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Brombeeren

Reife Brombeeren sind eine Delikatesse, ihr Aroma unvergleichlich.

Brombeeren am Strauch
istock.com / gorr1

(BZfE) – Reife Brombeeren sind eine Delikatesse. Die weichen, blauschwarz-glänzenden Früchte überzeugen mit ihrem süßsäuerlichen Aroma und warten dazu noch mit einem hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen auf. Insbesondere Carotinoide sind in so großen Mengen enthalten, dass die Brombeere an der Spitze der Provitamin A-Lieferanten bei den Beerenfrüchten steht.

Botanisch handelt es sich bei der Brombeere Rubus sectio Rubus um eine sogenannte Sammelsteinfrucht, bei der viele kleine Steinfrüchte auf einem zapfenförmigen Fruchtboden sitzen. Jede der einzelnen Beeren enthält einen harten Samen, der wie bei einer Kirsche in das saftige Fruchtfleisch eingebettet ist von einer dünnen Außenhaut umhüllt wird. Der Fruchtboden löst sich auch bei der Reife nicht von der Frucht – anders als zum Beispiel bei der Himbeere. Die saftigen Früchte der Kultursorten sind etwa zwei bis drei Zentimeter groß und rund bis walzenförmig. Bei den wild wachsenden Brombeersträuchern werden die Früchte nicht ganz so groß.

Das Aroma reifer Brombeeren ist unvergleichlich. Der süßsäuerliche Geschmack der saftigen Früchte ist insbesondere auf die enthaltenen Fruchtsäuren und den relativ hohen Zuckergehalt zurückzuführen. Unter den Beerenfrüchten haben Brombeeren den höchsten Provitamin A-Gehalt. Provitamin A wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, das unter anderem wichtig für die Augen ist. Nennenswert sind darüber hinaus auch die Gehalte an Vitamin C und Vitamin E, die beide am Zellschutz beteiligt sind, sowie die Vitamine aus der B-Gruppe, die für Stoffwechselprozesse unentbehrlich sind. Reichlich Mineral- und Ballaststoffe sowie ein breites Spektrum an Phenolsäuren und Flavonoiden – denen antibakterielle und antikanzerogene Wirkungen nachgesagt werden – ergänzen das Potpourri der gesunden Inhaltsstoffe.

Die kalorienarmen Früchtchen haben gerade einmal 36 Kilokalorien pro 100 Gramm und eignen sich sehr gut als frisches Naschobst. Sie lassen sich aber auch äußerst vielseitig in der Küche verwenden. Brombeeren bereichern jedes Dessert, zum Beispiel Eis-, Jogurt- oder Quarkspeisen, überzeugen als Tortenbelag oder als Beigabe zum Rumtopf. Auch Konfitüren, Gelees, Fruchtsoßen oder Kompotts lassen sich aus oder mit Brombeeren herstellen. Wer mag, kann sie zudem zu Saft, Sirup, Wein, Likör oder Obstgeist verarbeiten. Zum Einfrieren sind sie ebenfalls geeignet.

Tipp: Reife Brombeeren sind sehr weich. Sie sind sehr empfindlich und verderben schnell. Man lagert sie am besten nebeneinander auf einem Teller im Kühlschrank. Dort halten sie sich etwa ein bis zwei Tage.

Heike Stommel, www.bzfe.de

Heft „Obst“, Bestell-Nr. 1002, Preis: 4,00 Euro

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