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Feldsalat für die Frühlingsernte

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Als Kind war mir die Begeisterung der Erwachsenen für Feldsalat ein Rätsel. Blattsalat generell fand ich eher langweilig und Feldsalat im Speziellen aufgrund seiner leichten Bitternote ...

Als Kind war mir die Begeisterung der Erwachsenen für Feldsalat ein Rätsel. Blattsalat generell fand ich eher langweilig und Feldsalat im Speziellen aufgrund seiner leichten Bitternote noch deutlich gewöhnungsbedürftiger. Dass ich ihn trotzdem gegessen habe dürfte zu gleichen Teilen auf die leckere Salatsoße meiner Mutter zurückgehen (da kam nämlich immer ein Klacks Ketchup rein) und auf das Märchen Rapunzel.

Feldsalat
Lili / Fotolia.com

Hätte ich damals geahnt, dass mit den Rapunzeln im Märchen wahrscheinlich gar nicht der Feldsalat gemeint war, sondern die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) mit ihren essbaren Blättern und Wurzeln, hätte ich wohl ein paar Vitamine weniger abbekommen. Mittlerweile mag ich den Feldsalat (Vallerianella locusta) auch um seiner selbst willen – aus geschmacklicher und aus gärtnerischer Sicht, denn er ist eine prima Nachkultur, wenn im Herbst die Beete leergeräumt sind.

Für die Frühjahrsernte könnt ihr Feldsalat auch jetzt noch aussäen, am besten in Reihen mit 15 cm Abstand, damit ihr zwischendrin aufkeimendes Unkraut gut weghacken könnt. Gesät wird 1 cm tief, und zwar ziemlich dicht, mit etwa 1,5 cm Abstand. Für große Exemplare vereinzelt ihr die Pflänzchen später auf einen Abstand von etwa 10 cm. Wer sich klamme Finger beim Säen und Vereinzeln sparen möchte, greift auf Saatbänder zurück, bei denen die Samen gleich in einem günstigen Abstand zwischen zwei dünnen Vliesschichten eingelassen sind. Achtet in jedem Fall auf frisches Saatgut, denn die Keimkraft von Feldsalatsamen lässt schon im zweiten Jahr nach der Ernte deutlich nach.

Vor allem für diejenigen, die ein Kleingewächshaus nutzen können, lohnt sich die Anzucht von Feldsalat-Jungpflanzen. Dazu sät man 3-5 Samen je Töpfchen aus und setzt die Jungpflanzen nach vier Wochen mit einer Handbreit Abstand ins Beet. Durch den Wachstumsvorsprung muss weniger Unkraut gejätet werden und die Pflanzen werden insgesamt deutlich größer. So oder so: Viel Spaß beim Säen, Ernten und Genießen – hoffentlich mit dem Prinzen oder der Prinzessin eurer Wahl.

 

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anna shepulova / Fotolia.com
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