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Exoten auf der Fensterbank

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Topf statt Kompost! Selbstgezogene Südfrüchte garantieren zwar keine reiche Ernte aber trotzdem schnelle Erfolgserlebnisse.

Kinder sind ja von sich aus fantastisch neugierig und clever. So kommen sie irgendwann zum Beispiel ganz von alleine  auf die Idee, doch mal einen Mandarinenkern einpflanzen zu wollen, um dann im Sommer massig ernten zu können – wohlgemerkt natürlich bitte gleich im nächsten Sommer.

Ach, das klappt nicht? Aber im Schatten liegen wird man ja wohl hoffentlich schon können? Auch nicht?? Egal, in die Erde soll der Kern jetzt aber trotzdem!

Gesagt, getan, ist ja kein großer Aufwand. Doch der Gedanke, nach einigen Wochen in frustrierte Kindergesichter zu sehen, weil sich immer noch nichts tut (so ein blöder, fauler Kern!), schmerzt Elternherzen schon im Vorfeld.

Litschibaum mit Fruchtbehang
Alberto / stock.adobe.com

Also haben wir zusätzlich auf einen ganz anderen Kern zurückgegriffen, nämlich den einer Litschi. Litschis gibt es von Anfang Dezember bis etwa Mitte Februar in vielen Supermärkten, und ich habe schon als Kind erfolgreich kleine Pflänzchen aus den Kernen gezogen. Das wollte ich nun gerne wiederholen.

Bewährte Methode

Was sich bei mir bewährt hat: Den Litschi-Kern in Watte packen. Hatte ich als Kind ursprünglich ausprobiert, weil ich keine Erde hatte und es auch bei Kresse ging, und hat seitdem immer gut funktioniert. Der Watte sieht man nicht nur sofort an, wenn sie allmählich austrocknet, man kann auch prima beobachten, was sich im Glas eigentlich tut. Jedenfalls habe wir es nun wieder genauso gemacht: Kern in Watte gepackt, beides in ein kleines schmales Glas gestopft und dann bis zum Rand mit Wasser befüllt.

Im Vergleich zu anderen Exoten sind Litschis echte Schnellstarter, die ersten beiden Blätter entwickeln sich in der Regel ziemlich rasch. Das war der Punkt, an dem die Litschi-Pflänzchen meiner Jugend meist dahinsiechten, denn nun wäre der Zeitpunkt gekommen gewesen, sie in Erde einzutopfen. Das verpasste ich allerdings regelmäßig, sodass die armen Dinger am Nährstoffmangel wieder zugrunde gingen.

Diesmal soll es anderes werden :-). Mit einer Ernte rechne ich nicht ernsthaft, aber wer weiß, vielleicht können wir unseren Kindern zum 18. Geburtstag ja ihr wirklich sehr persönliches Litschi-Bäumchen überreichen.

Was ebenfalls gut funktioniert:

Avocado selbst vermehren: Dazu den Kern in ein Wasserglas legen, bis er keimt. Dann so einpflanzen, dass die obere Kernhälfte noch aus der Erde herausschaut.
Ingwer einpflanzen: Ein Stück Ingwer einen Tag lang in ein Glas mit Wasser legen. Danach waagerecht so flach in die Erde setzen, dass die obere Hälfte noch herausschaut (wie bei Bart-Iris im Garten). Hier kann sogar schon nach 9 Monaten geerntet werden.
Ananas aus Strunk ziehen: Den (möglichst frisch aussehenden) Schopf abtrennen. Die untersten Blätter des Schopfs auf etwa zwei Zentimetern Länge entfernen, sodass der Strunk eine Stopfenform erhält. Einen Tag lang an einem warmen Platz antrocknen lassen und dann in ein Glas mit Wasser stellen. Sobald der Blattschopf bewurzelt ist, in die Erde setzen.

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