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09/19 vom 27.02.2019

 

 
 

Lebensmittel-Infos zum Download

Rezepte und Hinweise zur Lagerung

(BZfE) – Das Smartphone auf den QR-Code des gewünschten Obstes oder Gemüses richten und schon können Rezepte und Hinweise zur Lagerung von der Seite www.bzfe.de als PDF-Datei heruntergeladen werden. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat ein Poster „Lebensmittelinfos zum Download“ erarbeitet, das sich zum Aushang in Ausgabestellen der TAFELN, in sozialen Einrichtungen, in Schulen aber auch in Praxen der Ernährungsberatung eignet. Informationen und Rezepte zu insgesamt 19 Obst- und Gemüsearten und zur Haltbarkeit von Lebensmitteln sind über einen QR-Code auf dem Poster zugänglich. So finden Kunden, die einzelne Obst- und Gemüsearten und ihre Verwendung noch nicht kennen, einen schnellen, einfachen Zugang aber auch neue Ideen für die Zubereitung ihres Lieblingsobstes- oder gemüses.

Neben Obst- und Gemüsearten, wie Weißkohl, Kohlrabi oder Chicorée bis hin zu Kaki und Avocado sind auch Informationen zu Standardlebensmitteln wie Brot und Eiern verfügbar. In leicht verständlicher Sprache, unterstützt durch Bilder, beschreiben die jeweils zweiseitigen PDF-Dateien das Wichtigste über das Lebensmittel, seine Haltbarkeit und die richtige Lagerung. Vermittelt werden die hygienische Verarbeitung und natürlich die Zubereitung des jeweiligen Produkts. Kernstück der Infoblätter ist ein bebildertes Rezept. Mit verständlichen Anweisungen und erklärenden Bildern wird die Zubereitung Schritt für Schritt gezeigt. Ergänzend zu den Lebensmittelinfos gibt es ein weiteres Infoblatt zum Thema Haltbarkeit, denn Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum werden oftmals missverstanden.

Auf den Websites sind außerdem weitere leckere und einfache Rezepte zu dem jeweiligen Lebensmittel verlinkt.

www.bzfe.de

Weitere Infos:
Poster „Lebensmittel-Infos zum Download – Rezepte und Hinweise zur Lagerung“, Bestell-Nr. 1009,
kostenlos zum Download unter: www.ble-medienservice.de

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Essen als Ideologie oder Ersatzreligion

Was steckt hinter Ernährungstrends?

(BZfE) – Immer mehr Menschen essen ohne medizinische Notwendigkeit glutenfrei. Andere schwören auf „Clean Eating“, „low carb“ oder propagieren den Nutzen des Intervall-Fastens. Noch nie gab es so viele Ernährungstrends wie heute. Dahinter steckt nicht nur der Wunsch nach lebenslanger Gesundheit und Fitness. Wer einen bestimmten Ernährungsstil pflegt, wird dabei oft von einzelnen oder einem ganzen Bündel an Werten geleitet. Oftmals ist die Ernährung ein Ausdruck des gesamten Lebensstils. So bringen manche Veganer bewusst ihre ethische Haltung zum Ausdruck. Bei „Clean Eating“ und „Paleo“ kann Kritik an der Lebensmittelindustrie mitschwingen. Käufern von Bio-Lebensmitteln kann ein nachhaltiger Lebensstil wichtig sein.

Gleichzeitig finden Menschen über das, was sie essen oder eben nicht, schnell Kontakt zu Gleichgesinnten und grenzen sich von anderen ab. Sie legen sich im Sinne von „du bist, was du isst“ eine Identität zu, die ihnen Halt gibt. Dazu kommt ein ganz praktischer Nutzen: Ernährungsstile mit klaren Regeln sorgen für Orientierung im Überangebot an Lebensmitteln und erleichtern die tägliche Entscheidung, was auf den Teller kommt.

