Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

3. BZfE-Forum am 5. September 2019

Reformulierte Lebensmittel, Betriebliche Gesundheitsförderung, Nudging, moderne Public-Health-Maßnahmen - es gibt viele Ansätze, um Menschen den Weg zu einem gesünderen Leben zu erleichtern.

3. BZfE-Forum "Mehr oder weniger?! Lebensstiländerung als gesellschaftliche Herausforderung.
copyright siehe unten

Mehr Gemüse oder weniger Zucker?! Mehr oder weniger Lenkung durch den Staat?! Mehr oder weniger Eigenverantwortung für den Einzelnen?! Während Fachleute diskutieren, wie Menschen zu einer ausgewogeneren Ernährung finden können, steigt die Zahl der ernährungsmitbedingten Erkrankungen nahezu ungebremst. Weil es viele Menschen eben nicht schaffen, Süßigkeiten nur manchmal zu essen und beim Gemüse doppelt zuzugreifen. Weil sie ständig und überall für kleines Geld wohlschmeckende, aber oftmals hochkalorische, fettreiche Speisen und zuckerhaltige Getränke kaufen können. Weil sie mehr Salz verwenden und weniger Vollkornprodukte essen als empfohlen.

Hier geht es direkt zur Anmeldung

Hier gibt es das Programm zum Download

​Obwohl die meisten Menschen wissen, was einen gesünderen Lebensstil ausmacht, gelingt es vielen nicht, ihr Wissen in Handeln umzusetzen.

Natürlich ist eine Änderung des eigenen Lebensstils immer eine individuelle Entscheidung. Aber hat die Gesellschaft nicht die Verantwortung, dabei zu unterstützen? Muss ein Umdenken stattfinden wie die „gesündere Wahl zur einfacheren Wahl“ wird?

Neue Wege zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil

Klar ist, dass ein „weiter so“ nicht mehr funktioniert. Wie also finden wir neue Wege, die es den Menschen erleichtern, einen gesünderen Lebensstil zu pflegen? Genau das möchten wir mit Ihnen auf dem 3. BZfE-Forum diskutieren:

  • Mehr kreative Ansätze! Welche Chancen stecken in modernen Public-Health-Maßnahmen?
  • Weniger Zucker, Fette und Salz! Wie sehen Lebensmittel von morgen aus, die Genuss und Gesundheit miteinander verbinden?
  • Mehr Gemüse in die erste Reihe! Was können wir von anderen Ländern in Sachen Nudging lernen?
  • Weniger Zurückhaltung bei Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung! Prävention am Arbeitsplatz ist mehr als ein Obstkorb – welche Möglichkeiten gibt es? 

Bonner Ernährungstalk mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis

Wir sind gespannt auf die Ideen aus Wissenschaft und Praxis, die unsere Referent*innen beim BZfE-Forum präsentieren werden. Und wir freuen uns auf den „Bonner Ernährungstalk“, der einen Bogen über die drei Bonner Ernährungstage spannen wird: Wir diskutieren mit Expert*innen und mit Ihnen: „Lebensstiländerung – Was ist der beste Weg und welche Rolle spielen die Multiplikatoren im Ernährungsbereich?“

Nutzen Sie die Chance und lassen Sie uns gemeinsam mehr bewegen, mit mehr Mut zu neuen Lösungen!

Wir freuen uns auf Sie!

Logo Twitter weißer Vogel in blauem Quadrat

Diskutieren Sie mit auf Twitter unter #berta19

 

 

Logo Facebook

Verfolgen Sie das 3. BZfE-Forum auf Facebook 

Programm

 

ab 8.15 Uhr Anmeldung

9.00 Uhr bis 10.30 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

Einführung in den Tag

Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bonn

Grußwort der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Bonn

Zucker, Fette und Salz – Wie essen wir morgen? Historischer Rückblick und Ausblick in die Zukunft

Mag. Hanni Rützler, futurefoodstudio Wien

 

10.30 Uhr bis 11.15 Uhr: Kaffeepause und Besuch der begleitenden Ausstellungen

 

11.15 Uhr bis 12.30 Uhr

Essen XXL: Isst sich Deutschland krank?

