Logo Bundeszentrum für Ernährung

28/18 vom 11.07.2018

 

 
 

Allulose

Echter Zucker fast ohne Kalorien?

(BZfE) – Zucker fast ohne Kalorien gibt es in den USA und manchen asiatischen Staaten unter dem Namen Allulose oder Psicose schon länger. Ein Start-up der Zuckerfabrik Pfeifer & Langen will nun auch in der Europäischen Union zügig die Zulassung dieses Zuckers beantragen und in die Großproduktion im Rheinland einsteigen.

Das junge Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, Zucker fast ohne Kalorien in großem Maßstab aus Rübenzucker herzustellen. Das Unternehmen gibt an, die Molekülstruktur des Rübenzuckers zu verändern, so dass der Energiegehalt gewissermaßen verkapselt werde. Der menschliche Stoffwechsel erkenne die Allulose nicht mehr als Energielieferant.

Diverse Gremien und zunehmend auch die Lebensmittelindustrie bemühen sich derzeit um die Reformulierung beim Zucker- und Salzgehalt von Lebensmitteln. Und auch Verbraucher sind ständig auf der Suche nach zuckerarmen Lebensmitteln. Entsprechend dürfte für den fast kalorienfreien Zucker – bei entsprechender Preisgestaltung – ein interessanter Markt zu erwarten sein.

Die Produktion ist ein komplexer lebensmitteltechnologischer Prozess. Rübenzucker ist das Ausgangsprodukt. Das dürfte auch die europäischen Zuckerrübenanbauer freuen. Geschmacklich und funktional soll sich die Allulose für das Süßen von Speisen und Getränken eignen. Ob es mit dem Backen funktioniert, sollte sich noch herausfinden lassen. Der Zucker behält einen Restkaloriengehalt von 0,2 kcal pro Gramm. Üblicher Haushaltszucker hat 4 kcal pro Gramm.

Das neue Unternehmen rechnet daher damit, dass eine Kennzeichnung „ohne Kalorien“ durch die EU genehmigt werden wird. Und das wäre für die Akzeptanz bei den Kunden und einen zügigen Markterfolg entscheidend.

Britta Klein, www.bzfe.de

 

Weitere Informationen:

Die Förderung dieses Verbundprojektes, an dem noch weitere Unternehmen und Universitäten (RWTH Aachen, Hochschule Ostwestfalen-Lippe) beteiligt sind, erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)  im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

https://service.ble.de/ptdb/kalorienarme_zucker

https://www.presseportal.de/pm/66434/3991477

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Adipositas bei Kindern

Gesunder Lebensstil der Mutter senkt offenbar das Risiko

(BZfE) – Wenn die Mutter ein normales Körpergewicht und gesunde Lebensgewohnheiten hat, haben Kinder und Jugendliche ein bis zu 75 Prozent geringeres Risiko für Adipositas. Das lassen die Ergebnisse einer Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health in den USA vermuten. An der Untersuchung nahmen knapp 17.000 Mütter und ihre 24.000 Kinder im Alter von 9 bis 18 Jahren teil. Die US-amerikanischen Wissenschaftler bestimmten unter anderem den Körpermassenindex (BMI) der Probanden. Der BMI gibt das Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat) an. Des Weiteren machten die Teilnehmer in Fragebögen Angaben zu ihrer Gesundheit und der Ernährungs- und Lebensweise. In den folgenden fünf Jahren entwickelten 1.282 Heranwachsende eine Fettleibigkeit (Adipositas), bei der der BMI mindestens bei einem Wert von 30 liegt. Das ist bedenklich, da eine zu hohe Körpermasse die Entstehung weiterer Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden begünstigt.

Offenbar führt ein gesunder Lebensstil der Mutter dazu, dass der Nachwuchs seltener eine Adipositas entwickelt. Am geringsten war das Risiko, wenn alle fünf von den Wissenschaftlern festgelegte Faktoren erfüllt waren: ein normales Körpergewicht, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, ein maßvoller Alkoholkonsum und eine „gesunde“ Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn, aber wenig rotem Fleisch und gesüßten Getränken. Allein ein Körpergewicht im „Normalbereich“ der Mutter senkte das kindliche Adipositasrisiko um 56 Prozent – unabhängig von Alter, Herkunft, Krankheitsgeschichte und sozialem Hintergrund. Die Ernährungsweise der Mutter hatte dagegen keinen nachweisbaren Einfluss, ist im British Medical Journal (BMJ) zu lesen. Das liege vermutlich daran, dass die Ernährung der Mädchen und Jungen auch von anderen Faktoren wie dem Schulessen und dem Nahrungsangebot in der Wohnumgebung abhängt.

Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelt, können zwar keine ursächlichen Beziehungen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass der Lebensstil der Mutter die Gewohnheiten der Kinder prägt und auf verschiedenen Ebenen deren Gesundheit und Körpergewicht beeinflusst. Daher sollten sich Eltern ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://dx.doi.org/10.1136/bmj.k2486

BMI-Rechner: https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

https://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrung-und-bewegung-3665.html

Heft „Das beste Essen für Kinder - Empfehlungen für die Ernährung von Kindern“
Bestell-Nr. 1447, Preis: 2,50 Euro

www.ble-medienservice.de

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Keine Energydrinks für Kinder

Niederländische Discounter stoppen Verkauf

(BZfE) – In den Niederlanden verkaufen einige Discounter ab Oktober 2018 keine Energydrinks mehr an Kinder unter 14 Jahren. Anlass für diese Entscheidung seien zunehmende Sorgen über die Folgen des Konsums dieser Getränke. In Großbritannien hatten Discounter den Verkauf an unter 16-Jährige bereits im März gestoppt. In Litauen regelt seit 2014 ein Gesetz, dass Energydrinks nicht an Minderjährige abgegeben werden dürfen.

Energydrinks haben mit 32 Milligramm pro 100 Milliliter einen deutlich höheren Koffeingehalt als zum Beispiel Cola-Getränke. Außerdem sind weitere Stoffe wie Taurin, Inosit und Glucuronolacton und oft hohe Mengen Zucker enthalten. Aus diesen Gründen sind solche Getränke für Kinder nicht zu empfehlen. Auch wenn der Konsum kritisch gesehen wird, ist in Deutschland eine Altersbeschränkung beim Verkauf von Energydrinks derzeit nicht geplant. Per Gesetz muss jedoch der hohe Koffeingehalt gekennzeichnet werden. Liegt er bei mehr als 150 mg pro Liter, ist der Hinweis „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ vorgeschrieben. Auch der tatsächliche Koffeingehalt (in mg/100 ml) muss auf das Etikett.

Koffein steigert die Herzfrequenz und stimuliert das zentrale Nervensystem. In hohen Dosen können Konzentrationsstörungen und innere Unruhe die Folge sein. Für Kinder gilt eine Einzeldosis von höchstens 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht als sicher. Damit wäre für einen 10-Jährigen, der rund 30 Kilogramm wiegt, schon eine 250-ml-Dose eines Energydrinks pro Tag kritisch. Außerdem scheint der Konsum in Verbindung mit sportlicher Betätigung ein Risiko zu sein. Allein aufgrund des hohen Zuckergehalts sind Energydrinks auch keine Durstlöscher.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/energy-drinks-561.html

https://www.bzfe.de/inhalt/energydrinks-motive-verzehr-und-risikowahrnehmung-bei-jugendlichen-5536.html

BZfE-Filmclip über mögliche Folgen von zu viel Energydrinks:
https://youtu.be/GcD4hCGXJ2I

Kompaktinfo „Dosen machen keine Flügel!“
Bestell-Nr. 0413, kostenlos

www.ble-medienservice.de

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Dosen machen keine Flügel

BZfE-Kompaktinfo zu Energydrinks für Kinder

(BZfE) – Kinder nehmen vielfach Koffein auf, ohne dass es gleich auffällt: Viele Getränke wie Energy Drinks und Cola, Eistee sowie Kakao oder Schokolade enthalten Koffein. Energydrinks sind aber nichts für Kinder. Durch aufwändige Marketingaktionen mit trendigen Sportarten und Computerspielen sind sie aber im Leben vieler Kinder und Jugendlicher sehr präsent und angesagt.

Eltern von Grundschulkindern hilft die Kompaktinformation „Dosen machen keine Flügel!“ des Bundeszentrums für Ernährung mit kurzen, knappen Infos ihren Kindern zu erklären, warum Koffein ihnen nicht gut tut. Zu viel Koffein kann bei Erwachsenen zu Schlafstörungen, Herzrasen oder erhöhter Ängstlichkeit führen. Bei Kindern sind auch Hyperaktivität und gestörte Aufmerksamkeit möglich.

Kompaktinformation „Dosen machen keine Flügel“, 3. Auflage 2018, 8 Seiten, DIN lang,

Bestell-Nr. 0413, kostenlos zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung

E-Mail: bestellung@ble-medienservice.de
Internet: www.ble-medienservice.de

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Frühstücken für eine gerechte Welt?