Das sollte im Hinterkopf haben, wer über Ernährungsthemen informiert oder in der Beratung tätig ist: Statt fragwürdige Trends oder scheinbaren Dogmatismus zu verurteilen, gilt es, die Beweggründe dahinter zu verstehen. Besonders dann, wenn Klienten sich nicht ausgewogen ernähren oder sich zwanghaft mit ihrem Essen beschäftigen.

Gabriela Freitag-Ziegler, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/essen-als-ideologie-oder-ersatzreligion-33522.html

 

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Beim Backen Müll vermeiden

Tipps für die Umwelt und den Geldbeutel

(BZfE) – Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gibt Verbrauchern immer wieder Tipps wie sie beim Einkaufen, Lagern und Zubereiten Müll vermeiden können. Eine aufmerksame Leserin hat dem BZfE kürzlich eine Anregung gegeben, wie dies beim Backen gelingen kann. In einem Rezept zu Hefekrapfen wurde empfohlen, die ausgestochenen Teigkringel zum Aufgehen auf Backpapier zu legen. Selbstverständlich geht das auch anders: Man kann die Teigrohlinge zum Beispiel auf einem bemehlten Backbrett oder einer bemehlten Tischplatte gehen lassen. So kleben die Teigrohlinge ebenfalls nicht an. Selbst wenn man Backpapier verwendet, lässt es sich häufig mehrfach gebrauchen. Es geht aber auch ohne Backpapier, indem man Bleche und Formen mit etwas Butter oder Margarine einfettet und sie dann mit Mehl bestäubt. Gut geeignet sind auch emaillierte Backbleche und Formen, die ganz ohne Einfetten oder andere Antihaftmittel auskommen und zudem leicht zu reinigen sind.

Auch bei der Auswahl der Backzutaten lässt sich Müll vermeiden und gleichzeitig Geld sparen. Ein paar Beispiele: Anstelle von kleinen Vanillezucker-Tütchen kann man Vanillezucker selber machen. Wer das Mark einer Vanilleschote bereits verwendet hat, kann die Schote prima „recyceln“: Einfach die aufgeschnittene Schote in ca. drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit Zucker in ein leeres, sauberes Marmeladenglas geben und verschließen. Nach etwa zwei Wochen hat der Zucker das Vanillearoma angenommen. Wer einen Mixer hat, kann auch Puderzucker selbst herstellen: Zucker in den Mixer geben, mixen, fertig. Statt Zitronenaroma in kleinen Tüten oder Fläschchen kann man die geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone oder etwas frisch gepressten Zitronensaft verwenden. Schließlich können Verbraucher durch den Kauf von Backzutaten in umweltfreundlichen Verpackungen oder sogar in verpackungsfreien Läden dazu beitragen, Müll zu vermeiden.

Hedda Thielking, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/verpackungsfreie-laeden-31107.html

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Ein Döner, bitte!

Oder: Wie heißt das Produkt am Drehspieß eigentlich?

(BZfE) – „Bitte einen Drehspieß aus zerkleinertem Fleisch und Hackfleisch nach Döner Kebab Art“. Kaum vorstellbar, dass einem bei der Bestellung an einer Imbissbude diese Formulierung über die Lippen geht. Das muss auch nicht sein. Erfüllt aber das angebotene Erzeugnis vom Drehspieß nicht die allgemeine Verkehrsauffassung für einen „Döner Kebab“, dann gibt nur eine beschreibende Bezeichnung die Art des Erzeugnisses unmissverständlich zu erkennen. Sie ist Pflicht für das vorverpackte Angebot von Herstellern oder im Großhandel. Und auch auf der Speisekarte in der Gastronomie dürfen nur Bezeichnungen aufgeführt werden, die zutreffend sind und Verbraucher nicht täuschen.