Prof. Dr. Stefan Lorkowski, Universität Jena

Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Lebensmitteln: Chancen, Möglichkeiten und Grenzen

Prof. Dr. Pablo Steinberg, Präsident Max Rubner-Institut (MRI) Karlsruhe

 

12.30 Uhr  bis 13.45 Uhr: Mittagspause und Besuch der begleitenden Ausstellungen

 

13.45 Uhr bis 15.30 Uhr

Lebensstiländerung aus Sicht der Public Health Nutrition am Beispiel des Zuckerkonsums

Prof. Dr. Anette E. Buyken, Universität Paderborn

Die Rolle von „Nudges“ zur Förderung einer Lebensstiländerung – europäische Ansätze

Dr. Kai P. Purnhagen, Universität Wageningen

Lebensstilveränderung im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Prof. Dr. Annegret Flothow, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg

 

15.30 Uhr bis 16.00 Uhr: Kaffeepause und Besuch der begleitenden Ausstellungen

 

16.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Bonner Ernährungstalk: Lebensstiländerung – Was ist der beste Weg?

  • Prof. Dr. Christine Brombach, ZHAW Wädenswil
  • Prof. Dr. Sibylle Adam, HAW Hamburg
  • Prof. Dr. Johannes Erdmann, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
  • Johanna Bayer, M.A., Wissenschaftsjournalistin und Foodbloggerin, Quarkundso.de
  • Dr. Hans-Jörg Lutzeyer, EU-Kommission

Zusammenfassung des Tages – Fazit für das BZfE

Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) in der BLE

 

Lernen Sie unsere Referentinnen und Referenten kennen

Hans-Joachim Fuchtel, BMEL
Grußwort des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 

Hans-Joachim Fuchtel

ist seit März 2018 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Nach einem Studium der Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft war er im höheren Dienst des Landes Baden-Württemberg tätig. Seit 1987 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2009 bis 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales und von 2013 bis 2018 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Einführung in den Tag

Dr. Hanns-Christoph Eiden

ist seit 2010 Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Zuvor war er 23 Jahre in verschiedenen Funktionen im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft tätig; zuletzt zuständig für europäische und internationale Angelegenheiten sowie als deutscher Sprecher im Sonderausschuss Landwirtschaft der EU.

 

Prof. Dr. Ulrike Arens-Azevedo
Grußwort der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Prof. Ulrike Arens-Azevêdo

ist Präsidentin der DGE und Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg im Bereich Ernährungswissenschaften mit Schwerpunkt Gemeinschaftsverpflegung. Sie ist für zahlreiche Projekte und Erhebungen auf dem Gebiet der Gemeinschaftsverpflegung verantwortlich.
Mag. Hanni Rützler, futurefoodstudio Wien
Zucker, Fette und Salz – Wie essen wir morgen?
Historischer Rückblick und Ausblick in die Zukunft


Mag. Hanni Rützler,

die Doyenne der österreichischen Ernährungswissenschaft, ist Gründerin und Leiterin des futurefoodstudios in Wien. Als Trendforscherin beschäftigt sie sich mit dem Wandel unserer Esskultur. In ihren Studien sowie ihrem jährlich erscheinenden Foodreport spürt sie dem Wandel der Konsumkultur nach und versteht nachhaltige Foodtrends von kurzfristig Moden zu unterscheiden.
Prof. Stefan Lorkowski
Essen XXL: Isst sich Deutschland krank?

