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Expertenforum: Ernährung in der Schwangerschaft    «zurück

Frage von indira1992 am 09.06.2015 08:20 Uhr

Hungergefühle und Übelkeit in der Schwangerschaft

Ich weiß nicht so recht, wie ich mit dem ständigen Hungergefühl bzw. der Übelkeit umgehen soll. Ich bin in der 11. Woche. Es ist zwar das zweite Kind, aber ich kann mich nicht erinnern, beim ersten Mal dieses Verlangen nach Essen gehabt zu haben. Ich versuche mich mit Obst und Gemüse über Wasser zu halten, was allerdings nur bedingt hilft. Ich habe halt einfach das Bedürfnis richtig zu essen. Ich will mich aber auch nicht den ganzen Tag zuschaufeln und unkontrolliert zunehmen. Ich bin nicht so groß, arbeite im Büro und treibe gerade zu wenig Sport, weil mir halt schon immer übel ist. Das heißt ich brauche theoretisch gar nicht so viel Kohlenhydrate. Die Müsliriegel hängen mir jetzt schon zum Hals raus. Die haben für meinen Geschmack auch zu viel Zucker.

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 11.06.2015 15:57 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,


Müsliriegel sind tatsächlich – aufgrund ihres hohen Kohlenhydratgehaltes – für Zwischenmahlzeiten  nicht gut geeignet. Sie führen zu einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels, der dann durch Insulin wieder ausgeglichen werden muss, was bald danach wieder zu einem starken Blutzuckerabfall und Heißhunger führen kann. Um dies zu vermeiden, sind proteinhaltige Zwischenmahlzeit in Kombination mit Gemüse (Rohkost) und Obst besser geeignet.


Übelkeit kommt im ersten Drittel der Schwangerschaft häufig vor, insbesondere morgens. Vermeiden Sie Hektik und versuchen Sie, den Tag mit Ruhe zu beginnen. Stellen Sie sich abends eine Kleinigkeit (z.B. ein Vollkornzwieback oder –knäckebrot) auf den Nachttisch und nehmen Sie das Mini-Frühstück noch im Bett ein. Nehmen Sie tagsüber regelmäßige Mahlzeiten zu sich, am besten 3 Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Abendessen) und vormittags und nachmittags jeweils eine Zwischenmahlzeit. Gut geeignet als Zwischenmahlzeiten sind z.B. Rohkost (z.B. Möhren- oder Paprikastreifen) mit einem Dipp aus Kräuterquark, Naturjogurt oder Quark mit frisch geschnittenem Obst, eine Scheibe Brot mit Käse und etwas Rohkost, ein Glas Buttermilch oder eine kleine Handvoll ungeröstete und ungesalzene Nüsse.


Falls Ihnen diese Tipps nicht helfen, empfehle ich Ihnen, vor Ort eine Ernährungsberatungspraxis aufzusuchen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf Ihre individuelle Situation einzugehen. Adressen von qualifizierten Ernährungsberatern finden Sie auf unserer Serviceseite Ernährungsexperten in Ihrer Nähe.


 


Weitere Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ finden Sie auf den Internetseiten des


Netzwerks "Gesund ins Leben"


sowie in unserer Rubrik Ernährungsinfos für


Schwangere


und in der aid-Broschüre


Das beste Essen in der Schwangerschaft


Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere


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Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Maike Groeneveld
Diplom–Oecotrophologin/Ernährungsberaterin VDOE

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