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Aufkeimende Gemüselust

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Im Gewächshaus können jetzt viele Gemüsesamen schon per Direktsaat ins Grundbeet. Für Tomaten und Co. beginnt die Vorkultur auf der Fensterbank.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mein Zeitempfinden hat um diese Jahreszeit immer einen Knacks weg. Die Wochen nach Weihnachten bis Mitte/Ende Januar finde ich im Jahresvergleich extrem erholsam. Gefühlt dümpelt jeder so vor sich hin, der Kalender ist angenehm leer und man hat sich gerade an diesen entspannten Zustand gewöhnt, da geht es plötzlich wieder in die Vollen: Die Faschingszeit steht vor der Tür – dabei war doch gerade erst Silvester! Zum Kostümkauf im überheizten Kaufhaus, diversen Kinderfaschingsfeiern und natürlich den liebgewonnenen jahreszeittypischen Virusattacken gesellen sich bereits wieder die ersten Geburtstage, im Kindergarten soll ein Flohmarkt organisiert werden, die Omas haben ihren Besuch angekündigt und wenn ich wieder zu mir komme, eiern wir geradewegs auf Ostern zu.

Jungpflanzen im Grundbeet eines Gewächshauses
dima_pics / stock.adobe.com

Warum ich das alles erzähle? Weil ich es dieses Jahr trotz Silvester-Normalzeit-JetLag irgendwie geschafft habe, mich in einem unbemerkten Augenblick ins Gewächshaus zu stehlen und dort Radieschen, Kohlrabi, Salat und Pak-Choi in die Grundbeete auszusäen – ich bin ein Held!!

Jetzt will ich dem werten Gemüse nur geraten haben, auch wie geplant bis Ende April auf tellerwürdige Größe heranzuwachsen. Dann brauche ich den Platz nämlich wieder für die obligatorischen Tomaten und die Salatgurken, die unsere Tochter im Dezember schon vehement gefordert hat.

Genaugenommen scheint sie mitten im Winter ein krasser Anflug des Gärtnervirus erwischt zu haben. Apfel-, Mandarinen- und Paprikakerne durften fortan nicht mehr entsorgt werden, sondern lagern nun in verschiedenen Behältnissen der Spielküche, damit wir sie demnächst aussäen können. Wird auch gemacht, habe ich versprochen, allerdings der besseren Erfolgsaussichten und kürzeren Wartezeit wegen einige zusätzlichen Vorschläge unterbreitet.

Wobei ich selbst gespannt bin, was bei den Samen der gekauften Paprikas herauskommt. Wenn ich an die Tomaten denke, die ich ab und an in unseren Beeten entdecke und die vermutlich per Kompost eingereist sind, stehen die Chancen gar nicht schlecht: Sie sind oft robuster als manches vorgezogene Exemplar aus Hybrid-Saatgut.

Bald werden wir Genaueres wissen, denn fürs Wochenende haben wir neben den gesammelten Samen schon die Samentütchen von Tomaten, Chilis und Paprika bereitgelegt – für die wärmeliebenden Fruchtgemüse wird es jetzt höchste Zeit zur Anzucht. Und diese Aussaataktion wird garantiert nicht verschoben – Kinder sind in ihrem Tun oft so viel konsequenter ;-) !

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