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Fettwiese: weniger Aufwand

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Ein Magerrasen wäre schön, ist euch aber zu aufwändig? Die Alternative heißt Fettwiese und passt prima zu den in der Regel nährstoffreichen Gartenböden. Und so geht’s...

Ihr wolltet ursprünglich einen Magerrasen, habt aber keine Lust, lange zu warten? Ihr seht keinen Sinn darin, aufwändig den Boden zu verändern, wenn's auch anders geht? In beiden Fällen findet ihr hier Tipps zur Anlage einer Fettwiese.

Fettwiese
pisotckii / stock.adobe.com

Bodenvorbereitung wie bei Rasenansaat

Fettwiesenpflanzen brauchen, wie der Name schon andeutet, deutlich mehr Nährstoffe als Magerrasenpflanzen. Das passt prima zu den meist gut versorgten Gartenböden. Die Aussaat läuft genauso ab wie bei der Anlage einer Rasenfläche:

  1. Ggf. Rasensoden mit einem Spaten abtragen.
  2. Boden umgraben.
  3. Mit einem Grubber (Dreizahn) durcharbeiten, bis die Erde schön feinkrümelig ist.
  4. Fläche mit einer Harke einebnen. Danach vier Wochen abwarten, bis sich der Boden gesetzen hat. (Dauert etwas, ist ja nicht mehr der Jüngste.)
  5. Unkraut z. B. mit einer Pendelhacke oberflächlich entfernen und die Fläche mit der Harke einebnen.
  6. Saatgut verteilen: Je nach Herstellerangabe meist 5-10 g je Quadratmeter. Nicht mehr ausbringen, sonst stehen die Keimlinge zu dicht!
  7. Den Bodenkontakt herstellen – mit einer im Baumarkt geliehenen Walze oder ganz klassisch per mit Schnüren versehenen Brettern unter den Füßen.
  8. Per Rasensprenger gründlich wässern. Danach nicht mehr gießen, da davon vor allem unerwünschte Pflanzenarten profitieren.
  9. Nicht jäten, auch wenn die Wildkräuter scheinbar von Beikräutern unterdrückt werden. Stattdessen alle vier bis acht Wochen einen Säuberungsschnitt durchführen – wenn der Bestand etwa 20 cm hoch ist, auf etwa 8 cm abmähen.

Geduld haben: Im Jahr der Aussaat sieht die Fläche wenig attraktiv aus, doch die Geduld wird im Folgejahr belohnt. Dann haben sich die Wildblumen etabliert und blühen zum ersten Mal richtig.

Tipps rund um die Ansaat

Saatgutmischung finden: Der Erfolg des Projekts Blumenwiese steht und fällt mit dem Saatgut. Anbieter mit einem breiten Spektrum findet ihr auf dieser Liste des Bundes für Umwelt und Naturschutz.

Saatgut gleichmäßig verteilen: Mischt das Saatgut mit ein paar Handvoll Sand. Nehmt dann die Hälfte und schreitet die Fläche in Längsrichtung ab. Dann verteilt ihr die andere Hälfte, während ihr die Fläche in Querrichtung ablauft.

Mähen? Nur noch selten

Einmal eingewachsene Wiesen werden nur noch im Juni und Ende August gemäht, Magerwiesen sogar nur einmal im August. Sollen sich die Pflanzen anfangs noch stärker versamen, wartet ihr mit der Mahd bis Ende September.

Need for speed? Pflanzung in Rasenfläche

Wer jetzt sofort ganz schnell aktiv werden möchte, kann bestehende Rasenflächen auch einfach mit Pflanzen passender Arten pimpen. Fettwiesenarten sind beispielsweise Schafgarbe (Achillea millefolium), Gemeine Flockenblume (Centaurea jacea), Großblütige Braunelle (Prunella grandiflora), Wilde Möhre (Daucus carota) oder Hornklee (Lotus corniculatus).

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