Prof. Dr. Stefan Lorkowski

ist Professor für Biochemie und Physiologie der Ernährung an der Universität Jena und leitet den Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) Halle-Jena-Leipzig. Ehrenamtlich engagiert er sich als Leiter der Sektion Thüringen der DGE und in verschiedenen Gremien von Fachgesellschaften.
Prof. Dr. Pablo Steinberg, Präsident MRI Karlsruhe
Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Lebensmitteln: Chancen, Möglichkeiten und Grenzen

Prof. Dr. Pablo Steinberg

ist seit Mai 2017 Präsident des Max Rubner-Instituts (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. Zuvor war er Professor für Ernährungstoxikologie an der Universität Potsdam (1998-2008) und Professor für Lebensmitteltoxikologie und Ersatz-/Ergänzungsmethoden zum Tierversuch sowie Direktor des Instituts für Lebensmitteltoxikologie und Chemische Analytik an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (2008-2017).

 

Prof. Dr. Anette E. Buyken
Lebensstiländerung aus Sicht der Public Health Nutrition am Beispiel des Zuckerkonsums

Prof. Dr. Anette E. Buyken

ist seit 2017 Professorin für Public Health Nutrition an der Universität Paderborn. Zuvor war Sie 14 Jahre als Ernährungsepidemiologin der DONALD Studie in Dortmund tätig. Die Forschungsschwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen und der Primärprävention von Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2.
Dr. Kai Purnhagen, Universität Wageningen
Die Rolle von „Nudges“ zur Förderung einer Lebensstiländerung – europäische Ansätze

Dr. Kai Purnhagen

ist Associate Professor an der Universität Wageningen. Er ist Autor zahlreicher Studien zur Einbindung der Erkenntnisse verhaltenswissenschaftlicher Forschung in Recht und Politik. In dieser Funktion war er unter anderem als Gutachter für die deutsche Bundesregierung und das Europäische Parlament tätig.
Prof. Dr. Anne Flothow
Lebensstilveränderung im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung​

Prof. Dr. Annegret Flothow

ist Professorin für Psychologie im Department Ökotrophologie der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der Ernährungsbildung und -beratung in Settings (Kita, Schule, Betrieb). Sie ist Expertin für die Analyse, Konzeption und Evaluation betrieblicher Gesundheitsförderungsprozesse.

 

Prof. Dr. Christine Brombach
Bonner Ernährungstalk

Prof. Dr. oec. troph. Christine Brombach

ist seit 2009 am Institut für Lebensmittel und Getränkeinnovation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil, Schweiz als Dozentin tätig. Sie studierte in Gießen und Knoxville, Tennessee, Ernährungs- und Haushaltswissenschaften. Nach dem Diplom in Gießen erwarb sie sich einen Master of Science in Nutrition mit dem Schwerpunkt Gerontologie in Manhattan, Kansas. Sie promovierte an der Universität Gießen zum Thema „Ernährungsverhalten von Frauen über 65 Jahren“. Für vier Jahre leitete sie als Projektkoordinatorin die Nationale Verzehrsstudie II am Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe.

 

Prof. Dr. Sybille Adam
Bonner Ernährungstalk

Prof. Dr. Sibylle Adam

ist seit 2015 Professorin für Ernährungswissenschaften an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Nach dem Studium zur Diplom-Ökotrophologin arbeitete sie viele Jahre im Bereich der Prävention. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Ernährungskonzepte und -verhalten. Seit 2017 leitet sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Prof. Ulrike Pfannes die Forschungsgruppe ‚Nudging in der Gemeinschaftsverpflegung‘ am Department Ökotrophologie der HAW Hamburg.

 

Prof. Dr. Johannes Erdmann
Bonner Ernährungstalk

Prof. Dr. Johannes Erdmann

ist Internist, Endokrinologe, Diabetologe und Ernährungsmediziner mit dem Forschungsschwerpunkt zu Therapien von Adipositas und Typ 2-Diabetes. Seit 2011 arbeitet er als Professor für Ernährungsmedizin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.
Johanna Bayer, MA
Bonner Ernährungstalk

Johanna Bayer, M.A.,

ist Wissenschaftsjournalistin, Autorin und Bloggerin. Sie hat lange für TV-Magazine in ARD, WDR und Arte gearbeitet, schreibt für Presse und Sachbuchverlage und arbeitet als Dozentin und Rednerin. Ihre Themen sind Gesundheit, Ernährung und Esskultur. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang der Medien mit Ernährungsthemen. Diesen beobachtet und kommentiert sie auf ihrem eigenen Blog „Quark und so“.
Dr. Hans-Joerg Lutzeyer
Bonner Ernährungstalk

