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Nah am Alltag und kompetent: Ernährung besser kommunizieren.

Wer Menschen mit seinen Botschaften zu einer ausgewogenen Ernährung erreichen möchte, sollte nicht mehr, sondern besser kommunizieren. Das gelingt durch eine kreative Ansprache auf Augenhöhe.

Frau schaut skeptisch auf hängende Möhre
iStock.com / ismagilov

Wer einen gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Lebensstil pflegen möchte, benötigt verlässliche Informationen, wie dies gelingt. Doch was heißt eigentlich gesund und wie hängt mein Essen und Trinken mit der Umwelt und dem Weltklima zusammen? Jeden Tag bekommen Verbraucher hierzu ein mehr oder weniger verdauliches Menü an Empfehlungen und Meinungen serviert. Aus zahlreichen und zum Teil widersprüchlichen Aussagen müssen sie auswählen und entscheiden: Wem glaube ich? Was ist für mich relevant?

Ernährungskompetenz gibt Sicherheit

Viele Menschen fühlen sich damit überfordert. Je besser ihre Ernährungskompetenz in allen Lebensphasen trainiert wird, desto leichter fallen ihnen diese Entscheidungen. So erlangen sie Sicherheit im Umgang mit Falschaussagen und Halbwahrheiten. Umso wichtiger ist aber auch, dass alle Akteure der Ernährungskommunikation mit einheitlicher Stimme sprechen und die Menschen so entlasten. Das gilt für Ernährungsberater, Ärzte, Medien, Unternehmen, staatliche oder halbstaatliche Institutionen. 

Dabei geht es nicht nur um das „Was“, sondern vielmehr um das „Wie“. Denn zwischen Wissen und Handeln besteht nach wie vor eine große Diskrepanz. Viele Ernährungsempfehlungen ignorieren den Alltag der Menschen und erreichen sie nicht. Außerdem leitet uns oft unser Autopilot und entscheiden wir gar nicht bewusst, was wir essen und trinken.

Sinnvoll sind daher praktische und einfache Hilfen, die die bessere Wahl zur leichteren machen. Das fördert sowohl das eigene Wohlergehen als auch den ressourcen- und klimaschonenden Umgang mit Lebensmitteln.

Zielgruppengerechte Ansprache - analog und digital

Im Zentrum steht eine kreative und zielgruppengerechte Ansprache, die die Menschen in allen Lebensphasen und Settings ohne Druck und auf Augenhöhe zu einer ausgewogenen Ernährung motiviert. Dazu steht heute ein riesiges Potpourri an analogen und digitalen Medien zur Verfügung, aus dem alle Akteure schöpfen können.

Das Bundeszentrum für Ernährung geht hier mit gutem Beispiel voran: Es informiert und kommuniziert über alle Kanäle, nutzt aktiv die neuen Möglichkeiten der sozialen Medien und schöpft die ganze Vielfalt an Maßnahmen aus. Und es vernetzt sich mit anderen Organisationen, um Kompetenzen zu bündeln und den wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Der betrifft neben den Kernfragen der Ernährungswissenschaften auch die Fragen einer erfolgreichen Ernährungskommunikation.

 

Hörfunkbeitrag Juni 2016

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