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Expertenforum: Ernährung in der Schwangerschaft    «zurück

Frage von Lara1975 am 04.11.2013 00:30 Uhr

Mineralöl in Pappkartons

Liebes was-wir-essen-Team,

ich würde mir gerne ab und zu eine Pizza bestellen.
Allerdings beschäftigt die Frage, wie gefährlich
eventuelle Mineralölrückstände in Pizzakartons für
mein ungeborenes Kind (8.SSW) ist.
Dies betrifft ja im Grunde genommen alle Lebensmittel,
die in Pappkartons verpackt sind.

Vielen herzlichen Dank.
Lara

Expertenantwort von Christof Meinhold am 07.11.2013 20:12 Uhr

Sehr geehrte Fragenstellerin!

Zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass Sie länger als üblich auf eine Antwort warten mussten.

Grundsätzlich sollen Verpackungsmaterialien für Lebensmittel so hergestellt werden, dass sie unter normalen Umständen keine Bestandteile an die Lebensmittel abgeben, die der Gesundheit schaden könnten. Das scheint bei Verpackungsmaterialien aus Altpapier nicht immer der Fall zu sein. Die Forscher untersuchen gerade, in welchem Ausmaß verpackte Lebensmittel mit Mineralölen belastet sind und was man dagegen tun kann. Auch das Gesundheitsrisiko, das sich aus dem Übergang von Substanzen aus Verpackungen aus Altpapier möglicherweise ergibt, lässt sich zurzeit noch nicht abschließend bewerten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht davon aus, dass besonders bei Lebensmitteln mit einer großen Oberfläche wie z.B. Mehl, Gries, Reis, Semmelbrösel oder Frühstückscerealien ein Übergang der Mineralöle aus der Verpackung auf das Lebensmittel zu erwarten ist. Pizza gehört demnach nicht zu den Lebensmitteln mit einem hohen Risiko. Außerdem spielt auch die Verweildauer in der Verpackung eine Rolle. Da die Pizza nur relativ kurz mit dem Karton in Berührung kommt, ist ein Übergang von unerwünschten Stoffen eher unwahrscheinlich. Demzufolge spricht nichts dagegen, wenn Sie sich ab und zu eine Pizza vom Lieferservice gönnen.

Wie Sie ganz richtig schreiben, betrifft diese Thematik alle Lebensmittel, die in Verpackungsmaterialien aus Altpapier verpackt sind. Daher ist es sicherlich keine realistische Option auf alle diese Lebensmittel zu verzichten. Um sich und Ihr ungeborenes Kind vor möglichen Schadstoffen zu schützen, bringen Sie am besten viel Abwechslung in Ihren Speiseplan. Bringen Sie neben verpackten auch viele frische (unverpackte) Lebensmittel auf den Tisch. So können Sie einer reinseitigen Schadstoffbelastung am besten vorbeugen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR)

BfR: Fragen und Antworten zu Mineralöl-Übergängen aus Verpackungsmaterialien auf Lebensmittel

sowie in der aid-Broschüre Verpackungen für Lebensmittel


Alle wichtigen Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie in unserer Rubrik Ernährungsinfos für
Schwangere.

und in der aid-Broschüre
Das beste Essen in der Schwangerschaft

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Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen
Christof Meinhold
Diplom-Oecotrophologe / Ernährungsberater VDOE


 

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