Dr. Hans-Jörg Lutzeyer

ist Senior Expert bei der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission. Dort ist er für Strategien der Nahrungsmittelsystem-Forschung zuständig, in Bezug auf Europa und in der EU-Afrika Kooperation. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er bei der EU-Kommission in verschiedenen Bereichen der Forschungsförderung und -kooperation.
Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in der BLE
Zusammenfassung des Tages - Fazit für das BZfE

Dr. Margareta Büning-Fesel

ist Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung in der BLE. Sie hat einen Lehrauftrag an der Hochschule Niederrhein zum Thema „Kampagnen zur Ernährung“ und einen Lehrauftrag an der Hochschule Coburg zur „Didaktik der Beratung von Gruppen“.
Katie Gallus, Moderatorin
Moderation

Katie Gallus

ist Moderatorin und Geographin (M.Sc.) mit Leidenschaft für Zukunftsthemen und den schwäbischen Familienbauernhof. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin bei der Deutschen Welle und dem SWR arbeitete sie für die Vereinten Nationen. Recherchen führten sie unter anderem in Krisengebiete im Irak, Kamerun und Sierra Leone. Sie ist eine begehrte Moderatorin zu digitalen Ideen und Globalisierung, Entwicklungszusammenarbeit, Landwirtschaft sowie Mensch-Umwelt-Beziehungen.

 

Sonderausstellung Forschung

Die Bonner Ernährungstage 2019 wurden um ein neues Highlight ergänzt: In einer Sonderausstellung präsentieren wir anschaulich und praxisnah Forschungsvorhaben, die vom BMEL gefördert werden. Passend zu den Themen der Ernährungstage spannt sich das Spektrum von einer ausreichenden Nährstoffversorgung über die Reformulierung von Lebensmitteln zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in der Ernährung bis hin zur Änderung des Ernährungsverhaltens.

Die BLE agiert als Projektträger (ptble) und betreut im Auftrag des BMEL zahlreiche nationale, europäische und internationale Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Qualifiziertes Fachpersonal begleitet die Forschungsvorhaben während der gesamten Laufzeit.

Im Rahmen der Ausstellung stehen daher nicht nur die Projektleiter*innen, sondern auch die kompetenten Ansprechpartner*innen der BLE für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Und mehr noch: Die Vorhaben werden hier für Sie anschaulich aufbereitet, praxisnah präsentiert, (be)greifbar und teilweise sogar verkostbar gemacht!

Gerne präsentieren Ihnen die Forscher- und Betreuerteams ihre Ergebnisse aus erster Hand und freuen sich auf spannende Diskussionen.

Sonderausstellung „Sehen, schmecken, entdecken: Forschung erleben“

Universität Bonn: DONALD-Studie, Zucker
Universität Bonn:
Zuckerzufuhr bei Kindern und Jugendlichen weiterhin zu hoch


Die Uni Bonn präsentiert aktuelle Erkenntnisse der DONALD-Studie, die den Verzehr von Gesamtzucker (freier und zugesetzter Zucker) bei Kindern und Jugendlichen untersuchte. Dabei zeigte sich bei den Alterstrends, wie entscheidend die Zuckerdefinition ist: Während die Gesamtzuckerzufuhr mit steigendem Alter abnahm und auch die Zufuhr von freien Zuckern bei den ältesten Probanden am geringsten war, verzehrten die jüngsten Kinder am wenigsten zugesetzten Zucker. Insgesamt ging die Aufnahme freier Zucker zwar zwischen 2005 und 2016 zurück. Sie lag aber dennoch in allen Altersgruppen weiterhin über den unter anderem von der DGE als Obergrenze empfohlenen 10 % der täglichen Energiezufuhr. 
Max Rubner-Institut Reformulierung von Lebensmitteln, Zucker, Fett, Salz
Max Rubner-Institut:
Stand der Forschung zur Reformulierung von Lebensmitteln