Einfluss von Kohlenhydraten auf soziale Entscheidungen

(BZfE) – Die Zusammensetzung unserer Speisen mit Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen bestimmt mit, welche Botenstoffe – also Neurotransmitter – im Gehirn zur Verfügung stehen. Das ist seit einigen Jahren bekannt. „Biochemische Prozesse beeinflussen unser Verhalten. Bislang hatten wir jedoch keine Erkenntnisse darüber, in welchem Maß diese nahrungsinduzierten Veränderungen bei den Botenstoffen im Gehirn auftreten und ob sie das Verhalten messbar verändern“, so Professor Sebastian M. Schmid, Leiter Endokrinologie, Diabetologie, Internistische Adipositasmedizin an der Universität zu Lübeck. Mit einem interdisziplinären Forscherteam kombinierte Schmid sozialpsychologische Tests mit medizinischen Analysemethoden. Dabei stand das Frühstück im Mittelpunkt, da es nüchtern eingenommen wird und Ergebnisse damit nicht durch vorangegangene Mahlzeiten verfälscht werden konnten.

Die Probanden erhielten einmal ein Frühstück mit einem sehr hohen Kohlenhydratanteil von 80 Prozent (Protein 10 %, Fett 10 %) und in der anderen Versuchsanordnung ein Frühstück mit gleichem Kaloriengehalt und einer Makronährstoffzusammensetzung von 50 Prozent Kohlenhydrate, 25 Prozent Protein und 25 Prozent Fett. Drei Stunden nach dem Verzehr des Frühstücks wurden verschiedene neurokognitive Tests durchgeführt, darunter auch das sogenannte „Ultimatum Game“. Bei diesem Spiel erhält der Proband von einem virtuellen Gegenspieler ein Angebot, wie 10,00 Euro zwischen den beiden aufgeteilt werden. Empfindet der Proband das Angebot als fair und nimmt es an, kommt der Deal zustande und beide Spieler erhalten den entsprechenden Betrag. Empfindet der Proband das Angebot jedoch als unfair, kann er den Deal ablehnen und beide Spieler gehen leer aus. Dieser Test ist in der Forschung sehr gut validiert, um Verhalten zu sozialer Gerechtigkeit zu testen und die individuelle Schwelle zu bestimmen, bei der ein Mensch lieber den Gegner und sich selbst bestraft (indem er selbst leer ausgeht), als sein Gegenüber mit einer Ungerechtigkeit davonkommen zu lassen.

„Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen der Makronährstoffkomposition des Frühstücks und der Reaktion der Probanden auf unfaire Angebote gab“, so Schmid. Je höher der Anteil an Kohlenhydraten und entsprechend niedriger der Proteinanteil im zurückliegenden Frühstück war, desto sensibler reagierten die Probanden auf „unfaire Angebote“.

Keine Rolle scheint der nach dem Essen gemessene Blutzuckerspiegel zu spielen. Einzig das nach dem Essen veränderte Profil der zirkulierenden neutralen Aminosäuren, lässt direkt auf die Konzentrationen des Neurotransmitters Dopamin schließen. Das identifizierten die Forscher als kausalen Mechanismus für den Zusammenhang von kohlenhydratreicher Nahrung und erhöhter Sensibilität gegenüber unfairen Angeboten.

Die Studie soll zeigen, dass unsere Ernährung einen stärkeren Einfluss auf unser Leben haben kann als bisher vermutet. Vor diesem Hintergrund überdenkt der ein oder andere vielleicht seine „low carb“ Diät. Ob allein 80 % Kohlenhydrate zum Frühstück unsere Gesellschaft automatisch sozial gerechter macht, ist aber leider noch nicht erwiesen.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.endokrinologie.net/pressemitteilung/zusammensetzung-des-fruehstuecks

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Heidelbeeren

Gesunde Allround-Talente

(BZfE) – Unglaublich lecker, sehr gesund, und äußerst vielseitig verwendbar – so lassen sich die vielen positiven Eigenschaften der Heidelbeere zusammenfassen. Wer die kleinen blauen Früchtchen mag, wird längst festgestellt haben, dass es sich bei der angebotenen Ware inzwischen meist um die Kulturheidelbeere handelt. Denn diese unterscheidet sich in einem auffälligen Merkmal von der heimischen Waldheidelbeere: Nach dem Genuss von Waldheidelbeeren färben sich Zunge und Zähne intensiv blau. Das ist bei Kulturheidelbeeren nicht der Fall.