Doch sowohl bei Herstellern, Großhändlern wie auch in der Gastronomie ist nach den Ergebnissen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Niedersachsen einiges in der Schieflage. Zehn Drehspießprodukte untersuchte die Behörde 2018. Das ernüchternde Ergebnis: Keins der Produkte war frei von Kennzeichnungsmängeln. Ähnlich die Ergebnisse einige Jahre zuvor: Von insgesamt 24 untersuchten Drehspießprodukten in den Jahren 2014 und 2015 wiesen alle bis auf eins Kennzeichnungsmängel auf.

Woran liegt es, mag man sich da fragen. Zugegeben, die Fülle unterschiedlicher Drehspießerzeugnisse kann durchaus Verwirrung stiften. Zumal im Volksmund ohnehin fast alle nur von „Döner“ reden. Doch das entbindet Anbieter nicht davon, ihr Produkt zutreffend zu bezeichnen. Ein besonderes Dilemma für Imbissbetreiber: Wirklich verlässlich scheint den niedersächsischen Überwachungsergebnissen zufolge schon die Originalkennzeichnung der Hersteller nicht zu sein. Entscheiden sich die Imbissbetreiber aber für eine davon abweichende Bezeichnung, obliegt ihnen dabei eine besondere Sorgfaltspflicht.

Welche Produkte den Namen „Döner Kebab“ oder „Döner“ verdienen, beschreiben die Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission: Dünne Fleischscheiben vom Schaf oder Rind oder Mischungen daraus werden im Wechsel mit einer Hackfleischmasse auf einen Drehspieß gesteckt, dazu Salz und Gewürze sowie gegebenenfalls Eier, Zwiebeln, Öl, Milch und Joghurt. Das war´s.

Mehr Zutaten enthält ein Döner Kebab üblicherweise nicht. Auch keine Bindemittel. Wird etwa Paniermehl als Bindemittel zugesetzt, muss „Döner Kebab mit Paniermehl“ auf der Speisekarte stehen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von klassischem Döner ist sein Hackfleischanteil: Der beträgt höchstens 60 Prozent.

Weist ein Produkt mehr als eine Abweichung von klassischem Döner auf – enthält es also Bindemittel, mehr Hackfleisch als für Döner üblich oder enthält es anstelle von Fleischscheiben einfach irgendwie zerkleinertes Fleisch – dann liegt ein Erzeugnis eigener Art vor. Der Name „Döner“ ist dann tabu. Denkbar ist allenfalls ein Hinweis wie „gewürzt nach Döner Art“ ergänzend zu einer Beschreibung des Drehspießproduktes.

Ein Sonderfall sind Döner aus Hähnchen- oder Putenfleisch: Sie heißen „Puten-Döner Kebab“ oder „Hähnchen-Döner Kebab“. Für sie gilt in Bezug auf ihre Zutaten praktisch dasselbe wie für klassischen Döner – mit einer Ausnahme: Sie enthalten kein Hackfleisch.

Dr. Christina Rempe, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de/

https://www.deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de/downloads/leitsaetzefleisch.pdf

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Bananenmehl für die Küche

Glutenfrei und nussig im Geschmack

(BZfE) – Grünes Bananenmehl für die Küche? Offenbar ist das ein Trend, wenn auch noch recht unbekannt in Deutschland. Die außergewöhnliche Backzutat hat einen angenehm nussigen Geschmack, der kaum an Banane erinnert. In einigen Teilen der Welt wie Westafrika und der Karibik ist Bananenmehl ein fester Bestandteil der Ernährung. Es wird aus unreifen, geschälten und getrockneten Kochbananen hergestellt.

Hierzulande kann das Bananenmehl gängigen Gerichten eine interessante Geschmacksnote geben. Es eignet sich zum Backen von Pfannkuchen, Brot und Gebäck, aber auch zum Binden von Soßen und für die Zubereitung von Pudding. Beim Backen kann die gesamte Menge des herkömmlichen Mehls gegen Bananenmehl ausgetauscht werden.