 
Das Max Rubner-Institut (MRI) erforscht Möglichkeiten, wie Zucker, Fette und Salz in Lebensmitteln reduziert werden können. Auf Basis wissenschaftlicher Studien entstehen neue Rezepturen und Herstellungsverfahren als Grundlage für eine „Reformulierung“. Denn Zucker, Fette und Salz tragen zur Entstehung ernährungsmitbedingter Krankheiten wie Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Gleichzeitig sind sie wesentlich für den Geschmack vieler Lebensmittel. Außerdem haben sie weitere Funktionen: So ist etwa Salz häufig unverzichtbar, um verderbliche Lebensmittel haltbar zu machen. Das MRI präsentiert den aktuellen Stand der Forschung und spannende Lösungsansätze zur Reformulierung.
Hochschule Geisenheim: EU-Projekt SUSCHOICE
Hochschule Geisenheim:
SUSCHOICE erforscht
Präferenz von nachhaltigen Lebensmitteln und Getränken

Die Anzahl der Verbraucher, die angeben, nachhaltige Lebensmittel zu kaufen, ist signifikant gestiegen. Der tatsächliche Anteil solcher Produkte am Gesamtverbrauch ist jedoch kaum gewachsen. Dieser Widerspruch kann teilweise durch individuelle Merkmale der Verbraucher erklärt werden und ist Gegenstand des SUSCHOICE-Projektes. Darin werden außerdem makroökonomische und strukturelle Faktoren für die Auswahl nachhaltiger Lebensmittel und Getränke analysiert. So sollen die Auswirkungen dieser Einflussfaktoren ermittelt werden, inklusive des politischen Umfeldes und der Marketingstrategien. Darauf basierend entwickeln die Forscher einen theoretischen Rahmen sowie Vorschläge für Fördermaßnahmen und Orientierungspunkte, die zu einer ressourceneffizienten, kohlenstoffarmen und grünen Ernährungswirtschaft innerhalb der EU beitragen sollen.
Pfeifer & Langen, Reformulierung Zucker
Pfeifer & Langen:
Neuartige kalorienarme Zucker in Lebensmitteln

 
Ziel des geplanten Forschungs- und Entwicklungsprojekts ist die Entwicklung und der Test neuartiger, kalorienarmer und gesundheitsfreundlicher Zucker in Lebensmittelrezepturen. Damit möchte das Unternehmen einen aktiven Beitrag zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung leisten. Untersucht werden die sensorischen und technologischen Eigenschaften der neuen Zucker in Lebensmittelrezepturen; außerdem deren ernährungsphysiologische Eigenschaften. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erfolgt anschließend eine Reformulierung der Lebensmittel.
Oekomarkt Verbraucher- und Agrarberatung e. V., Infostand
Ökomarkt e. V.:
Bio gemeinsam entdecken


Das Projekt „Bio gemeinsam entdecken“ ist ein Bildungsangebot mit Aktionsständen und Workshops zum Thema Nachhaltiger Konsum für junge Erwachsene in Hamburg und Schleswig-Holstein. Es informiert Auszubildende und Studierende in Berufsschulen und Universitäten sowie Verbraucher*innen auf Messen, Hoffesten und anderen Events darüber, dass jedes Lebensmittel seinen gerechtfertigten Wert hat. Bei allen Modulen gibt der Ökomarkt Verbraucher und Agrarberatung e.V. Anregungen, wie der Konsum von Bio-Produkten auch mit  kleinem Budget möglich ist. Dazu gehören Tipps gegen Lebensmittelverschwendung, zum bewussten Konsum tierischer Produkte und zum Einsatz von regionalen und saisonalen Bio-Lebensmitteln.
Universität Bonn, Donald-Studie zur Jodsalzversorgung
Universität Bonn:
Bei Schulkindern sinkt der Beitrag von Jodsalz zur Jodversorgung

