 10 Fragen, 10 Antworten


Weitere Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ finden Sie in unserer Rubrik Ernährungsinfos für


Schwangere


und in der aid-Broschüre


Das beste Essen in der Schwangerschaft


Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere


Suchefunktion


Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Oecotrophologin/Ernährungsberaterin VDOE


 


 

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