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Expertenforum: Säuglings- und Kinderernährung (0 - 10 Jahre)    «zurück

Frage von Jasie am 25.10.2014 21:50 Uhr

Einfrieren und Fleisch

Guten Abend,

meine Tochter ist jetzt fast 5 Monate alt und ich möchte bald mit der Beikost beginnen.
Dazu hätte ich noch Fragen (betreffend des Gemüses-Kartoffel-Fleisch-Breis):

- wie oft in der Woche sollte Fleisch (und wie oft Fisch) beigemengt werden?
- um nicht täglich kleine Mengen kochen zu müssen, würde ich gerne einen Teil vorkochen
und eingefrieren. Ist es möglich, Kartoffel-Fleisch-Püree separat einzugefrieren und dann
separat das Gemüse, so dass ich je nach Bedarf die einzelnen Gemüsesorten mit einem
Teil des Kartoffel-Fleisch-Breis erwärmen kann?
- sollte man am besten Rindfleisch nehmen?
- wie kann ich den Brei am besten herstellen, damit die Nährstoffe ausreichend erhalten
bleiben? Das Fleisch kleinschneiden und zusammen mit kleingeschnittenen Kartoffeln
kochen?

Vielen Dank!
Jasmin B.

Expertenantwort von Claudia Thienel am 29.10.2014 11:05 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


vielen Dank für Ihren Beitrag. An Fleischsorten können Sie mageres Hähnchen-, Lamm-, Rind- oder auch Schweinefleisch verwenden, selbst gekocht oder aus dem Gläschen. Sie können auch frisches Hackfleisch verwenden, wenn Sie es mindestens 10 Minuten lang erhitzen.


Das Vorkochen und Einfrieren von Baby-Mahlzeiten ist sehr gut möglich. Das erspart Zeit und Arbeit. Sie können den Brei fix und fertig zubereiten und einfrieren. Oder Sie kochen nur einzelne Komponenten vor und ergänzen die anderen erst vor der Zubereitung der einzelnen Mahlzeiten.


Grundsätzlich ist es wichtig, dass vorgekochte Mahlzeiten nicht bei Zimmertemperatur abgekühlt werden. Für Babynahrung wird tatsächlich das Schockgefrieren empfohlen. Das bedeutet, der Brei muss sofort nach dem Pürieren abgefüllt und eingefroren werden um eine Keimvermehrung und Vitaminverluste zu vermeiden. Tiefgefrorener Brei ist bei -18° C bis zu zwei Monate haltbar. Achten Sie darauf, dass Ihr Gefriergerät die empfohlene Gefriertemperatur von -18°C erreicht.


Der eingefrorene Brei sollte erst direkt vor dem Füttern wieder aufgetaut werden. Sie können den Brei z. B. im Gläschen mit geschlossenem Deckel im Wasserbad, im Flaschenwärmer oder in der Mikrowelle aufwärmen, er muss dabei nicht mehr aufgekocht werden. Durch diese Aufwärmtechniken ist der Vitaminverlust am geringsten.


Einmal aufgewärmte Breiportionen dürfen kein weiteres Mal aufgewärmt werden, da sonst Keimvermehrung und Nährstoffverluste zu groß werden.


Wenn der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei komplett eingeführt ist, kann der Fleischanteil im Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gerne ein Mal pro Woche durch Fisch ersetzt werden. Dabei sollte dieser Fisch grätenfrei sein. In Frage kommen Seelachs, Kabeljau und Schellfisch, die besonders jodreich sind, aber auch Lachs ist empfehlenswert.


Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes bietet Ihnen die folgende aid-Broschüre


Ernährung von Säuglingen


unsere Rubrik „Spezielle Ernährungsinfos“ unter dem Stichwort Säuglinge,


sowie das Netzwerk Junge Familie.


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Mit freundlichen Grüßen


Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

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