 
Große Langzeitstudien untersuchten über die Ausscheidung von Jod und Natrium in Urinproben den durchschnittlichen Beitrag von jodiertem Speisesalz an der Jodversorgung in Deutschland. Auch wurden der Anteil der Jodsalz-Zufuhr an der Gesamtsalz-Zufuhr bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kalkuliert und Mehrjahrestrends ermittelt. Dabei zeigten sich bei jungen Erwachsenen gleichbleibende Ergebnisse. Für Schulkinder ergaben Detailanalysen der DONALD-Studie dagegen einen signifikanten Rückgang. Auch Vergleiche mit der Schweiz unterstreichen ein geringeres Niveau beim Anteil bzw. Beitrag von Jodsalz am Gesamtsalzverzehr und an der Jodzufuhr in Deutschland. Sie legen eine Anhebung der Jodgehalte in jodiertem Speisesalz nahe.
Robert Koch-Institut, EsKiMo-Studie
Robert-Koch-Institut:
Neue Ergebnisse aus der EsKiMo-II-Studie

 
EsKiMo II ist die zweite deutschlandweite Studie zur Ernährung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren. Sie liefert eine aktuelle Bestandsaufnahme ihrer Ernährungssituation. Dazu wurden im Rahmen der bundesweiten „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS Welle 2) von 2015 bis 2017 insgesamt 2644 Kinder und Jugendliche befragt. Den Lebensmittelverzehr der 6- bis 11-Jährigen ermittelten die Wissenschaftler mit Hilfe der Eltern durch Ernährungstagebücher über vier Tage. Bei den 12- bis 17-Jährigen erfassten umfangreiche Ernährungsinterviews den Lebensmittelverzehr der letzten vier Wochen. Zusätzlich wurden Informationen zum Ernährungsverhalten wie Familienmahlzeiten, Schulverpflegung, vegetarischer Ernährungsweise und Diätverhalten erhoben.
Technische Universität Dresden, COSUS
Technische Universität Dresden:
Forschung zur Akzeptanz optisch suboptimaler Lebensmittel

Konsumenten akzeptieren Lebensmittel, die optisch nicht der Norm entsprechen oder deren MHD erreicht ist, nur bedingt. Die Wissenschaftler des Projektes COSUS analysierten die Akzeptanz solcher Lebensmittel, entwickelten Strategien zur Steigerung dieser Akzeptanz und testeten deren Implementierung. Dabei zeigte sich eine generell mangelnde Wertschätzung von Lebensmitteln, die oft zum Nicht-Kauf bzw. zur Entsorgung optisch suboptimaler Lebensmittel führt. Folgende Maßnahmen könnten hier gegensteuern: Die wiederholte Konfrontation mit suboptimalen Produkten, eine Sensibilisierung für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen, die Vermittlung von Wissen und Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit sowie die Unterstützung kompetenter Initiativen, denen die Verbraucher vertrauen.
Robert-Koch-Institut, Jodmonitoring
Robert-Koch-Institut:
Jod- und Natriumversorgung bei Kindern und Jugendlichen


Jod als essentielles Spurenelement ist unentbehrlich für die Synthese der Schilddrüsenhormone, die im Organismus eine Reihe von wichtigen Funktionen übernehmen. Elf Jahre nach dem ersten repräsentativen Jodmonitoring bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland im Rahmen der KiGGS Basiserhebung (2003 -2006) erfolgte in der KiGGS Welle 2 (2014 -2017) ein erneutes Jodmonitoring. Dieses ermöglicht eine kontinuierliche Beobachtung der Jodaufnahme der heranwachsenden deutschen Bevölkerung, Untersuchungen zur Veränderungen in der Jodversorgung sowie deren Bewertung im zeitlichen Verlauf. Zusätzlich wurde die Zufuhr von Kochsalz eingeschätzt. Insgesamt erfolgte bei über 3.200 Kindern und Jugendlichen eine Bestimmung und Auswertung der Jod- und Salzparameter aus Spontanurinproben.

