Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Dalgona-Kaffee

Wer in Zeiten von Corona den Latte macchiato aus seinem Lieblingscafé vermisst, kann zu Hause einen neuen Sommerdrink ausprobieren.

Dalgona-Kaffee
AdobeStock/Pajaros Volando

(BZfE) – Wer in Zeiten von Corona den Latte macchiato aus seinem Lieblingscafé vermisst, kann zu Hause einen neuen Sommerdrink ausprobieren. Das Trendgetränk heißt Dalgona-Kaffee und hat über soziale Medien den Weg von Asien nach Europa gefunden. Der Name „Dalgona“ stammt von einer Süßigkeit mit Kaffeegeschmack aus Südkorea.

Allerdings ist die Rezeptur nicht neu, sondern orientiert sich an dem sogenannten „Phenti-Hui-Kaffee“ („geschlagener Kaffee“) aus Asien. Für die Zubereitung wird löslicher Kaffee, auch Instantkaffee oder Kaffeeextrakt genannt, zu gleichen Teilen mit Zucker und heißem Wasser verrührt. Das geht mit einem Handmixer, Milchaufschäumer, Schneebesen oder einfach einem Löffel. Für eine Portion reichen zwei Esslöffel pro Zutat. Beim Aufschlagen entsteht eine cremige Masse, die ihre Farbe von einem dunklen Braun zu einem warmen Karamellton wechselt. Nun ein Glas zu zwei Drittel mit warmer Milch füllen und möglichst hübsch mit dem fluffigen Kaffeeschaum toppen.

Wer mehr Aroma möchte, kann die Creme mit etwas Zimt verfeinern oder mit Kakaopulver bestreuen. An heißen Tagen kommt der dekorative Schaum auf kalte Milch. Noch zwei bis drei Eiswürfel hinzugeben, und fertig ist der „Eiscafé“. Statt Milch kann auch eine pflanzliche Alternative wie Mandel-, Cashew- oder Kokosdrink verwendet werden. Übrigens gibt es auch für Nicht-Kaffeetrinker eine Variante: Sie setzen der Milch eine grüne Matcha-Krone auf, für die man das Grünteepulver mit Zucker, Wasser und Kichererbsenwasser (Aquafaba) aufschlägt.

Zurzeit begeistert Dalgona-Kaffee in den sozialen Medien, denn der Drink ist fotogen und eine willkommene Abwechslung im Homeoffice. Ein Vorteil ist die schnelle und einfache Zubereitung. Allerdings bleibt auch Dalgona-Kaffee Instantkaffee, der geschmacklich kaum mit frisch gemahlenem Bohnenkaffee mithalten kann. Instantkaffee wird wie ein Aufguss aus Röstkaffee hergestellt, für den ausschließlich Wasser verwendet wird. Der zunächst flüssige Kaffeeextrakt wird getrocknet und im Handel als Pulver oder Granulat angeboten. Beim Herstellungsprozess gehen viele Aromastoffe verloren. Wer richtig guten Kaffee genießen möchte, trifft mit Bohnenkaffee die bessere Wahl – auch wenn er im Glas vielleicht nicht so spektakulär aussieht.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

bzfe.de/kaffee

als hilfreich bewerten 0 Versenden