Im Bananenmehl stecken Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium und Vitamin C. Durch den hohen Anteil an resistenter Stärke ist es im Vergleich zu anderen Mehlsorten kalorienarm, aber trotzdem sättigend. Resistente Stärke kann von Verdauungsenzymen nicht aufgeschlossen werden – ähnlich wie Ballaststoffe, die den Dickdarm passieren. Das fördert die Verdauung und eine gesunde Darmflora. Ein weiterer Vorteil: Bananenmehl ist glutenfrei und daher auch für Menschen mit Zöliakie geeignet. Wer es ausprobieren möchte, wird in Reformhäusern und gut sortierten Supermärkten fündig.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/zoeliakie-29172.html

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Zahlen zum Bio-Lebensmittelmarkt

Die Schweizer geben das meiste Geld für Bio aus

(BZfE) – Weltweit nimmt die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln zu. Die Länder mit den größten Märkten nach Umsätzen waren im Jahr 2017 die USA (40 Milliarden Euro), Deutschland (10 Mrd. Euro), Frankreich (7,9 Mrd. Euro) und China (7,6 Mrd. Euro). Der Gesamtwert lag bei geschätzten 90 Milliarden Euro, geht aus der aktuellen Ausgabe der Studie „The World of Organic Agriculture“ hervor. Dieses statistische Jahrbuch zum weltweiten Biolandbau wird vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und dem Weltdachverband des Biolandbaus „IFOAM – Organics International“ gemeinsam herausgegeben.

Wie viel die Menschen in Bio-Lebensmittel investieren, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. So gaben die Schweizer im Jahr 2017 mit 288 Euro pro Kopf das meiste Geld für ökologische Erzeugnisse aus. Dänemark lag mit 278 Euro auf dem zweiten Platz, gefolgt von Schweden (237 Euro) und Luxemburg (203 Euro). Die Österreicher ließen sich Bio-Ware 196 Euro und die Deutschen immerhin 122 Euro kosten. In der EU lagen die Pro-Kopf-Ausgaben bei durchschnittlich 67 Euro, während es weltweit nur 10,80 Euro waren.

Den höchsten Bioanteil am Gesamtmarkt für Lebensmittel hatten Dänemark (13,3 %), Schweden (9,1 %), die Schweiz (9,0 %), Österreich (8,6 %) und Luxemburg (7,3 %). In Deutschland waren es nur fünf Prozent. Je nach Produkt gab es jedoch große Unterschiede. So lag der Bioanteil bei Eiern in Dänemark und Frankreich bei rund 30 Prozent und in Deutschland bei 21 Prozent. In Schweden, Österreich und der Schweiz kommen Bio-Milchprodukte auf mehr als zehn Prozent.

Der Ökolandbau hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Im Jahr 2017 wurden weltweit fast 70 Millionen Hektar biologisch bewirtschaftet – 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Australien war das Land mit der größten Bio-Anbaufläche (35,7 Mio. ha), gefolgt von Argentinien (3,4 Mio. ha) und China (3,0 Mio. ha). Mehr als die Hälfte der Bio-Fläche befand sich in Ozeanien (51,4 %). Die EU lag mit 12,8 Millionen Hektar auf den vorderen Plätzen. Die Top 3-Anbauländer waren Spanien (2,1 Mio. ha), Italien (1,9 Mio. ha) und Frankreich (1,7 Mio. ha). In vielen Ländern übertraf die Nachfrage allerdings die inländische Produktion.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.fibl.org

www.organic-world.net/yearbook/yearbook-2019.html

https://www.bzfe.de/inhalt/bio-lebensmittel-32089.html

https://www.bundesprogramm.de//IGW_18BOELN_Faktenblatt.pdf

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Frühstücken oder nicht?

