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Alleine Zähne putzen? Ein Experiment

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„Hast du Lust auf ein kleines Experiment?“, frage ich meinen Sohn, als wir sonntagsmorgens zusammen im Bad stehen. Er hasst es, wenn ich ihn beim Zähneputzen kontrolliere. Statt mit mir ...

„Hast du Lust auf ein kleines Experiment?“, frage ich meinen Sohn, als wir sonntagsmorgens zusammen im Bad stehen. Er hasst es, wenn ich ihn beim Zähneputzen kontrolliere. Statt mit mir zusammen zu putzen, dreht er sich weg oder macht Quatsch. Dabei kann er es eigentlich super. Nur an ein paar Stellen hakt es noch.

Da geht es dann los: „Hier oben musst du nochmal!“ – „Nein, da habe ich schon geputzt.“ – „Nein, da hast du, aber DA noch nicht.“ ... Eigentlich klar, dass mein Sohn darauf keine Lust hat. Ich auch nicht.

Mutter und Sohn putzen gemeinsam vor dem Spiegel ihre Zähne.
jacoblund / iStock.com

Deshalb gibt es heute dieses Experiment: Ich stelle mein Tablet vor ihm auf und schalte die Selfie-Kamera ein. Auf sein Zeichen starte ich die Videoaufnahme und gehe aus dem Bad.

Nun kann er ganz in Ruhe seine Zähne putzen und sich im Nachhinein selber ansehen, wo er überall gut geputzt hat – und wo er vielleicht doch etwas vergessen hat.

Bis zum 8. Lebensjahr gemeinsam putzen

Unser Sohn putzt natürlich nicht immer alleine seine Zähne. Es ist eher ein Privileg, dass er sich erkämpft: Wenn er sich bewusst Zeit nimmt fürs Zähneputzen und nicht nur schnell drüber schrubbt, darf er morgens auch mal der Große sein und wir pochen nicht aufs Nachputzen. Abends sind wir Eltern aber immer dran. Grundsätzlich empfehlen Zahnärzte, dass Eltern bis ins frühe Grundschulalter vor- oder nachputzen. Erst mit etwa acht Jahren seien die motorischen Fähigkeiten so weit ausgeprägt, dass Kinder alle Bewegungen gut alleine ausführen können.

Weitere Informationen zur Zahngesundheit bei Kindern findet ihr hier:

Bundeszahnärztekammer
Bayerische LandesArbeitsGemeinschaft Zahngesundheit e.V. (LAGZ)

Nach dem Putzen ist er ganz heiß darauf, das Video mit mir anzuschauen. Und die Überraschung: Natürlich gibt es noch Stellen, die er intensiver angehen könnte. Aber dort, wo ich mir sonst sicher war, dass er sie übergangen hat, hat er durchaus geschrubbt.

So war das Video für uns beide erhellend. Mein Sohn wird die Offenbarung aus dem selbst gedrehten Video sicher besser annehmen, als den erhobenen Zeigefinger seiner Mutter. Und mir hat es gezeigt, dass ich auch an dieser Stelle durchaus etwas mehr Vertrauen haben darf.

Lasst ihr eure Kinder selber Zähne putzen? Ab welchem Alter? Und wie geht ihr damit um, wenn es mal nicht so klappt? Ich freue mich auf eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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