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Frage von Wolkenreich1 am 12.02.2014 10:53 Uhr

Weizenkleie

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kann der langfristig hohe Konsum (z.B. 50 Gramm) von
Weizenkleie zu gesundheitlichen Risiken führen?

Wie wirkt ein hoher Konsum von Phytin auf die
Mineralstoffe im Körper?

Wie lange wirkt das Phytin blockierend auf die
Mineralstoffaufnahme?

Reicht es, zeitliche Abstände zwischen der Aufnahme
von phytinreicher Weizenkleie und mineralstoffreicher
Lebensmittel? Sollte Weizenkleie dann eher morgens
oder abends, vor- oder nach mineralstoffreichen
Mahlzeiten verzehrt werden?

Löst das Phytin auch Mineralstoffe aus den
körpereigenen Speichern?

Ich bedanke mich vorab,
mit freundlichem Gruß
wolkenreich1

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 13.02.2014 16:00 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


der langfristige hohe Konsum von Weizenkleie kann Risiken bergen. Grundsätzlich ist es sinnvoller ballaststoffreiche Lebensmittel aufzunehmen als isolierte Ballaststoffe.


Ein hoher Konsum von Weizenkleie birgt die Gefahr, dass ein Darmverschluss entsteht. Dies kann besonders leicht geschehen, wenn zu der Weizenkleie nicht genügend getrunken wird oder wenn Vorschädigungen des Darmes vorliegen, z. B. Engstellen.


Die nachteiligen Wirkungen der Phytinsäure bestehen vor allem, wenn die Weizenkleie im Rahmen von Mineralstoffreichen Mahlzeiten aufgenommen werden. Wenn die Kleie mit einem zeitlichen Abstand von etwa 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit aufgenommen wird, dürften diese nachteiligen Wirkungen minimal sein.


Wichtig ist es, die Weizenkleie immer mit genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Bei empfindlichen Personen kann ein übermäßiger Verzehr von Weizenkleie auch zu Darmbeschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen führen.


Wenn Sie Ballaststoffe in Form von Lebensmitteln aufnehmen, können Sie diese Nachteile vermeiden. Ballaststoffreich sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte aus Vollkorn.


Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Rubriken „Gesund essen“


Wirkung von Ballaststoffen


und „Ernährungstipps bei Krankheiten“


Warum sind Wasser und Ballaststoffe unverzichtbare Verdauungshelfer?


Weitere Informationen zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung finden Sie in der


aid Ernährungspyramide


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Oecotrophologin / Ernährungsberaterin VDOE


 

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