 

Humboldt-Universität, Plateforms
Humboldt-Universität Berlin:
Wie beeinflussen innovative Formen der Lebensmittelversorgung Praktiken im Haushalt


Das Forschungsprojekt PLATEFORMS möchte Wissen vermitteln, wie Ernährungs- und Lebensmittelpraktiken im Haushalt von innovativen Formen der Lebensmittelversorgung beeinflusst werden. Diese Innovationen können sozialer Art sein wie zum Beispiel Einkaufskooperativen oder gemeinschaftlich verwaltete urbane Gärten. Beispiele technischer Art sind Online-Supermärkte oder Apps zum Teilen von Lebensmitteln. Das Projekt versteht Konsum als eine Aktivität unterschiedlicher Praktiken: Planung, Besorgung, Lagerung, Kochen, Essen und Entsorgung. Folglich positioniert sich PLATEFORMS zwischen individualistischen und systemischen Ansätzen: Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Praktiken, die im Kontext des Haushalts durchgeführt werden, und nicht auf individuellen Entscheidungen.
Martin-Luther-Universität Halle, FOCAS
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Convenience Food, Gesundheit und Nachhaltigkeit

Convenience Food liegt europaweit im Trend. Im Hinblick auf Gesundheit und Nachhaltigkeit gilt diese Form der Ernährung aber als kritisch. Das Projekt FOCAS (Food, Convenience and Sustainability) verbindet die Expertisen aus Geographie, Anthropologie und Soziologie in vier europäischen Ländern. Die Wissenschaftler untersuchten, wann und wie Convenience Food bevorzugt konsumiert wird. Darüber hinaus interessierte sie die Frage, in welchen Kontexten Essen "convenient", also bequem wird. Dazu gab es vier verschiedene Untersuchungen: In Deutschland wurde das Essen in der Kantine betrachtet. In Deutschland und Großbritannien erfolgten vergleichende Studien zur Ernährung mit Fertiggerichten. In Dänemark ging es um fertig gepackte und gelieferte Lebensmittelboxen und in Schweden um Fertignahrung für Säuglinge.

 

als hilfreich bewerten 0 Versenden
Bonner Ernährungstage
BLE

Info

Bonner Ernährungstage

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veranstalten in diesem Jahr zum dritten Mal die „Bonner Ernährungstage“: Die DGE startet mit ihrer Arbeitstagung am 3. und 4. September zum Thema "Ernährungsberatung und Ernährungsverhalten im digitalen Zeitalter". Das BZfE-Forum schließt sich am 5. September an.

Zu einer gemeinsamen Abendveranstaltung laden beide Institutionen am 4. September in die Bundeskunsthalle ein.

Die Tagungspauschale für die 3. Bonner Ernährungstage (3 Tage) beträgt insgesamt 220,00 Euro. Die Veranstaltungen sind auch einzeln buchbar.

Weitere Informationen zur Tagung der DGE finden Sie auf www.dge.de

Saal Godesberger Stadthalle
Vollmer, BLE

Info

Veranstaltungsort

Stadthalle Bonn-Bad Godesberg, Koblenzer Straße 80, 53177 Bonn-Bad Godesberg

Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem PKW sehr gut erreichbar.

  • Mit den U-Bahn-Linien 16 und 63 bis zur Endhaltestelle „Bad Godesberg Stadthalle“.
  • Mit dem Regionalexpress der Deutschen Bahn bis Bahnhof Bonn Bad Godesberg, vom Bahnhof ca. 5 Minuten Fußweg durch den Stadtpark zur Stadthalle.
  • Parkplätze stehen gegenüber der Stadthalle auf der „Rigal’schen Wiese“ zur Verfügung.  

Info

Anmeldung

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Nach Zahlungseingang und Erhalt der Bestätigung ist Ihre Anmeldung verbindlich. Eine Anmeldung sowie Stornierung sind bis zum 26. August 2019 möglich. Nach diesem Zeitpunkt können keine Teilnehmergebühren zurückerstattet werden. Eine Vertretung der angemeldeten Person ist möglich.

Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, ob Sie an der Abendveranstaltung am 04.09.19 ab 19.00 Uhr teilnehmen möchten.

Teilnahmegebühr 90,00 Euro (für Student*innen 45,00 Uhr) inkl. Tagungsunterlagen, Tagungsdokumentation, Getränke und Verpflegung in der Mittags- und den Kaffeepausen sowie bei der Abendveranstaltung (pauschal).

Diese Veranstaltung wird für die kontinuierliche Fortbildung von Zertifikatsinhabern der DGE, des VDD, des VDOE und des VFED e. V. mit 6 Punkten berücksichtigt. Die Punkte für die QUETHEB-Registrierung sind angefragt.

Hier können Sie sich online zum 3. BZfE-Forum anmelden. 

Bei Fragen zur Registrierung (Teilnahmebestätigung, Rechnung und Zahlungsabwicklung) stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Sandra Franke, Telefon:0511 898813-17, E-Mail: franke@congresscheck.de

Bundeskunsthalle
Vollmer, BLE

Get-together

Abendveranstaltung

Am 4. September laden die DGE und das BZfE ab 19.00 Uhr zu einem Get-together in der Bundeskunsthalle ein. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Shridaran, wird zu Gast sein und ein Grußwort sprechen. Nutzen Sie die Chance zum Netzwerken und Diskutieren mit den Referent*innen und Teilnehmer*innen der Bonner Ernährungstage in lockerer Atmosphäre.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn

Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem PKW sehr gut erreichbar.

  • Mit den U-Bahn-Linien 16, 63, 66 bis Haltestelle „Heussallee/Museumsmeile“.
  • Mit den Buslinien 610, 611 und 630. Die Haltestellen sind „UN Campus Bahnhof”und „Marie-Kahle-Allee”.Mit der Bahn RE 5, RB 26, RB 48 und RB 3 bis zum neuen Bahn-Haltepunkt „UN-Campus“ und dann wenige Schritte zu Fuß.
  • Parkmöglichkeiten: Unmittelbar an der Bundeskunsthalle befindet sich ein Parkhaus.

Susanne Ferrari hält die BZfE-Foren im Cartoon fest
Vollmer, BLE

Graphic Recording

BZfE-Foren bunt auf den Punkt

Die Zeichnerin Susanne Ferrari wird auch auf dem 3. BZfE-Forum die Kernaussagen der Referent*innen in einen bunten Cartoon verwandeln und die Teilnehmer*innen mit ihrer Kunst begeistern.

Schauen Sie sich die Kunstwerke der beiden letzten BZfE-Foren im Detail an

Zeichnung 1. BZfE-Forum 2017 "Vom Wissen zum Handeln"

Zeichnung 2. BZfE-Forum 2018 "Ich kann. Ich will. Ich werde!"

Eva Zovko, Leiterin Referat Ernährung des BZfE
BLE

Leitung

Konzeption und Organisation

Eva Zovko

leitet im BZfE das Referat Ernährung. Zuvor war sie im aid infodienst e.V. viele Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit tätig und ab 2012 Redaktionsleiterin Ernährung. Für die Themenfindung, die inhaltliche Konzeption sowie die Organisation der Forumsveranstaltungen ist sie seit 2005 verantwortlich. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt im Bereich Ernährungskommunikation.     

Sie wird unterstützt durch Claudia Schmidt-Packmohr, Ref. Ernährung, BLE, sowie Thomas Garske und Diana Kessel, Konferenz- und Tagungsmanagement, Ref. 216, BLE

copyright

Artikelbild

Luftballons: ©stockadobe/masterzphotofo

Zuckerwürfel: ©stockadobe/pixelrobot

Salz: ©stockadobe/nexusseven

Butter: ©stockadobe/Maxol7

Apfel: ©stockadobe/Roman Samokhin

Grafik: ©BLE, Jasmin Friedenburg