Das ist hier die Frage

(BZfE) – Frühstücken ist gesund, aber hilft laut einer aktuellen Übersichtsstudie nicht unbedingt bei der Gewichtskontrolle. Australische Wissenschaftler hatten den Effekt des regelmäßigen Frühstückens auf das Körpergewicht und die tägliche Energieaufnahme von Erwachsenen untersucht. Dazu nahmen sie 13 Interventionsstudien der vergangenen drei Jahrzehnte, vor allem aus den USA und Großbritannien, auf den Prüfstand. An den Untersuchungen waren Probanden mit unterschiedlichem Körpermassenindex (BMI) beteiligt, die je nach Studiendesign 24 Stunden bis zu 16 Wochen begleitet wurden. Der BMI ist ein gängiges Maß zur Einschätzung des Körpergewichts und gibt das Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat) an.

Bislang war man davon ausgegangen, dass regelmäßiges Frühstücken beim Abnehmen unterstützt und der Verzicht auf die morgendliche Mahlzeit Heißhungerattacken und eine Gewichtszunahme begünstigt. Die neuen Studienergebnisse konnten diese Vermutung nicht bestätigen.

Nach Auswertung der Daten nahmen Frühstücker über den Tag verteilt sogar mehr Kalorien zu sich als Nicht-Frühstücker. Es waren durchschnittlich 260 Kilokalorien, unabhängig von den individuellen Essgewohnheiten. Das machte sich auch auf der Waage bemerkbar: Wer auf die erste Mahlzeit des Tages verzichtete, hatte im Schnitt ein um 0,44 kg geringeres Gewicht. Der Effekt war für Normalgewichtige und Übergewichtige ähnlich. Es ließen sich keine nachweisbaren Unterschiede in den Stoffwechselraten von Frühstückern und Frühstücksmuffeln nachweisen.

Allerdings geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass die untersuchten Studien häufig von geringer Qualität waren. Daher sollten die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert und durch Langzeituntersuchungen untermauert werden. Zudem kann die erste Mahlzeit des Tages auch andere Vorteile für die Gesundheit und das Wohlbefinden haben, schreiben die Mediziner im Fachblatt „British Medical Journal“.

Ein ausgewogenes Frühstück versorgt das Gehirn mit Energie für den Tag. „Wer ohne Essen aus dem Haus geht, ist in Schule und Büro in der Regel unkonzentrierter und weniger leistungsfähig“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler am Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). „Vollkornbrot, klein geschnittenes Obst oder Gemüse und Milchprodukte liefern Treibstoff für die grauen Zellen.“ Eine Alternative zu süßen Cornflakes ist Porridge oder ein Müsli mit Getreideflocken, Nüssen, Früchten und Joghurt. „Frühstücksmuffel können ein Glas Fruchtsaft, einen Smoothie oder ein Getränk je nach Geschmack zu sich nehmen, denn Flüssiges rutscht besser. Das ist besser als nichts“, rät Seitz.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Quelle: British Medical Journal (BMJ), Online-Veröffentlichung (BMJ 2019;364:l42) und Pressemeldung vom 30. Januar 2019

Weitere Informationen:

https://doi.org/10.1136/bmj.l42

https://www.bzfe.de/inhalt/fruehstuecken-in-der-schule-1943.html

BMI-Rechner: Bin ich übergewichtig?
https://www.bzfe.de/inhalt/bmi-rechner-5423.php

Poster „Komm, wir frühstücken“
Bestell-Nr. 3985, Preis: 2,50 Euro

Heft „Genussvoll Kalorien sparen“
Bestell-Nr. 1637, Preis: 2,00 Euro

www.ble-medienservice.de

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Vor oder nach dem Kochen

Wann haben Gewürze und Kräuter ihren Auftritt?

(BZfE) – Frische Kräuter und Gewürze bringen Abwechslung in die Küche und geben Speisen den letzten Schliff. Das Aroma kann sich aber nur optimal entfalten, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden.

Die meisten Gewürze sind unkompliziert. Sie vertragen hohe Temperaturen und können von Anfang an in den Topf. Dazu zählen beispielsweise Curry, Fenchel, Kurkuma, Pimentkörner, Lorbeerblätter, Zimt und Kümmel. Wer den Geschmack noch intensivieren möchte, kann Anis, Schwarzkümmel und Senfsamen vor der Verwendung kurz anrösten.