Botanisch handelt es sich um zwei unterschiedliche Arten: Die Waldheidelbeere Vaccinium myrtillus ist ein in Europa und Asien beheimateter Zwergstrauch, der in lichten Nadelwäldern, Hochmooren und Heiden vorkommt. Die Kulturheidelbeere Vaccinium corymbosum stammt dagegen aus Nordamerika und ist aus Kreuzungen verschiedener Wildarten hervorgegangen.

Die Waldheidelbeere wächst nur rund einen halben Meter hoch und entwickelt runde, dunkel- bis schwarzblaue Beeren mit einem Durchmesser bis etwa ein Zentimeter. Ihre Früchte enthalten in der Außenhaut und im Fruchtfleisch die stark färbenden Anthocyane. Kulturheidelbeeren wachsen an bis zu vier Meter hohen Sträuchern und können – je nach Sorte – Durchmesser von bis zu drei Zentimeter erreichen. Der blaue Farbstoff Anthocyan ist bei ihnen nur in der Außenhaut vorhanden. Das Fruchtfleisch ist farblos und etwas fester als das der Waldheidelbeeren. Die typische Bereifung der Außenhaut bildet sich zum Schluss der Fruchtreife. Sie schützt die Frucht vor übermäßiger Erhitzung, zu starker Nässe und dem Eindringen von Krankheitserregern.

Auch bezüglich der Inhaltsstoffe gibt es Unterschiede. Kulturheidelbeeren enthalten rund doppelt so viel Zucker wie Waldheidelbeeren, allerdings nur etwa die Hälfte der organischen Säuren. Daher schmecken Waldheidelbeeren süßsäuerlich aromatisch, die Kulturvariante ist süßer und nicht ganz so intensiv im Geschmack. Hinsichtlich des Gehaltes an Vitaminen und Mineralstoffen gibt es aber keine größeren Unterschiede. Im Vergleich zu anderen Früchten besitzen Heidelbeeren relativ viel Vitamin E und Mangan. Der hohe Anthocyan-Gehalt, insbesondere der Waldheidelbeeren, ist verantwortlich für das antioxidative Potenzial und damit die zellschützende und stressmindernde Wirkung der Früchte. Der hohe Gerbstoffgehalt (vor allem bei getrockneten Heidelbeeren) hilft bei Durchfall-Erkrankungen und bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Die kleinen blauen Früchte sind wahre Allround-Talente in der Küche. Sie schmecken frisch als Naschobst, in Obstsalaten, Milchspeisen, als Kuchenbelag oder ganz hervorragend als Pfannkuchen. Sie können zu Saft, zu Kompott, Konfitüre oder zu alkoholischen Getränken verarbeitet werden.

Übrigens: Waldheidelbeeren werden bei uns bis etwa Ende September angeboten und stammen überwiegend aus Importen, insbesondere aus Osteuropa. Die Früchte sind nicht ganz so lange haltbar wie die der Kulturheidelbeeren, die es noch bis etwa Ende Oktober aus deutschem Anbau gibt. Wer Wert auf intensives Aroma, hohen Vitamingehalt und kurze Transportwege legt, sollte daher jetzt zugreifen.

Heike Stommel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Heft „Obst“,
Bestell-Nr. 1002, Preis: 4,00 Euro

Poster „Der Saisonkalender Obst und Gemüse“,
Bestell-Nr. 3488, Preis: 2,50 Euro

www.ble-medienservice.de

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


So gelingen selbstgemachte Konfitüre und Gelee

Was bewirken fertige Gelierzucker?

(BZfE) – Konfitüre und Gelee selber einkochen ist nicht schwer. Besonders einfach ist es mit fertigem Gelierzucker. Die im Handel angebotenen Produkte unterscheiden sich in der nötigen Zuckermenge und eventuell weiteren Zutaten. Die benötigte Zuckermenge variiert zwischen einem Verhältnis von 1:1, also genauso viel Fruchtgewicht wie Zucker, und 3:1, also dreimal so vielen Früchten wie Zucker. Der Zucker konserviert und unterstützt den Geschmack. Zusätzlich enthalten alle Produkte ein pflanzliches Geliermittel, meist Pektin. Es sorgt für die nötige Festigkeit. Häufig sind zusätzlich Zitronensäure, Sorbinsäure oder Kaliumsorbat und Fett enthalten. Zitronensäure hat zwei Aufgaben: Sie sorgt für säuerliche Frische im Geschmack und unterstützt die Haltbarkeit. Sorbinsäure und deren Salze sind Konservierungsmittel. Sie sorgen bei Produkten, die mehr Frucht als Zucker enthalten, für längere Haltbarkeit. Das Fett im Gelierzucker verringert das Schäumen beim Kochen. Dafür wir oft Palmfett genutzt. Bio-Gelierzucker verzichten in der Regel auf Zitronensäure, Sorbinsäure und Fett.