Bei Kräutern mit festen Blättern wie Estragon, Oregano und Thymian wird der Geschmack während des Kochens sogar noch intensiver. Für ein „Bouquet garni“ werden Kräuterzweige zu einem Sträußchen zusammengebunden, mitgegart und vor dem Servieren wieder entfernt. Bei Chiliflocken nimmt mit der Zeit die Schärfe zu, sodass sie vorsichtig dosiert werden sollten. Paprikapulver dagegen reagiert auf zu viel Hitze mit einem bitteren Beigeschmack.

Zarte Kräuter wie Basilikum, Majoran und Bärlauch vertragen keine langen Kochzeiten. Sie werden nur für einige Minuten hinzugefügt, damit sie ihr Aroma nicht verlieren. Das gilt auch für Ingwer, Safran und Cayennepfeffer. Manche Kräuter wie Kerbel, Dill und Schnittlauch sind so sensibel, dass man sie gar nicht erhitzen sollte. Stattdessen werden sie kurz vor dem Servieren vorsichtig zerkleinert und direkt über das Gericht gestreut. Auch Muskatnuss und Pfeffer sind empfindlich. Gemahlene Gewürze kommen generell immer erst zum Schluss ins Essen.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/kraeuter-650.html

https://www.bzfe.de/inhalt/gewuerze-und-kraeuter-31670.html

Broschüre „Küchenkräuter und Gewürze“
Bestell-Nr. 1372, Preis: 2,00 Euro

www.ble-medienservice.de

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Oberfläche beeinflusst Geschmack

Rau gleich salziger

(BZfE) – Die Oberflächenbeschaffenheit von Geschirr wirkt sich auf die Geschmackswahrnehmung aus. Das zeigten Studien von Thomas J.L. van Rompay und Mitarbeitern an der niederländischen Universität Twente. Konsumenten beurteilten den Geschmack von Kartoffelchips als salziger, wenn diese in einer Schüssel mit rauer Oberfläche serviert wurden. Je nach Chipssorte variierten die Effekte. 180 Kunden eines niederländischen Supermarktes nahmen am Experiment teil und testeten Chips aus Schüsseln mit rauer, körniger Struktur und aus Schüsseln mit glatter Oberfläche. Auch salzarme Chips wurden verkostet. Ein weiterer Test zeigte, dass mittels 3D-Drucker hergestellte Eisbecher mit rauer Oberfläche den Geschmack von Eis beeinflussen. 176 Personen beurteilten den Geschmack von Vanilleeis und Zitronensorbet. Vanilleis in Bechern mit glatter Oberfläche wurde als süßer empfunden, während beim Zitronensorbet die raue Oberfläche die Wahrnehmung des Zitronenaromas verstärkte. Über beide Studien berichtete die Zeitschrift „Food Ingredients Sensorik“.

Renate Kessen, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://research.utwente.nl/the-sweetest-punch-effects-of-3d-printed-surface-textures-and-gra

Quelle: Zeitschrift „Food Ingredients Sensorik“, Ausgabe 1/2019

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Impressum

Herausgeberin:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 - 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Rechtliche Hinweise
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäβ § 27 a Umsatzsteuergesetz lautet
DE 114 110 249.

Anträge oder Rechtsbehelfe müssen auf dem Postweg, per Telefax, über info@ble.de versehen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur oder über info@ble.de-mail.de durch De-Mail in der Sendevariante mit bestätigter sicherer Anmeldung übermittelt werden.

Andere E-Mail-Adressen stehen nur für die allgemeine Kommunikation zur Verfügung, über sie ist kein elektronischer Rechtsverkehr möglich.

Veröffentlichung kostenlos unter Quellenangabe Autorenname, www.bzfe.de
Über einen Beleg freuen wir uns.

© BLE 2018

 

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