Wer ohne fertigen Gelierzucker auskommen möchte, kann reines Pektin oder andere Geliermittel verwenden. Für den frischen Geschmack gibt man Zitronensaft hinzu und etwaiger Schaum lässt sich mit einer Schaumkelle entfernen.

Im Supermarkt findet man auch Spezialprodukte für Erdbeerkonfitüre oder andere Beeren-Konfitüren. Laut Herstellerangaben ist deren Zusammensetzung genau auf das jeweilige Aroma und den Säuregehalt der entsprechenden Früchte abgestimmt. Wie andere Gelierzucker bestehen auch die Spezialprodukte zu 97 bis 98 Prozent aus Zucker und enthalten Sorbinsäure oder Kaliumsorbat, Zitronensäure und Fett.

Bei Früchten, die von Natur aus Pektin enthalten, kann Konfitüre auch ohne die Zugabe eines Geliermittels fest werden. Besonders viel Pektin bringen Äpfel und Quitten mit. Der Pektin-Gehalt sinkt jedoch mit dem Reifegrad der Früchte und die Zubereitung einer Konfitüre ohne Zugabe von Pektin dauert deutlich länger.

Julia Icking, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/zuckern-1355.html

http://www.bzfe.de/inhalt/kennzeichnung-von-zusatzstoffen-1881.html

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Bewegung und Bewegungsförderung

Forschungsprojekte gesucht

(BZFE) – Um Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren und allgemein Bewegung zu fördern, hat das Bundesgesundheitsministerium einen Fördertopf für Forschungsprojekte aufgelegt. Mit den „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ wurden 2016 für Deutschland erstmals wissenschaftlich fundierte und systematisch aufbereitete Empfehlungen über die optimale Art, Dauer und Intensität gesundheitsförderlicher Bewegung und Bewegungsförderung erstellt. Vor diesem Hintergrund sollen nun Forschungsprojekte gefördert werden, die das Potenzial eines bewegten Lebensstils in der Bevölkerung bekannt machen und den Grundstein für mehr Bewegung legen.

Von Interesse sind Forschungsprojekte, die entweder

  • wissenschaftliche Erkenntnisse zur Förderung von Bewegung für eine auszuwählende Zielgruppe oder Lebenswelt modellhaft und zielgruppen- bzw. lebensweltspezifisch in die Praxis umsetzen,
  • eine begleitende Evaluation der praxisrelevanten Modellvorhaben sicherstellen oder
  • eine Systematisierung und Analyse von Bewegung und Bewegungsförderung in Deutschland vornehmen.

Vorhaben können bis zum 3. September 2018 eingereicht werden.

Alle Informationen sowie ein Einreichungstool zur Öffentlichen Bekanntmachung "Bewegung und Bewegungsförderung" des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium/foerderung/bewegung-und-bewegungsfoerderung.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Einen IN FORM Beitrag "Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung" finden Sie hier: https://www.in-form.de/bewegung-und-bewegungsfoerderung.

Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung:
www.gesund-ins-leben.de/nationale-empfehlungen-fuer-bewegung-und-bewegungsfoerderung

Artikel auf Facebook teilen

nach oben


Impressum

Herausgeberin:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 - 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Rechtliche Hinweise
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäβ § 27 a Umsatzsteuergesetz lautet
DE 114 110 249.

Anträge oder Rechtsbehelfe müssen auf dem Postweg, per Telefax, über info@ble.de versehen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur oder über info@ble.de-mail.de durch De-Mail in der Sendevariante mit bestätigter sicherer Anmeldung übermittelt werden.

Andere E-Mail-Adressen stehen nur für die allgemeine Kommunikation zur Verfügung, über sie ist kein elektronischer Rechtsverkehr möglich.

Veröffentlichung kostenlos unter Quellenangabe Autorenname, www.bzfe.de
Über einen Beleg freuen wir uns.

© BLE 2018

 

Wenn Sie die Text-Version anstelle der HTML-Version erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.